Leiche aus eingestürztem Fachwerkhaus geborgen (aktualisiert)

Dienstag, den 16. Dezember 2014 um 10:20 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Nach dem Einsturz eines Fachwerkhauses in Gladenbach-Mornshausen wird der 73-jährige Bewohner vermisst. Nach dem Einsturz eines Fachwerkhauses in Gladenbach-Mornshausen wird der 73-jährige Bewohner vermisst. Foto: pfa/Archiv

GLADENBACH. Nach dem Einsturz eines Fachwerkwohnhauses in der Ortsmitte von Mornshausen ist am Montagabend die Leiche eines Mannes aus den Trümmern geborgen worden - laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um den 73 Jahre alten Bewohner des Gebäudes. Schäden auch an den umliegenden Gebäuden und erste Aussagen deuten auf eine möglicherweise vorangegangene Explosion hin.

Die Ursache für die mögliche Detonation in der Straße Raue Gass steht nicht fest. Ein Gasanschluss ist laut Polizei am Haus nicht vorhanden. Eine Messung der Feuerwehr verlief entsprechend negativ. Der Verbleib des einzigen dort gemeldeten 73-jährigen Mannes war unmittelbar nicht bekannt. Daher war das THW mit Suchhunden und Ortungsgerät im Einsatz, um das eingestürzte Gebäude abzusuchen. Die Rettungskräfte mussten wegen des insgesamt instabilen Trümmerfeldes sehr vorsichtig vorgehen.

Bei der Absuche der Trümmer entdeckten die Einsatzkräfte gegen 22.40 Uhr eine männliche Leiche. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagvormittag mitteilten, handelt es sich bei dem Toten um den zunächst vermissten 73-Jährigen. Der Kriseninterventionsdienst betreute die Angehörigen am Unglücksort.

Hund des Verstorbenen lebend gefunden
Die Suche wird den Angaben zufolge am Dienstag fortgesetzt, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Personen im Haus befinden. Experten der Kriminalpolizei Marburg haben die Ermittlungen zur Einsturzursache aufgenommen. Gleich zu Beginn fanden die Beamten dabei den Hund des Verstorbenen lebend. Derzeit gehen Staatsanwaltschaft und Polizei aufgrund vorliegender Aussagen und wegen der Schäden an umliegenden Gebäuden weiterhin davon aus, dass dem Einsturz möglicherweise eine Detonation vorausging. Hinweise zur Ursache dieser Detonation ergaben sich bislang nicht.

Zuletzt geändert am Dienstag, den 16. Dezember 2014 um 10:43 Uhr