Brandstiftung? 150.000 Euro Schaden an Wohnhaus

Dienstag, den 24. Mai 2016 um 11:20 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Zu dem Dachstuhlbrand in Bonenburg rückte auch der Löschzug Warburg aus. Zu dem Dachstuhlbrand in Bonenburg rückte auch der Löschzug Warburg aus. Foto: pfa/Archiv

WARBURG. Nach einem Wohnhausbrand im Warburger Stadtteil Bonenburg ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung: Möglicherweise legte der Hausbesitzer selbst das Feuer.

Laut Polizeibericht von Dienstag wurde der Brand des Einfamilienhauses am Sonntagabend gegen 22.35 Uhr gemeldet. Bei Eintreffen der Polizei in der Ulrich-Thater-Straße in Bonenburg brannte der Dachstuhl bereits in voller Ausdehnung. Von den drei gemeldeten Bewohnern des Hauses hielt sich zur Brandzeit lediglich der 48-jährige Hausbesitzer vor Ort auf.

Mehrere Zuwanderer aus der angrenzenden Flüchtlingsunterkunft versuchten vor dem Eintreffen der Feuerwehr, den Brand mit Feuerlöschern und Wassereimern zu löschen. Hierbei wurden zwei Zuwanderer leicht verletzt und mussten ambulant behandelt werden. Der Hauseigentümer wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die Schadenshöhe beläuft sich nach einer Schätzung der Polizei auf rund 150.000 Euro. Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern derzeit noch an. Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass der Hausbesitzer den Brand möglicherweise vorsätzlich herbeigeführt hatt. Der Mann wurde deshalb zunächst vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Paderborn prüft zurzeit, ob ein Haftbefehl gegen den Mann beantragt wird.


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Feuerwehr Warburg

Zuletzt geändert am Dienstag, den 24. Mai 2016 um 11:39 Uhr