Kanal verstopft - Wasser in den Kellern

Freitag, den 06. Januar 2012 um 21:08 Uhr Verfasst von 
Das Wasser staute sich aus dem verstopften Kanal in die Abflüsse und Toiletten der Keller in der Bergstraße zurück und lief dort über. Das Wasser staute sich aus dem verstopften Kanal in die Abflüsse und Toiletten der Keller in der Bergstraße zurück und lief dort über. Fotos: Matthias Böhl

BAD LAASPHE. Die starken Regenfälle haben am Donnerstag in Bad Laasphe in der Bergstraße für volle Keller gesorgt. Die Feuerwehr musste anrücken und die Keller leer pumpen.

Angefangen hatte es bei der Familie Wittmann ganz harmlos: "Gegen Vormittag musste ich etwas aus dem Keller holen. Da war noch alles normal", erzählt Norbert Wittmann, Anwohner in der Bergstraße. Als der Hausbesitzer nur eine halbe Stunde später erneut in den Keller musste, stand das Wasser dort dort bereits 25 cm hoch. Dabei hatte sich nicht aber das Wasser aus der nahe gelegenen Laasphe hochgedrückt, sondern die verstopften Abwasserkanäle auf der Bergstraße hatten die großen Mengen nicht mehr fassen können und das Wasser hatte sich zurückgestaut und war durch Abflüsse und Toiletten hoch gekommen. Dabei war jedoch nicht nur das Haus der Familie Wittmann betroffen, auch in den Nachbarhäusern waren die Keller voll gelaufen.
Mitarbeiter von Bauhof und Wasserwerken waren zusammen mit der Feuerwehr auf Ursachensuche gegangen und suchten nach dem Bereich, in dem der Kanal verstopft war. Da die Bergstraße zurzeit saniert wird und nur eine Schotterdecke hat, wurde sie mit Metalldetektoren nach den darunter liegenden Kanaldeckeln abgesucht. Diese wurden dann nach und nach mit einem Bagger abgehoben und die Schächte kontrolliert. Schließlich konnte der verstopfte Schacht ausgemacht und von einem Spülwagen einer Entsorgungsfirma frei gespült werden.


Für Familie Wittmann und die Nachbarn war es trotzdem ärgerlich und es ist hoher Schaden entstanden: "Ich musste die Elektrogeräte ins Trockene räumen, sowie den Wäschetrockner hochstellen und den gesamten Boden frei räumen", erzählt der Hausbesitzer.

Die Feuerwehr konnte ihm nur bedingt helfen, da die Pumpen erst ab einem gewissen Wasserpegel saugen können. Deshalb musste sich Norbert Wittmann extra zwei eigene Pumpen mit 40 Meter Schlauch kaufen und hofft nun, dass er für die finanziellen Schäden Ersatz bekommt.