Betrunkener Radfahrer schlägt mit Luftpumpe auf Männer ein

Freitag, den 05. August 2016 um 16:33 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Im ICE-Bahnhof in Kassel-Wilhelmshöhe hat due Bundespolizei einen gewalttätigen Radfahrer festgenommen, der drei Männer durch Schläge verletzte - teils mit einer Luftpumpe ausgeführt. Im ICE-Bahnhof in Kassel-Wilhelmshöhe hat due Bundespolizei einen gewalttätigen Radfahrer festgenommen, der drei Männer durch Schläge verletzte - teils mit einer Luftpumpe ausgeführt. Foto: Bundespolizei

KASSEL/WOLFHAGEN. Teilweise mit einer Luftpumpe hat ein betrunkener Radfahrer im ICE-Bahnhof auf drei Männer eingeschlagen und sie erheblich verletzt. Der betrunkene 24-Jährige aus Wolfhagen wurde vorläufig festgenommen und muss sich nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Der rabiate Radfahrer fuhr am Donnerstag gegen 14.30 Uhr mit seinem Fahrrad durch die Bahnhofshalle. Daraufhin stoppte ihn ein 63-jähriger Bahnmitarbeiter und bat ihn, abzusteigen und das Rad zu schieben. Er ermahnte den 24-Jährigen und erklärte, dass das Fahrradfahren im Bahnhof verboten sei.

Ohne Vorwarnung ging der Wolfhager auf den Bahnmitarbeiter los und schlug ihm mit der Hand ins Gesicht. Der 63-Jährige stürzte zu Boden und kam später mit dem Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Kasseler Klinikum.

Zwei 52 und 25 Jahre alte Männer aus Kassel, die dem Bahnmitarbeiter zur Hilfe eilten, schlug der Radfahrer mehrfach mit der Luftpumpe und attackierte sie mit Kopfnüssen. Beide Männer erlitten mehrere Platzwunden im Gesicht. Der 52-Jährige wurde zur ärztlichen Behandlung in das Rote Kreuz Krankenhaus gebracht. Bei dem 25-Jährigen war eine ambulante Behandlung ausreichend.

Drogen bei dem rabiaten Radfahrer gefunden
Bundespolizisten nahmen den betrunkenen Fahrradfahrer aus Wolfhagen vorläufig fest. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von rund 1,2 Promille. Zudem fanden die Beamten bei dem Mann geringe Mengen Drogen. Die Rauschmittel und die Luftpumpe stellten die Polizisten sicher.

Gegen den 24-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet - verwendet ein Angreifer beim Zuschlagen einen Gegenstand wie im aktuellen Fall die Luftpumpe, so sieht das Gesetz den Straftatbestand der gefährlichen Körperverletzung vor. Nach den polizeilichen Maßnahmen kam der Wolfhager wieder frei, er wird aber demnächst vor Gericht stehen. Neben den strafrechtlichen Konsequenzen werden die Opfer aller Voraussicht nach zivilrechtliche Forderungen stellen. (ots/pfa)

Anzeige:

Zuletzt geändert am Freitag, den 05. August 2016 um 17:31 Uhr