Brand einer Scheune in Deute - Feuerwehr rettet Pferd

Mittwoch, den 25. Dezember 2019 um 08:42 Uhr Verfasst von  Ulrich Brandenstein (nh24)
Im Gudensberger Ortsteil Deute (Schwalm-Eder-Kreis) brannte am 23. Dezember eine Scheune - über 100 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer. Im Gudensberger Ortsteil Deute (Schwalm-Eder-Kreis) brannte am 23. Dezember eine Scheune - über 100 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer. Foto: Freiwillige Feuerwehr Gudensberg

GUDENSBERG.  Am Montag, 23. Dezember 2019, um 22.15 Uhr, wurde der Brand eines Pferdestalles im Gudensberger Ortsteil Deute gemeldet - Polizei, Feuerwehren aus Gudensberg, THW und Retter des DRK waren stundenlang im Einsatz.

Bei Eintreffen der Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei stand der freistehende Stall bereits in Vollbrand. Dieser wurde zur Heulagerung und als Pferdeunterstand genutzt. Alle Tiere dort konnten gerettet werden. Aufgrund des Brandes und der Rauchentwicklung musste die dort verlaufende Bundesstraße 254 voll gesperrt werden. Sämtliche Feuerwehren der Stadt Gudensberg waren seit 22.15 Uhr in einem Einsatz. Immerhin konnte ein Übergreifen des Feuers auf den direkt angrenzenden Wald (Lotterberg) verhindert werden. Das Gebäude diente als Unterstand für 13 Pferde und Lagerraum für Stroh- und Heuballen. Gegen 22.15 Uhr wurde die Wehren Dissen und Deute alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde erkannt, dass das Gebäude direkt am Waldrand steht. Aus diesem Grund wurde Vollalarm für alle Gudensberger Feuerwehren ausgelöst. Geleitet wurde der Einsatz von Stadtbrandinspektor Markus Iffert und seiner Stellvertreterin Katrin Möbus. Von den ersten Einsatzkräften konnte ein Pferd aus dem brennenden Gebäude gerettet werden, die anderen 12 hatten den Stall bereits verlassen und hielten sich auf der angrenzenden Wiese auf. Ein Traktor wurde ein Raub der Flammen. Erhebliche Probleme bereitet die Versorgung mit Löschwasser, das das Gebäude relativ weit vom Ortsrand entfernt steht. Eine 300 Meter lange Schlauchleitung wurde zuerst vom Hochbehälter Deute durch ein Waldstück verlegt. Eine weitere, fast 1000 Meter Leitung verlegte die Kräfte vom Ortsausgang Deute in Richtung Dissen entlang der B 254. Die Bundesstraße war deshalb bis in die Vormittagsstunden voll gesperrt.

Ein Lagebild machte sich auch Bürgermeister Frank Börner vor Ort. Weiterhin waren der stv. Kreisbrandinspektor Michael von Bredow, der Brandschutzaufsichtsdienst des Landkreises und Landrat Winfried Becker vor Ort. Nach ca. zwei Stunden war der Brand unter Kontrollen, aber noch nicht völlig gelöscht. Da die Ballen weiterhin immer wieder aufflammten, wurde das THW mit Radladern angefordert. Mit Radladern sind die Ballen auf eine Wiese gefahren worden und wurden dort aufgelöst und abgelöscht. Diese Maßnahme dauerte immerhin bis gegen 7 Uhr am Heiligabend.

Um 8 Uhr konnte Feuer aus gemeldet werden und die Kräfte fingen mit dem Rückbau der Gerätschaften an. Durch die anhaltenden Niederschläge in den letzten Tagen und das Löschwasser hatte sich der Einsatzort in eine Schlammwüste verwandelt. Entsprechend sahen die Einsatzanzüge der Frauen und Männer aus, nicht zu reden, von den Schläuchen. Im Feuerwehrhaus Gudensberg wurden alle Fahrzeuge soweit wieder aufgerüstet, dass sie wieder einsatzbereit sind.

Neben 92 Frauen und Männern der Gudensberger Feuerwehren waren das THW Homberg und Bad Hersfeld mit 18 Kräften vor Ort. Weiterhin das DRK Gudensberg und der Verflegungstrupp des DRK Körle, die Straßenmeisterei Gudensberg und Polizeikräfte aus Fritzlar. Die Schadennshöhe berträgt mindestens 100.000 Euro. (nh24)

Mehr Informationen und eine Bildergalerie finden Sie auf der Internetseite der Freiwiligen Feuerwehr Gudenberg.

Link: Scheuenbrand Deute am 23. Dezember 2019

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 25. Dezember 2019 um 09:17 Uhr