Brand in Wohnhaus: Drei Menschen in Lebensgefahr

Dienstag, den 17. März 2015 um 15:44 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Etwa 75 Feuerwehrleute und ein Großaufgebot des Rettungsdienstes rückten zu dem Brand aus. Etwa 75 Feuerwehrleute und ein Großaufgebot des Rettungsdienstes rückten zu dem Brand aus. Foto: pfa/Archiv

STADTALLENDORF. Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Stadtallendorf sind am frühen Dienstagmorgen drei Bewohner lebensgefährlich verletzt worden. Das Feuer löste einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Das Haus, in dem 37 Menschen gemeldet sind, ist derzeit nicht mehr bewohnbar.

Das Feuer brach aus derzeit noch ungeklärten Gründen in einem Mehrparteienhaus in der Spaltanlage aus. Nach Informationen vom frühen Nachmittag befinden sich sechs Hausbewohner mit unterschiedlich schweren, in drei Fällen lebensbedrohlichen Verletzungen im Krankenhaus. Eine Feuerwehrfrau musste sich ebenfalls in ärztliche Behandlung begeben. Die Schadenshöhe steht nicht fest. Ebenso kann derzeit nicht gesagt werden, wann die Bewohner wieder in ihre Wohnungen können.

75 Einsatzkräfte der Feuerwehr, etwa 50 des Rettungsdienstes, mehrere Notärzte und die Polizei eilten nach der Alarmierung um 5.49 Uhr in die Spaltanlage. Dort drangen starker Qualm und Hitze aus einem Wohnhaus, in dem 37 Personen unterschiedlichster Nationalitäten gemeldet sind. Etliche Menschen befanden sich bereits vor dem Haus, andere standen an den Fenstern und konnten das Haus aufgrund der Rauch- und Hitzeentwicklung nicht mehr verlassen. Sie wurden über Leitern gerettet.

Das Haus ist vor weiteren Untersuchungen zu den Brandfolgen und neuerlichen Schadstoffmessungen nicht dauerhaft bewohnbar. Die Stadt Stadtallendorf und die Feuerwehr kümmern sich um die vorübergehende Unterbringung der Bewohner. An der Verletztensammelstelle der Feuerwehr erfolgte die Behandlung von insgesamt 21 Menschen. 16 von ihnen wurden nach Sichtung und entsprechenden Messungen entlassen. Sechs kamen allerdings sofort ins Krankenhaus. "Für drei besteht Lebensgefahr", sagte Polizeisprecher Martin Ahlich. Der angeforderte Rettungshubschrauber kam nicht zum Einsatz.

Keine Hinweise auf Brandstiftung
Die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei Marburg haben die Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund der starken Brandfolgen können sich die Beamten heute jedoch zunächst nur einen groben Überblick verschaffen. Eingehende Untersuchungen zur Brandursache können frühestens am Mittwoch erfolgen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen gehen die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei davon aus, dass das Geschehen keinen ausländerfeindlichen Hintergrund hat. Die ersten Ermittlungen und Befragungen ergaben keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung.

Zuletzt geändert am Dienstag, den 17. März 2015 um 15:53 Uhr