Unfall: Vier Schwerverletzte, einer in Lebensgefahr / VIDEO

Sonntag, den 05. Oktober 2014 um 03:03 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Der mit vier Personen besetzte Wagen stürzte etwa zehn Meter tief eine Böschung hinab. Der mit vier Personen besetzte Wagen stürzte etwa zehn Meter tief eine Böschung hinab. Foto: pfa

ADORF/BENKHAUSEN. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Aartalstraße zwischen Adorf und Flechtdorf ist in der Nacht zu Sonntag ein Auto eine Böschung etwa zehn Meter hinabgestürzt. Alle vier Insassen erlitten schwere Verletzungen, ein 19-Jähriger schwebt in Lebensgefahr. Ihn musste die Feuerwehr möglichst schnell aus dem Wrack retten und trennte bei der sogenannten Crashrettung das Fahrzeugdach des Wagens ab.

Eine 37 Jahre alte Audifahrerin aus der Großgemeinde Diemelsee und ihre drei Mitfahrer - ein 19-Jähriger aus Diemelsee, ein 21 Jahre alter Mann aus Diemelstadt sowie ein im Ausland lebender 32-jähriger Besucher - waren gegen Mitternacht aus Richtung Adorf kommend in Richtung Korbach unterwegs. Zwischen Adorf und der Abfahrt nach Benkhausen überholte die Frau einen anderen Wagen. Wenig später, ausgangs einer Linkskurve kurz vor dem Parkplatz am Abzweig nach Benkhausen, verlor die 37-Jährige aus bislang noch unbekannten Gründen die Kontrolle über den Audi.

Das Auto kam nach rechts von der L 3076 ab, schleuderte schräg die Böschung hinunter, drehte sich, stieß mit dem Heck gegen einen Baum und kam schließlich einige Meter weiter unten auf einem Bachlauf zum Stillstand. Die vier Insassen zogen sich beim Aufprall schwere Verletzungen zu. Wenige Augenblicke nach dem schweren Unfall kam der zuvor überholte Autofahrer hinzu, er setzte umgehend den Notruf ab. Daraufhin alarmierte die Leitstelle die Feuerwehren aus Adorf und Flechtdorf, die Notärzte aus Bad Arolsen und Korbach sowie die Besatzungen von insgesamt vier Rettungswagen. Außerdem eilte eine Streifenwagenbesatzung der Korbacher Polizei zur Unfallstelle. Weil auch Angehörige der Verletzten zum Unfallort gekommen waren, forderte Einsatzleiter Torsten Behle über die Leitstelle die Notfallseelsorge an.

Abhang eine Herausforderung für die Einsatzkräfte
Die Brandschützer und auch das medizinische Personal mussten sämtliche Geräte die steile Böschung hinuntertragen. Um den Einsatzkräften die nötige Sicherheit zu bieten, legten Feuerwehrleute mehrere Steckleiterteile an den Hang und spannten Leinen. Beim Eintreffen der Feuerwehr und des ersten Rettungswagens waren drei der vier Verletzten nicht mehr im Fahrzeug, lediglich der lebensgefährlich verletzte 19-Jährige lag noch auf der Rückbank des völlig zerstörten Wagens. In enger Zusammenarbeit befreiten die Einsatzkräfte ihn und trennten dazu mit der Rettungsschere das Fahrzeugdach ab. Die Verletzten wurden mit Spindeboards die Böschung hinaufgetragen und dann in den vier Rettungswagen weiterversorgt, bevor sie schließlich in umliegende Krankenhäuser eingeliefert wurden.

Die Aartalstraße blieb während der Rettungs- und Bergungsarbeiten voll gesperrt. Auf der Strecke kommt es immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen. Erst Mitte März hatte ein 35-Jähriger tödliche Verletzungen bei einem nächtlichen Unfall erlitten. Das Unglück war nur wenige Meter von der aktuellen Unfallstelle entfernt passiert.


112-magazin.de berichtete über den tödlichen Unfall:
Gegen Baum: Fahrer stirbt, Beifahrer schwer verletzt (14.03.2014, mit Video/Fotos)

Zuletzt geändert am Sonntag, den 05. Oktober 2014 um 17:29 Uhr

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