Lebensgefahr! Kinder am Gleis - Bundespolizei rückt aus

Freitag, den 19. August 2016 um 09:33 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Bundespolizei fand die Kinder nicht mehr. Die Bundespolizei fand die Kinder nicht mehr. Foto: Bundespolizei

KASSEL. "Spielende Kinder im Gleis im Bereich Hessenallee/Heßbergstraße in Kassel" - so lautete eine Meldung an die Bundespolizei am Donnerstagnachmittag. Beim Eintreffen der Streife waren die Kinder jedoch verschwunden.

Ein Zeuge hatte mehrere Kinder beobachtet, die sich an einer offenen Tür der Schallschutzwand aufhielten. Ob die Kinder in Richtung der Gleise gegangen waren, war nicht bekannt.

Für die Bundespolizei ist bei Kenntnis von spielenden Kindern am oder im Gleis immer schnelles Handeln geboten. Auch in diesem Fall eilte eine Streife umgehend zu der vom Zeugen genannten Stelle und suchte nach den Kindern - vergeblich.

Für die Züge wurde in diesem Streckenabschnitt die sogenannte "Fahrt auf Sicht" angeordnet, wodurch es zu Verspätungen kam. Bereits um 16.25 Uhr, zehn Minuten nach der Meldung, wurde die Strecke wieder frei gegeben.

Hinweise der Bundespolizei an Eltern und Erziehungsberechtigte

  • Machen Sie Ihren Kindern die Gefahren, die vom Eisenbahnbetrieb ausgehen, bewusst
  • Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden
  • Aufgrund der schnell fahrenden Züge ist der Aufenthalt im und am Gleis verboten. Der Bremsweg eines Zuges mit 100 km/h beträgt bis zu 1000 Meter
  • Gleise dürfen nur an den hierfür bestimmten Stellen, zum Beispiel an Über- und Unterführungen überquert werden

Zudem weist die Bundespolizei darauf hin, dass Güterzüge in keinem Fahrplan verzeichnet sind und daher eine große Gefahr darstellen. (ots/pfa)

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Zuletzt geändert am Freitag, den 19. August 2016 um 09:40 Uhr