Zwei Frauen nach Unfall weiterhin in Lebensgefahr

Mittwoch, den 05. März 2014 um 19:45 Uhr Verfasst von  Thomas Hoffmeister/HNA
Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der B 480 bei Winterberg schweben noch immer zwei Frauen aus den Niederlanden in Lebensgefahr. Sie hatten in dem Peugeot (rechts) gesessen. Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der B 480 bei Winterberg schweben noch immer zwei Frauen aus den Niederlanden in Lebensgefahr. Sie hatten in dem Peugeot (rechts) gesessen. Fotos: Matthias Böhl

WINTERBERG. Nach dem schweren Verkehrsunfall, der sich am Dienstag gegen 15.10 Uhr in Höhe der Ruhrquelle bei Winterberg ereignete, schweben noch zwei Frauen in akuter Lebensgefahr.

Das teilte Ludger Rath von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde des Hochsauerlandkreises, am Mittwochnachmittag auf Anfrage der HNA mit. Die 55 und 26 Jahre alten Frauen aus den Niederlanden waren mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen worden, wo sie nach wie vor auf der Intensivstation um ihr Leben kämpfen. Einer 22-jährigen Niederländerin geht es nach Angaben der Polizei inzwischen besser. Sie sei inzwischen außer Lebensgefahr, sagte der Polizeisprecher.

Ein 44-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg, der mit einem 22-jährigen Beifahrer unterwegs war, soll den schweren Unfall verursacht haben. Aus noch ungeklärten Gründen war der 44-Jährige in einer langgezogenen Rechtskurve der Bundesstraße 480 auf die Gegenfahrbahn geraten.

Dort prallte der silberne Wagen des 44-jährigen frontal mit einem Auto zusammen, das mit vier Touristen aus den Niederlanden besetzt war - außer dem 57 Jahre alten Fahrer die drei schwerstverletzten Frauen.

Nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte der Fahrer eines nachfolgenden Pkw, in dem sich fünf Personen aus Belgien befanden, darunter drei kleine Kinder im Alter zwischen fünf und sieben Jahren. Eine weitere Autofahrerin, 32 Jahre alt, fuhr durch die Trümmerteile, wurde jedoch nicht verletzt.

Insgesamt wurden bei dem Unfall elf Personen verletzt. Mit Ausnahme der drei Frauen aus den Niederlanden wurden alle übrigen Unfallbeteiligten leicht verletzt. Sie konnten nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Den entstandenen Schaden beziffert die Polizei auf 55.000 Euro. An den drei hauptsächlich beteiligten Autos entstand Totalschaden.

Die Bundesstraße wurde am Mittwoch erneut für eine Stunde gesperrt. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen der unklaren Ursache ein Rekonstruktionsgutachten in Auftrag gegeben.


112-magazin.de berichtete am Dienstag über den Verkehrsunfall:
Schwerer Unfall: Elf Verletzte, drei Rettungshubschrauber (04.03.2014, mit Fotos)

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 05. März 2014 um 19:49 Uhr