Porsche Boxster kracht unter Leitplanke hindurch / VIDEO

Montag, den 03. Oktober 2016 um 19:11 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel

MÜNDEN. Riesiges Glück im Unglück hatte am Montagnachmittag ein Porschefahrer bei einem Unfall am Ortsausgang von Münden: Der 51-Jährige schleuderte mit seinem offenen Boxster unter der Leitplanke hindurch und wurde nur leicht verletzt. Scheinbar fuhr ein Schutzengel mit...

Der 51-Jährige aus einem Lichtenfelser Stadtteil befuhr gegen 17 Uhr mit seinem Porsche Boxster die Medebacher Straße / L 617 von Münden kommend in Fahrtrichtung Medebach. Wenige Meter hinter dem Ortsausgang von Münden verlor der allein im Wagen sitzende Mann ausgangs einer leichten Linkskurve die Kontrolle über seinen Sportwagen. Das Fahrzeug kam nach links von der Straße ab und prallte gegen die Leitplanke.

Die Wucht des Aufpralls riss zwei Pfosten der Schutzeinrichtung heraus, die Leitplanke gab dadurch nach oben nach und es bildete sich ein "Schlupfloch" für den flachen Porsche. Das Auto schleuderte hindurch und blieb einige Meter weiter an der steilen Böschung oberhalb des Flusses Orke stehen. Die per Notruf verständigte Leitstelle alarmierte einen Rettungswagen sowie die Feuerwehren aus Münden, Sachsenberg, Rhadern und Goddelsheim.

Wenig später trafen zuerst die Brandschützer aus Münden an der Unfallstelle ein. Mit Feuerwehrleinen sicherten sie sofort den Porsche gegen ein weiteres Abrutschen an der Böschung. Anschließend halfen die Mündener Kameraden dem Fahrer aus dem Auto - er war nur leicht verletzt und konnte den steilen Abhang zur Straße selbst hinaufgehen. Die Besatzung des aus Dalwigksthal zum Unfallort geeilten Rettungswagens brachte den Lichtenfelser vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus nach Korbach.

Die Lichtenfelser Feuerwehrleute unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Dirk Klein sicherten zudem die Unfallstelle ab, reinigten die Fahrbahn und regelten im Auftrag der zuständigen Frankenberger Polizei den Verkehr an der halbseitig gesperrten Unfallstelle. Außerdem unterstützten sie später das Abschleppunternehmen bei der Bergung des Wagens. Die Medebacher Feuerwehr, die ebenfalls nach Münden geeilt war, brauchte nicht mehr einzugreifen. Die Polizei gab den Schaden in einer ersten Schätzung mit mindestens 20.000 Euro an.

Angesichts des Unfallhergangs und den Schadens, vor allem an der Windschutzscheibe, ist es ein Wunder, dass der 51-Jährige nicht schwerer verletzt wurde oder der Porsche in die Orke stürzte. "So was hat man auch nicht alle Tage", sagte ein Mündener Feuerwehrmann. (pfa) 

Zuletzt geändert am Montag, den 03. Oktober 2016 um 22:49 Uhr

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