Dauereinsatz für Vöhler Wehren

Dienstag, 10 Februar 2009 12:39 geschrieben von

Vöhl. Starke Regenfälle haben am Dienstag für einen dauerhaften Einsatz mehrerer Vöhler Ortsteils-Feuerwehren gesorgt. Insgesamt fast 50 Mann waren seit Mittag an verschiedenen Einsatzstellen aktiv, wie der Vöhler Gemeindebrandinspektor Berthold Schreiber am Abend gegenüber 112-magazin.de berichtete. Starke Regenfälle hatten zunächst in Marienhagen dafür gesorgt, dass Wassermassen über eine gefrorene, abschüssige Wiese auf ein Haus zuflossen und dessen Keller fluteten. Einsatzkräfte aus Marienhagen und Obernburg setzten Tauchpumpen und Wassersauger ein, sagte Schreiber.

Wenig später schossen weitere Wassermassen über die sogenannte Lauterbacher Platte in Richtung Vöhl. Hier lief das Wasser laut Gemeindebrandinspektor in den Brunkelteich. Dieser trat an zwei Stellen über die Ufer, das Wasser floss durch den Ort, über den Sportplatz und ins Henkelbad. Die Wehren aus Vöhl und Basdorf rückten aus, der Schutz des Technikraumes im Schwimmbad stand im Vordergrund. Dies gelang laut Schreiber mit Hilfe von Sandsäcken. Das Vereinsheim des Sportvereins in der Nachbarschaft lief allerdings voll Wasser.

Pferde bis zum Bauch im Wasser
Weiteres floss das Wasser durch den Aselbach in Richtung Asel - die dortige Feuerwehr wurde ebenfalls alarmiert. In der Siegmannsmühle lief der Regen in eine Scheune - "die Pferde darin standen bis zum Bauch im Wasser", sagte Schreiber. Die Tiere seien auf eine höher gelegene Wiese geführt worden. Betroffen vom Hochwasser war auch die weiter talwärts gelegene Stiegmühle. Hier standen sowohl die Wiesen als auch die Fahrbahn so hoch unter Wasser, dass die Feuerwehr die Strecke sperren musste. "Man hat nicht mehr gesehen, wo die Straße endet und wo der Graben beginnt", begründete Schreiber den Schritt. Die Straße sollte die ganze Nacht gesperrt bleiben.

Kurz nachdem die Einsätze im Raum Vöhl abgearbeitet waren, entsandte die Leitstelle die Wehren aus Marienhagen und Obernburg nach Hof Lauterbach. Hier war der Keller eines Privathauses etwa 20 Zentimeter hoch voll gelaufen. Die Einsatzkräfte setzten Pumpen und Wassersauger ein.

Neben den Wehren aus Vöhl, Asel, Basdorf, Marienhagen und Obernburg setzte der Gemeindebrandinspektor die Feuerwehr aus Buchenberg für Transporte, unter anderem von Sandsäcken, ein. Außerdem waren Mitarbeiter des Vöhler Bauhofes mit von der Partie.

Letzte Änderung am Samstag, 06 August 2011 13:16

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