25 Jahre alter Mann stirbt nach Badeunfall am Baggersee

Sonntag, den 19. August 2012 um 19:58 Uhr Verfasst von 

WEIMAR-NIEDERWEIMAR. Zu einem tragischen Unglück kam es am späten Sonntagnachmittag am Baggersee in Niederweimar: Ein 25 Jahre alter Mann wurde vermisst und nach etwa 45 Minuten aus dem Wasser gerettet. Auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb der Mann jedoch.

„Als wir eintrafen bekamen wir die Information, dass der Mann bereits seit 40 bis 45 Minuten vermisst wird“, erläutert Kreisbrandinspektor Lars Schäfer. Ein Freund, der mit dem Vermissten auf den See hinausgeschwommen war, hatte zwar zunächst bemerkt, dass er nicht mehr da sei - aber gemutmaßt, dass er sich bei Freunden aufhalte. „Nach guten 20 Minuten bekam er jedoch Panik und hat Alarm geschlagen“, erläutert Schäfer.

Betriebsleiter Lucien Gerkau unterstützte die Suche als Taucher. Zusätzlich hatten die Rettungskräfte auch die DLRG alarmiert. „Allerdings hatte der Taucher den Vermissten zwischenzeitlich gefunden“, so Schäfer.

Zahlreiche Falschparker behindern Rettungswege
Die Retter brachten den Mann gemeinsam mit Helfern des Seeparks an Land und begannen sofort mit der Reanimation. „Wir werden ihn jetzt noch zusätzlich mit Eis kühlen, denn je niedriger die Körpertemperatur ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er überlebt.“ Allerdings dauerte es sehr lange, bis der Rettungswagen zu der Unglücksstelle zwischen Volleyball-Feld und FKK-Gelände vordringen konnte. Denn am bisher heißesten Tag des Jahres war auch der See bestens besucht - daher hatten Feuerwehr und Rettungskräfte mit zahlreichen Falschparkern zu kämpfen, die die Rettungswege blockierten.

Der Rettungswagen sollte daher zunächst einen parallel zur Unfallstelle verlaufenden Feldweg anfahren - die Feuerwehr bereitete sich bei den brütenden Temperaturen bereits darauf vor, eine Öffnung in das umlaufende Gebüsch und den Zaun zu schlagen. Letztendlich konnte der Rettungswagen aber doch über das Gelände des Badesees fahren - schockierender Weise zum Unverständnis der Badegäste, denen ihr Badespaß offenbar wichtiger als das Leben eines Menschen war. Auch die Absperrung, die von den Feuerwehrleuten am Zugang des Areals errichtet worden war, wurde von zahlreichen Badenden „großzügig“ ignoriert.

Nach einer rund 25-minütigen Reanimationsphase konnte der Verletzte schließlich mit dem Rettungswagen abtransportiert werden. Auf dem Weg ins Klinikum verstarb er jedoch. Warum der 25-Jährige untergegangen war, blieb am Sonntag unklar.

Zuletzt geändert am Montag, den 20. August 2012 um 06:03 Uhr

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