"Defi" allen Beteiligten eine Herzensangelegenheit

Mittwoch, 10 Dezember 2014 21:15 geschrieben von

SCHMITTLOTHEIM. Um Menschen nach einem Herzstillstand noch besser helfen und im besten Fall ihr Leben retten zu können, verfügt die Feuerwehr Schmittlotheim ab sofort über einen Defibrillator. Gespendet hat das rund 1700 Euro teure Gerät die Frankenberger Bank.

Die umfassende Einweisung durch den Gerätehersteller lag längst hinter den ehrenamtlichen Brandschützern, als Mario Seitz von der Frankenberger Bank den "Defi" am Dienstagabend offiziell übergab. Mehr als bisher ohnehin schon können die Feuerwehrleute um Wehrführer Herbert Mitze im Ernstfall zu Lebensrettern werden. Bei allen Einsätzen ist der neue AED - kurz für automatischer externer Defibrillator - verfügbar, denn das Gerät ist auf dem Schmittlotheimer Feuerwehrfahrzeug verlastet.

Sollte zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall ein Beteiligter einen Herzstillstand erlitten haben, so leisten die Brandschützer umgehend und mitunter noch vor Eintreffen des Rettungswagens Hilfe mit dem strombetriebenen Lebensretter. Aber auch die eigenen Kräfte können von dem neuen Apparat profitieren: Bei Einsätzen unter Atemschutz stehen die Feuerwehrleute unter besonders großer körperlicher Beanspruchung - im Fall der Fälle sind die Kameraden mit dem AED sofort zur Stelle.

Bereits 15 Defis im Geschäftsgebiet gespendet
Bei der offiziellen Übergabe im Feuerwehrgerätehaus in Schmittlotheim dankte Vereinsvorsitzender Fritz Schenk dem Kreditinstitut für die Zuwendung: "Wir sind froh, dass wir das Gerät haben". Solch eine Zuwendung sei besser als eine Geldspende, bekräftigte auch Mario Seitz von der Frankenberger Bank. Zum mittlerweile 15. Mal habe sein Institut einen solchen Defibrillator übergeben. Es handele sich zwar um Laiengeräte mit einer selbsterklärender Benutzerführung, doch "die Herzdruckmassage bleibt Euch nicht erspart", sagte der Banker, der in seiner Freizeit selbst als Feuerwehrmann aktiv ist.

Gerade in den ländlichen Gebieten, in denen bis zum Eintreffen des Rettungswagens mehrere Minuten vergehen, sei der Einsatz eines Defibrillators bei Herzstillstand nicht nur sinnvoll, sondern extrem wichtig. "Jede Minute zählt", sagte Seitz, wenn es darum gehe, Spätfolgen eines Herzstillstandes zu minimieren - oder schlichtweg das Leben des Patienten zu retten. Damit der Defi auch nach Notfällen im häuslichen Umfeld zum Einsatz kommt, "muss die Bevölkerung wissen, dass es das Gerät hier bei der Feuerwehr gibt". Bei einem derartigen Notruf solle man der Leitstelle ausdrücklich mitteilen, die Feuerwehr mit zu alarmieren.

Einziger Fehler: Gerät nicht nutzen
Seinen - passend zum Thema - herzlichen Dank sprach Bürgermeister Matthias Stappert der Frankenberger Bank aus - aber auch den freiwilligen Feuerwehrleuten dankte der Verwaltungschef für ihr Engagement. "Es wichtig und gut, dass es hier Leute gibt, die mit dem Gerät anderen Menschen helfen", sagte Stappert. Der Defi möge zwar nicht oft zum Einsatz kommen, aber wenn, dann solle er Leben retten. Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk sagte, es sei das dritte Gerät in der Großgemeinde Vöhl. Der AED in Buchenberg habe sich bereits mehrfach als Lebensretter bei Notfällen bewiesen. Schulungen in Schmittlotheim würden dafür sorgen, dass die Kameraden das Gerät fachgerecht einsetzen werden, sagte Schenk, der eines deutlich machte: "Den einzigen Fehler, den man machen kann, ist, das Gerät nicht einzusetzen".


Links:
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Frankenberger Bank

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Letzte Änderung am Donnerstag, 11 Dezember 2014 01:07

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