Frontal gegen 40-Tonner: 72-Jähriger stirbt bei Unfall

Mittwoch, den 12. Februar 2014 um 17:39 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel

STADTALLENDORF. Tödliche Verletzungen hat ein 72 Jahre alter Autofahrer bei einem Frontalzusammenstoß mit einem 40-Tonner erlitten. Der Rentner war aus bislang ungeklärten Gründen am Mittwoch zwischen Neustadt und Stadtallendorf auf die Gegenspur der Bundesstraße 454 geraten.

Der Lastwagenfahrer erlitt leichtere Verletzungen. Zur Klärung des Unfallhergangs zog die Polizei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Marburg einen Kraftfahrzeugsachverständigen hinzu. Nach ersten Ermittlungen war der 72-Jährige mit seinem Auto gegen 13.20 Uhr unterwegs von Neustadt nach Stadtallendorf. Der Fahrer geriet aus unbekannten Gründen auf der geraden, gut ausgebauten und übersichtlichen, trockenen Strecke in den Gegenverkehr und stieß frontal mit dem entgegenkommenden 40-Tonner zusammen.

Die Wucht der Kollision schleuderte den vorne völlig zerstörten Wagen zurück bis auf die unbefestigte Bankette. Die Feuerwehr musste den eingeklemmten Fahrer unter Einsatz von hydraulischem Gerät aus dem Wrack herausschneiden. Für den 72-Jährigen aus Stadtallendorf kam jede Hilfe zu spät.

Der am Unfallort ansprechbare 42-jährige Lastwagenfahrer erlitt keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Er kam dennoch ins Krankenhaus. Durch den Zusammenstoß kam sein mit Sand beladener Sattelzug von der Straße ab und fuhr durch eine Böschungmulde. Dabei schob der Lastwagen soviel Erde vor sich her, dass diese sich fast bis zur Scheibe hochtürmte. Vermutlich entstand dabei ein Schaden am Motor, eine geringe Menge von Betriebsstoffen drang ins Erdreich. Die Polizei informierte daher die Untere Wasserbehörde.

Aus einem Polizeihubschrauber ließen die Beamten zudem Luftbilder der Unfallstelle aufnehmen. Auf der Bundesstraße 454 kam es ab 13.30 Uhr über mehrere Stunden zu erheblichen und noch bis in den frühen Abend andauernden Verkehrsbehinderungen durch die Vollsperrung zur Unfallrekonstruktion durch den Sachverständigen und die Bergungs- und Aufräumarbeiten. Angaben über die Schadenshöhe machte Polizeisprecher Martin Ahlich nicht.