B 480: 18-Jähriger stirbt bei schwerem Unfall (aktualisiert)

Montag, den 02. Februar 2015 um 18:01 Uhr Verfasst von  Matthias Böhl
Der junge Fahrer dieses Wagens kam bei dem Unfall ums Leben. Der junge Fahrer dieses Wagens kam bei dem Unfall ums Leben. Fotos: Matthias Böhl

WEIDENHAUSEN. Ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignete sich gestern Morgen gegen 7.20 Uhr auf der B 480 zwischen Hemschlar und Weidenhausen. Dabei ist ein 18-jähriger Mann aus Wittgenstein auf tragische Weise getötet worden.

Glatt und rutschig war es, als der junge Mann mit seinem Fiat Punto auf dem Weg zur Schule nach Bad Berleburg war. Der Schneematsch lag nur sehr dünn auf der Straße, war aber nicht gut zu erkennen, auch, da es noch dunkel war. Vermutlich war das die Ursache für den entsetzlichen Unfall: Nach ersten Erkenntnissen geriet das Fahrzeug des 18-Jährigen in einer Linkskurve ins Schleudern und stellte sich quer zur Fahrbahn.

Der Wagen des Fahranfängers geriet auf die Gegenspur. Dort war zum selben Zeitpunkt eine 23-jährige Frau aus Hemschlar unterwegs. Sie wollte zu ihrer Arbeitsstelle nach Bad Laasphe. Sie hatte keine Chance, zu reagieren und es kam zum Einschlag ihres Golf in die Beifahrerseite des Fiat Punto. Der Aufprall war dabei derart heftig, dass der junge Mann auf der Stelle starb.

Ein Polizeibeamter, der Sachbearbeiter für Verkehrsunfälle ist und auf dem Weg zum Dienst war, und ein weiterer Passant leiteten als Ersthelfer die Rettungsmaßnahmen ein.

Von der integrierten Leitstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein wurden die Feuerwehren aus Bad Berleburg, Weidenhausen und Hemschlar, der DRK-Rettungsdienst aus Bad Berleburg und Erndtebrück, sowie Notärzte aus Bad Berleburg und Bad Laasphe alarmiert. Zusätzlich kam der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein zum Einsatz.

Die Feuerwehren und der Rettungsdienst kümmerten sich um die junge Frau aus Hemschlar. Sie musste mit schwerem Gerät aus ihrem Auto befreit werden. Sie war allerdings nicht eingeklemmt. Es ging darum, die Patientin - wie nach solchen Unfällen üblich - möglichst schonend zu retten und möglichst wenig zu bewegen.

Die Helfer vor Ort mussten auch von einer Wirbelsäulenverletzung ausgehen, die vor Ort nicht immer diagnostiziert, sondern oftmals nur vermutet werden kann. Dann kann eine Querschnittlähmung drohen. Deshalb arbeiteten Feuerwehren und Rettungsdienst hier einmal mehr Hand in Hand, um weitere Schäden zu verhindern.

Die Kameraden der Feuerwehr stellten zudem den Brandschutz an der Einsatzstelle sicher. Polizeibeamten sperrten die Einsatzstelle gemeinsam mit Feuerwehrkameraden weiträumig ab und sicherten Spuren und Beweise vor Ort. Außerdem hatten sie gemeinsam mit Notfallseelsorgern die schwere Aufgabe, Angehörige zu benachrichtigen.

Als die Rettungsarbeiten und die Unfallaufnahme beendet waren, wurden beide Unfallfahrzeuge abgeschleppt. Kurze Zeit später wurde die Straße wieder für den Verkehr wieder frei gegeben. Was bleibt, sind Farbstriche auf dem Asphalt als Mahnmal für alle Autofahrer.

Zuletzt geändert am Montag, den 02. Februar 2015 um 21:35 Uhr