Sehlen: Getreide verwandelt Kreuzung in Rutschbahn

Freitag, 16. August 2013 09:50 geschrieben von  Migration

SEHLEN. Eine größere Menge Getreide ist offenbar beim Abbiegen vom Anhänger eines landwirtschaftlichen Gespanns auf eine Kreuzung am Ortsrand von Sehlen gefallen. Feuerwehrleute entdeckten die Gefahrenstelle, auf der bereits mehrere Autos ins Rutschen geraten waren, und fegten den Weizen zusammen.

Die Kameraden der Feuerwehr Sehlen, die am Donnerstag ihren regelmäßigen Übungsabend absolvierten, sahen gegen 21.50 Uhr auf der Kreuzung Sehlener Straße/Rosenthaler Straße "jede Menge Weizen auf der Fahrbahn liegen", sagte der Gemündener Stadtbrandinspektor André Boucsein am Freitagmorgen auf Anfrage von 112-magazin.de. Die Kameraden hätten wegen der Gefahr nicht lange gezögert, die Kreuzung abgesichert und die Getreidekörner mit Besen zusammengekehrt und aufgenommen. Die vier eingesetzten Brandschützer seien etwa 20 Minuten damit beschäftigt gewesen, sagte Boucsein.

Der Stadtbrandinspektor vermutet, dass der Weizen vom Anhänger eines abbiegenden Traktors auf die Fahrbahn gefallen ist. Das Gespann muss auf der Sehlener Straße durch den Ort gefahren und dann an der Einmündung zur Rosenthaler Straße nach links in diese eingebogen sein. Danach verliert sich die Spur des Fahrzeugs - an der Einmündung zur Umgehungsstraße L 3073 war laut Boucsein kein Getreide mehr auf der Straße zu finden. Wer der Verursacher sei, lasse sich bei der Vielzahl der Fahrten von Traktorgespannen in der heißen Phase der Ernte nicht mehr nachvollziehen.

Immer wieder verlieren in der Erntezeit landwirtschaftliche Fahrzeuge einen Teil der geladenen Frucht. Insbesondere in Kurven stellt das Korn auf der Straße eine Gefahr für Verkehrsteilnehmer und dabei vor allem für Motorradfahrer dar. Die Polizei appelliert daher regelmäßig an die Verkehrsteilnehmer, in der Erntezeit entsprechend vorsichtig zu fahren - und an die Landwirte, ihre Ladung zu sichern.

Besondere Gefahr durch Öl in Raps
Erst am Dienstag war im Korbacher Industriegebiet Raps auf die Straße Im alten Felde gefallen - die Körner haben es im wahrsten Sinne in sich: Nachdem mehrere Autos darüber gefahren und die kleinen Kügelchen geplatzt waren, verwandelte das enthaltene Öl den Asphalt in eine rutschige Fläche. "Darauf konnte man Schlittschuhlaufen", sagte einer der eingesetzten Korbacher Feuerwehrleute. Die Kameraden hätten das Getreide entfernen und die Straße mit einer speziellen Seifenlauge reinigen müssen. "Wäre ein Motorradfahrer darauf geraten, so wäre er mit hoher Wahrscheinlichkeit gestürzt", sagte der Feuerwehrmann weiter. Auch in diesem Fall lagen keine Angaben über den Verursacher vor.

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Zuletzt bearbeitet am Freitag, 16. August 2013 14:18

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