Artikel nach Markierung anzeigen: Wachtelhunde

Jagdhunde bei Gembeck entlaufen

Samstag, den 30. November 2019 um 11:32 Uhr
GEMBECK/GUT FREDERINGHAUSEN. Zwischen Gembeck und Gut Frederinghausen sind am Samstagvormittag zwei Jagdhunde entlaufen. Die Wachtelhunde verschwanden in einem Waldstück und sind seitdem nicht mehr aufzufinden. Beide Hunde sind gechipt und haben gelbe Westen angelegt bekommen.Die…
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Zwei Wachtelhunde in Diemelstadt-Wrexen entlaufen

Mittwoch, den 13. Februar 2019 um 19:37 Uhr
DIEMELSTADT/WREXEN. Am Mittwoch sind gegen 15.30 Uhr die beiden Wachtelhunde Hänsel und Henry entlaufen. Zuletzt gesehen wurden die beiden in der Rhodener Straße 16 in Wrexen. Hänsel hat weißes Fell, sein Kopf ist braun. Henry ist…
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Wildschaden über Weihnachten

Mittwoch, den 26. Dezember 2012 um 12:35 Uhr

DIEMELSEE. Die Weihnachstfeiertage am Diemelsee werden in diesem Jahr durch Schneeschmelze und Dauerregen begleitet. Ein Grund mehr mir Sorgen über die nun auftretenden Wildschäden zu machen. Durch die aufgeweichten Wiesen werden die Sauen magisch angezogen um nach Würmern, Käfern und Mäusen zu suchen. Das sie dabei hektarweise Grünland verwüsten und den Jagdpächtern und Landwirten enorme Schäden zufügen, wissen diese borstigen Gesellen natürlich nicht.  

Ich entschließe mich daher in den frühen Morgenstunden an einen Wiesenkopf bei Bauer Pohlmann zu pirschen und auf den Rückwechsel auf Sauen zu passen. Schön ist, dass der Schadhügel nicht zu unserem Revier gehört, vielmehr hat der Jagdnachbar den Arger und die Kosten zu tragen. Die Wiese ist nämlich komplett in den vorangegangenen Nächten umgebrochen worden.

Gesagt,getan, die beiden Wachtelhunde EMMA und KIRA werden gegen 6:00 Uhr in den Jimny gehoben, die Waffe ( Mauser M03 ) im Kaliber 9,3 x 62 auf dem Vordersitz verstaut, das Zeiss Glas umgehängt und schon sind wir auf dem Weg über die Diemelbrücke Richtung Stormbruch unterwegs. Leiser Nieselregen begleitet mein Anpirschen, die Sicht ist verhältnismäßig gut und als ich um Bauer Zechers Fichten herum pirsche erkenne ich schemenhaft eine Sau im  8 x 68.

Nun heisst es  keine Zeit verlieren, ich umschlage den Fichtenbestand und schiebe mich an die in der Wiese befindliche Rindertränke heran. Die Entfernung zur Sau beträgt etwas mehr als 70 Meter, allein die Sau steht im Revier des Nachbarn. Meine kleine Wachtelhündin EMMA  habe ich an der Leine, ich möchte kein Risiko eingehen, durch die letzten Drückjagden ist sie voller Adrenalin und eine Hatz möchte ich nicht riskieren. Ich gehe davon aus, dass die Sau den kürzesten Weg  zur nächsten Dickung nimmt und das bedeutet, dass die Sau an mir vorbei ziehen muss um ihren Einstand zu erreichen.

Banges warten von ca. 15 Minuten, in der die Sau auch den letzten grünen Streifen der Wiese umbricht, lässt mein Jagdfieber steigen. Wie wird sich der Schwarzkittel entscheiden? Wechselt er in die Eschenseite oder in den Hagen? Nun, Diana ist mir und meiner Hündin am frühen Morgen des 26. Dezember hold. Der Frischling, der seltsamerweise allein unterwegs ist, zieht etwa 50 Meter an uns vorbei, die junge Wachtelhündin gibt keinen Laut von sich, der Körper vibriert unter dem Beutetrieb, gespannt verfolgt sie das Geschehen als ich die Waffe anbacke und der Rotpunkt auf dem Teller der Sau mitzieht...Einstechen und Schuss, das 18 Gramm  Geschoss durchschlägt das Genick des Frischlings und die Sau bricht im Knall des Schusses zusammen.

Nun schnalle ich die Hündin und schicke sie voran. Vorsichtig nähert sie sich der Sau, hat sie doch bei den letzten Jagden schmerzhaft  erleben müssen, dass Sauen sich auch wehren können. Nachdem sie festgestellt hat, dass kein Leben mehr  in dem Schwarzkittel ist, wird die Sau gebeutelt. Ich lasse sie gewähren und entlade meine Waffe, nehme mein Jagdmesser und breche die Sau auf. Das Herz und die Leber wird zwischen den beiden Hündinnen aufgeteilt. Das hat den Vorteil, dass ich heute das Hundefutter gespart habe, wichtiger aber ist, dass die Hunde nach erfolgreicher Jagd " Ihren Anteil " an der Beute erhalten.

 

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Mondansitz - Vier auf einen Streich

Montag, den 01. Oktober 2012 um 06:23 Uhr

 

DIEMELSEE/ESCHENSEITE. Es ist immer wieder ein ergreifender Augenblick im Leben eines Jägers, insbesondere des passionierten Schwarzwildjägers wenn er - einmal im Monat - die Büchse schultert und im Mondlicht den Sauen nachstellen kann.

Am 30. September bespreche ich mich mit Karl Brocke, welche Ansitzeinrichtungen  für die Sauenjagd bei Vollmond besonders interessant sind. Karl entscheidet sich für den neuen Drückjagdbock in den Buchenrauschen, ich werde am Holzplatz die neue Leiter besetzen. Wärend Karl bereits um 18:00 Uhr sitzt, besteige ich meine Leiter um 19:15 Uhr. Um 19.30 erblicke ich bereits einen starken Waschbären, den ich mit der M03 auf 40 Meter strecke. Das fängt gut an denke ich mir und erlege 2 weitere Bären bei gutem Mondlicht. Meine Wachtelhündin Emma apportiert die drei Bären und mir ist klar, das ich auf Sauen nicht mehr passen muss. Ich will gerade meine letzte Patrone aus der Waffe nehmen, da höre ich, dass aus Richtung Bontkirchen Sauen anwechseln. 2 Bachen mit 15 Frischlingen suchen in den Mastbäumen nach runtergefallenen Eicheln. Ich nehme den schwächsten in´s Visier und strecke den 25 Kilo Frischling mit der 9,3 x 62. Das Keilerchen wird an Ort und Stelle aufgebrochen, die Hunde erhalten das ( zerschossene ) Herz und die Leber. Karl Brocke hilft mir den Frischling an seinem Hause aufzuhängen und schon bin ich auf dem Weg nach Heringhausen um am  lodernden Kamin die Geschichte mit meiner Frau zu besprechen.

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Bontkirchen - Erfolgreiche Maisdrückjagd

Sonntag, den 30. September 2012 um 16:06 Uhr

 

MESSINGHAUSEN/HOPPECKE.  Die Einladung zur Maisdrückjagd wurde mir von Erich Glück per E-Mail gesendet. Kurz und bündig: Maisjagd bei Rufolf Kräling, Treffpunkt Parkplatz Bontkirchen, 10:00 Uhr. Bring deine Hunde mit.  Und so kam es, das ich pünktlich um  10:00 Uhr am Treffpunkt war. Jagdscheinkontrolle durch den Beständer und Jagdleiter Rudolf Kräling, kurze aber präzise Ansage mit  Sicherheitsbestimmungen  und schon sind wir auf dem Weg in´s Hoppeketal. Hier gehen die Sauen trotz Einzäunung extrem zu Schaden. Erich hat seinen Wachtel Fin und ich meine beiden Wachtelhündinnen Kira und Emma dabei, dazu kommt der DD Rüde von Stefan Völlmecke aus Recklinghausen. Die Terrier der Hundemeute gehen direkt durch das Maisfeld während wir eine Fichtendickung durchstöbern. Meine beiden Wachtelhündinnen haben direkten Kontakt mit der ersten Sau, ein 30 Kilo Frischling, der nach hinten durch die eigenen Reihen entweicht und - unbeschossen - sein Heil in der Flucht sucht. Zwei weitere  Sauen werden nach ca. 200 Metern hochgemacht - auch hier weiss kein Mensch wo die sich gedrückt haben - und verschwinden im Bachlauf der Hoppeke. Im Maisfeld, das die Terrier durchstöbern, ist keine Sau zu finden. Also, Hunde an den Riemen, kurze Erfrischung an den Autos und dann zum nächsten Maisschlag. Hier vereinigen sich die Terrier mit den Wachteln und nun geht die Post ab. Das kollektive Jagen der Hunde und das disziplinierte Verhalten der Treiber lassen die erste Sau schon nach wenigen Minuten das schützende Maisfeld verlassen. Ein Schuss, Treffer, Sau tot. Nun geht es weiter, ein Keiler rauscht an mir vorbei, ca. 60 Kilo schwer, die Hunde hinterher. Kreuz und quer geht die wilde Hatz durch den Maisschlag, Hunde Treiber und Sau zeigen nach ca. 1 Stunde die ersten Ermüdungserscheinungen. Immer wieder werden die Hunde geschlagen, Fin der Wachtelrüde von  Erich Glück schweisst  erheblich, die Wachtelhündin Emma erhält ebenfalls Schmisse, auch die tapferen Terrier leiden unter dem Druck des Keilers. Nun denke ich mir eine Strategie aus...Ich positioniere mich in einer Reihe des Maisschlages, die restlichen Treiber stehen links von mir, die Hunde stellen die Sau rechts von mir. Ich lege mich auf den Bauch, gehe mit der Mauser 8 x 68 S so in Stellung, dass ich durch die Reihe schießen kann ohne dahinter irgend jemanden zu verletzen.  Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Wechselt die Sau hinter mir durch, habe ich Pech gehabt. Kommt der Keiler vor mir durch ereilt ihn das Schicksal der Mauser 66 . Ich steche die Waffe ein und gehe in der ungefähren Höhe der Sau  in Schussposition. Ich habe nur eine Millisekunde um die Sau zu treffen. Und schon höre ich die Sau anwechseln, sehe das Gebräch in der 1,5 -fachen Vergrößerung und drücke ab. Schuss..Sau tot.  Die heraneilenden Hunde beuteln die tote Sau und nehmen diese so in Besitz. Der Treiberführer der Terrier kommt herbei und sagt dankbar:" Endlich ist der Keiler gestreckt, der hat unsere Hunde ganz schön geschlagen. Noch ein paar Minuten und es wäre noch schlimmer für die Hunde geworden ". Voller entsetzen sehen wir, das Fin der Wachtelrüde zusammen sinkt, er ist stark am Bluten, Erich nimmt ihn auf seine Arme und trägt den treuen Jagdgefährten zum Verarzten  aus dem Maisfeld. Die Terrier werden ebenfalls im Anschluss verarztet.

Fazit: Mit zwei Schuss wurden zwei Sauen gestreckt, die Hunde haben gelitten aber keine tödlichen Verletzungen erhalten . Diszipliniert waren vor allem Karl Brocke, Stefan Völlmeke und Elmar Grüther, die den Keiler des öftern in der zweiten Maisreihe gesichtet aber nicht beschossen haben. Allerdings zeigt sich auch an diesem Beispiel wie bei Wildmeister Hilpich im Maisjagdseminar angesprochen: Wenige gute Schützen und eine gut aufeinander abgestimmte Hundemeute entscheiden über den Erfolg einer Maisjagd. Und zwar in den ersten 15 Minten...alles andere kostet Hunde ! Wir haben gestern gesehen, Hilpich hat Recht !!

Text: Klaus Rohde

 

 

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