Eisglätte: Frontalzusammenstoß fordert zwei Verletzte / VIDEO

Freitag, den 20. Dezember 2013 um 21:43 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die 18 Jahre alte Fahrerin dieses Wagens wurde ebenso verletzt wie ein 59-jähriger Volvofahrer. Die 18 Jahre alte Fahrerin dieses Wagens wurde ebenso verletzt wie ein 59-jähriger Volvofahrer. Foto: pfa

BENKHAUSEN/ADORF. Plötzliche Straßenglätte in einer Kurve der Kreisstraße 73 zwischen Benkhausen und Adorf hat am Freitagabend zu einem Frontalzusammenstoß mit zwei Verletzten geführt. Eines der Autos kam nach der Kollision von der Fahrbahn ab und schleuderte in eine Wiese.

Eine 18 Jahre alte Frau aus Medebach befuhr gegen 19.45 Uhr die kleine Kreisstraße aus Richtung Adorf kommend in Richtung Benkhausen. Als sie mit ihrem Honda Jazz über eine Kuppe kam und auf eine Senke zusteuerte, schleuderte ein entgegenkommender Volvo auf ihre Spur und rammte den Kleinwagen frontal. Der Honda der 18-Jährigen schleuderte herum und kam quer auf der Fahrbahn zum Stillstand. Der Volvo, den ein 59 Jahre alter Mann aus Haselünne steuerte, kam nach rechts von der Kreisstraße ab und blieb teils an der Böschung und teils auf einer Wiese stehen. An der Unfallstelle herrschte Eisglätte, obwohl die Außentemperaturen bei etwa drei Grad Celsius lagen.

Beide Unfallbeteiligte, die allein in ihren Autos saßen, wurden bei dem Unfall verletzt - nach Polizeiangaben handelt es sich aber nicht um gravierende Verletzungen. Dennoch rückten der Korbacher Notarzt und die Besatzungen zweier Rettungswagen aus. Die Einsatzkräfte lieferten beide Verletzte zur weiteren Untersuchung und Behandlung ins Korbacher Krankenhaus ein.

Weil eines der Autos angeblich brannte, alarmierte die Leitstelle neben dem Rettungsdienst auch die Feuerwehren aus Benkhausen und Adorf. Die Brandschützer unter Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors Karl-Wilhelm Römer trafen vor den Rettungskräften ein und leisteten Erste Hilfe. Zu löschen brauchten die insgesamt 31 Feuerwehrleute aber nichts - keines der Autos brannte. Möglicherweise habe die junge Frau den Staub des gezündeten Airbags als Rauch gedeutet und befürchtet, ihr Wagen könne brennen, hieß es an der Unfallstelle.

Die Brandschützer sicherten die Einsatzstelle ab, warnten die Besatzungen der hinzu kommenden DRK-Fahrzeuge vor der Glätte, unterstützten den Rettungsdienst und halfen dem Abschleppdienst beim Bergen der beiden total beschädigten Fahrzeuge - die Polizei gab den Gesamtschaden am Abend mit 14.000 Euro an.


In der Nacht zu Samstag gab es weitere Glätteunfälle:
Auf glatter B 251 überholt: Drei Schwerverletzte (21.12.2013, mit Video u. Fotos)
Glätte: Taxi kommt von Straße ab und kippt um (21.12.2013, mit Video u. Fotos)

Zuletzt geändert am Samstag, den 21. Dezember 2013 um 19:19 Uhr

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