Dieseldiebe wollen Polizist überfahren

Mittwoch, den 16. November 2011 um 05:30 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Einen der mutmaßlichen Dieseldiebe nahm die Polizei in der Nacht fest. Einen der mutmaßlichen Dieseldiebe nahm die Polizei in der Nacht fest. Foto: ots

KASSEL. Ertappte Dieseldiebe haben am frühen Mittwochmorgen versucht, einen Polizisten zu überfahren. Dieser gab mehrere Schüsse auf den Sprinter ab und rettete sich dann mit einem Sprung zur Seite. Einer der Männer wurde später festgenommen.

Zu dem Vorfall kam es in der Nacht gegen 1 Uhr an der A 44, Fahrtrichtung Dortmund - Kassel, auf dem Parkplatz "Hundsberg". Ein Lkw-Fahrer hatte die Polizei informiert, dass ihm dort Diesel aus dem Tank entwendet wurde. Der Bestohlene gab der Polizei auch einen Hinweis auf ein verdächtiges Fahrzeug. Als die Polizeibeamten am Tatort eintrafen und dort einen Sprinter mit weißrussischem Kennzeichen kontrollieren wollten, hielt der Fahrer des Sprinters frontal auf einen der Beamten zu und versuchte offensichtlich, diesen zu überfahren.

Der Beamte gab daraufhin mehrere Schüsse auf die Reifen des Fahrzeugs ab und brachte sich dann mit einem Sprung in Sicherheit. Dem Sprinterfahrer gelang dann zunächst die Flucht mit seinem Fahrzeug. Die Polizeibeamten verfolgten die Flüchtigen auf der Autobahn in Richtung Kassel. Als sie das Fahrzeug eingeholt hatten, versuchten mindestens drei Personen aus dem Sprinter zu flüchten. Der Fahrer, ein 25-jähriger Mann aus Weißrussland, wurde noch am Fahrzeug festgenommen.

Mindestens zwei Komplizen gelang jedoch die Flucht in die Wald- und Feldgemarkung zwischen der Autobahn und den umliegenden Gemeinden Martinhagen, Breitenbach, Hoof, Elgershausen und Ehlen. Die Polizei leitete eine umfangreiche Fahndung ein, an der auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam. Die Polizei bat in der Nacht per Rundfunkwarnmeldung darum, keine Anhalter mitzunehmen und verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei in Kassel mitzuteilen. Weiterhin werden Zeugen gesucht, die auf dem Parkplatz "Hundsberg" verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Die Rufnummer des Präsidiums lautet 0561/9100.

Zuletzt geändert am Freitag, den 02. Dezember 2011 um 13:12 Uhr