Unfall an Ampel: 30-Jähriger fährt mit 1,7 Promille zweimal auf

Dienstag, den 15. Januar 2019 um 15:10 Uhr Verfasst von  Aneudis Taveras
Als die Ampel grün zeigte, fuhr der alkoholisierte Fahrer auf das andere Fahrzeug auf. Als die Ampel grün zeigte, fuhr der alkoholisierte Fahrer auf das andere Fahrzeug auf. Symbolbild: 112-magazin.de

KASSEL. Ein betrunkener Autofahrer, der später über 1,7 Promille pustete, ist am Montagabend in Kassel-Harleshausen an einer Ampel gleich zweimal auf ein anderes Auto aufgefahren.

Aufgrund des Alkoholgeruchs des Unfallverursachers, der dem Unfallopfer auffiel, wurde eine Streife des Polizeireviers Nord gerufen, die den 30-Jährigen aus Litauen anschließend festnahm und ihn zur Blutentnahme auf die Dienststelle brachte. Seinen Führerschein konnten die Beamten nicht sicherstellen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist er überhaupt nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Er muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.  

Zum Unfallort in der Wolfhager Straße, Ecke Zentgrafenstraße wurde die Kasseler Polizei durch die Beifahrerin in dem vom 30-Jährigen beschädigten Wagen gegen 20.40 Uhr gerufen. Der Fahrer des auffahrenden Wagens würde "komisch machen" und nach Alkohol riechen, so die Zeugin am Telefon gegenüber den Beamten der Leitstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen. Diese Wahrnehmung sollte sich als richtig erweisen, da der Atemalkoholtest bei dem Unfallverursacher später über 1,7 Promille anzeigte.

Nach Angaben der Zeugin und des 35 Jahre alten Fahrers des nun im Heckbereich beschädigten Kia C'eed hatten sie auf der Wolfhager Straße stadtauswärts an der Einmündung Zentgrafenstraße an der roten Ampel gewartet. Als diese auf Grün schaltete, sei hinter ihnen der 30-Jährige mit seinem Range Rover plötzlich losgefahren und auf ihren noch stehenden Kia aufgefahren. Diesen Vorgang hätte der Fahrer dann sogar noch ein weiteres Mal wiederholt. An beiden Autos waren durch die Zusammenstöße kleinere Sachschäden von insgesamt rund 500 Euro entstanden.  

Weitere Ermittlungen gegen den 30-Jährigen werden nun beim Polizeirevier Nord geführt und dauern an. (ots/r)

- Anzeige -


Zuletzt geändert am Dienstag, den 15. Januar 2019 um 15:53 Uhr