Unfall: Polizei gerufen, Beamtin Faustschlag verpasst

Donnerstag, den 12. Januar 2017 um 18:58 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel

KASSEL. Nach einem Unfall hat ein 45-Jähriger aus Kassel eine Polizistin beroht, beleidigt und ihr einen Faustschlag verpasst. Der Mann, der der Polizei wegen Drogen- und Eigentumsdelikten hinreichend bekannt ist, wurde vorläufig festgenommen. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten Drogen und stellten sie sicher.

Der 45-Jährige hatte laut Polizeibericht von Donnerstag am Mittwoch gegen 13.30 Uhr über den Notruf 110 bei der Polizei angerufen und angeben, in der Hafenstraße Opfer des Unfalls mit Flucht geworden zu sein. Als die Streife eintraf, fanden die Beamten den Anrufer nicht und fragten mehrere Passanten nach dem Unfallbeteiligten. Wenig später kam der 45-Jährige auf die Polizisten zu, schrie dabei laut herum und zeigte sich von Beginn an äußerst aggressiv.

Als sich der Mann der 29-jährigen Polizistin schreiend und in bedrohlicher Haltung näherte, schob sie ihn ein Stück von sich weg, woraufhin er ihr unvermittelt mit der Faust gegen ihren Kopf schlug. Von ihm folgten anschließend zudem mehrere Beleidigungen in Richtung der Beamtin. Sie und ihr Kollege legten dem 45-Jährigen daraufhin Handfesseln an und brachten ihn aufs Revier. Dort fanden sie bei seiner Durchsuchung eine kleine Menge Marihuana und stellten diese sicher. Der 45-Jährige muss sich nun wegen Körperverletzung und Beleidigung sowie wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Was den Mann derart in Rage gebracht hatte, blieb unklar. Die Polizeibeamtin hatte eine Prellung des Kiefers davongetragen und klagte über Kopfschmerzen, konnte ihren Dienst jedoch fortsetzen.

Im Rahmen der Fahndung nach dem flüchtigen Auto stoppte eine andere Streife diesen Wagen in der Ochshäuser Straße. Gegen den 20-jährigen Fahrer leitete die Polizei Ermittlungen wegen Verkehrsunfallflucht ein. Der genaue Unfallhergang ist bislang noch nicht abschließend geklärt. Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561/9100 bei der Kasseler Polizei zu melden. (ots/pfa) 


Zuletzt geändert am Donnerstag, den 12. Januar 2017 um 20:44 Uhr