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Sekundenschlaf Ursache für Unfall mit elf Verletzten

Freitag, den 22. August 2014 um 13:18 Uhr
MEDEBACH/WINTERBERG. Fünfeinhalb Monate nach einem schweren Verkehrsunfall bei Winterberg hat das Amtsgericht Medebach einen 44 Jahre alten Mann aus Waldeck-Frankenberg zu einer Geldstrafe von 2800 Euro verurteilt. Das erklärte Richter Ralf Fischer, Direktor des Amtsgerichts,…
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Jugendbande klaut Porsche und räumt Tresor aus

Donnerstag, den 21. November 2013 um 18:20 Uhr
WALDECK-FRANKENBERG. Vier junge Männer aus dem Landkreis müssen sich seit Donnerstag vor dem Korbacher Amtsgericht verantworten. Die Liste der Vorwürfe ist lang, unter anderem sollen sie einen Porsche und einen Lkw gestohlen und mehrere tausend…
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Betrüger hauen Insolvenzschuldner übers Ohr

Freitag, den 20. September 2013 um 11:54 Uhr
WALDECK-FRANKENBERG. Vor einer neuen Betrugsmasche in Nordhessen warnen Staatsanwaltschaft und Gerichte. Eine "PAZ Justizzentralstelle" fordert derzeit private Insolvenzschuldner auf, für die von ihnen beantragte Restschuldbefreiung einen Betrag von 79 Euro zu bezahlen. Die Rechnungen zur…
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Mit dem Fahrrad auf Diebestour

Mittwoch, den 10. April 2013 um 17:40 Uhr

LICHTENFELS/KORBACH. Die Liste der Vorwürfe ist lang. In 18 Fällen soll ein Waldeck-Frankenberger von Juli bis zu seiner Festnahme im Oktober 2012 vor allem in Lichtenfels gestohlen haben und in Gebäude eingebrochen sein. Zu den Tatorten gelangte er mit seinem Fahrrad.

Bargeld, Handys, Digitalkameras, EC-Karten, ein Navigationsgerät: Der 31-jährige Mann erbeutete laut der Anklageschrift Wertvolles, um davon seinen Lebensunterhalt zu bezahlen. Am Dienstag stand er vor dem Amtsgericht in Korbach. Acht der 18 Fälle gestand der Angeklagte.

"Nicht alles geht auf meine Kappe", sagte er. Zum Beispiel den Diebstahl von Bargeld aus den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde Sachsenberg stritt er ab. Dagegen gestand er, im August in die Stadtverwaltung in Goddelsheim eingedrungen zu sein und eine Bargeldkasse mit 361,50 Euro gestohlen zu haben. Auch den Einbruch in das Vereinsheim der Kanoniere in Münden räumte er ein. Das war dem Richter und dem Staatsanwalt jedoch zu wenig, um ein Urteil sprechen zu können. Lautete die Aussage des 31-Jährigen während seiner Vernehmung im Oktober doch anders.

"Vor der Polizei haben Sie teilweise abweichende Angaben gemacht", warf ihm der Staatsanwalt vor. Der Angeklagte begründete dies damit, dass er damals unter Einfluss von Drogen stand und verunsichert war. "Ich stand neben mir." Der Druck, immer wieder Drogen für den eigenen Bedarf beschaffen zu müssen, habe ihn dazu gebracht, mehrmals vor allem nachts alleine loszuziehen und Straftaten zu begehen.

"In einer Nacht wachte ich auf, hatte nur noch 30 Euro", sagte der Mann, "aber ich wollte mir Zeugs holen." So beschrieb er die Rauschmittel wie Amphetamin, für die er Geld brauchte. Also setzte er sich aufs Fahrrad und machte sich auf die Suche nach Kupfer, berichtete er am Dienstag. In Rhadern sah er aber ein Auto, in dem ein Portemonnaie und ein Rucksack lagen. Er brach es den Erzählungen zufolge auf, stahl die Dinge und fuhr zurück zu einem Bekannten, wo er übernachtete. Den Aufbruch eines Autos in Rhadern in derselben Nacht bestritt er dagegen. Der Angeklagte ist wohnungs- und arbeitslos. Seit seiner Festnahme befindet er sich in Untersuchungshaft.

Verhandlung ausgesetzt
"Ich war davon ausgegangen, dass der Angeklagte die meisten Fälle gesteht", sagte der Richter in Bezug auf die Anklageschrift. Daher waren keine Zeugen geladen. Jetzt waren sich Richter und Staatsanwalt jedoch einig, dass für die zehn Fälle, die der Angeklagte bestreitet, Zeugen geladen werden sollen. Bis dahin wurde die Verhandlung ausgesetzt. Quelle: HNA

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Wettbüro-Einbruch: 25-Jähriger in Haft

Montag, den 28. Januar 2013 um 12:19 Uhr

KORBACH. Zu zehn Monaten Haft hat das Korbacher Amtsgericht einen jungen Mann aus Nordwaldeck verurteilt. Amtsrichter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling befand den Mann für schuldig, im August 2011 in ein Korbacher Wettbüro eingebrochen zu sein. Weil der Angeklagte wegen einer anderen Tat noch unter Bewährung stand, muss er die Haftstrafe antreten, wenn sie rechtskräftig wird.

Schon Anfang Januar war wegen des Einbruchs verhandelt worden. Am Montag wurde noch ein weiterer Zeuge gehört. Zeugen für die Tat hatte es nicht gegeben. Im Gericht schwieg der 25-Jährige. Und auch Spuren gab es nicht - bis auf einen Blutstropfen, der auf die Spur des Mannes führte. Anhand der Indizien und des Blutstropfen verurteilte Kalhöfer-Köchling den Mann. Er sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte den Einbruch begangen hatte, bei dem etwa 4500 Euro Bargeld erbeutet wurden.

Insider-Wissen
Weil seine damalige Freundin in dem Wettbüro gearbeitet habe, habe er das Wissen gehabt, dass in der Nacht diese Geldmenge in der Kasse lag. Denn normalerweise brachte der Betreiber die Einnahmen regelmäßig zur Bank. Von Insider-Wissen ging der Richter aus, weil bei dem Einbruch gezielt nur nach Geld gesucht wurde. Andere Wertgegenstände wie Flachbildschirme seien nicht beachtet worden.

DNA-Untersuchung führt zu 25-Jährigem
An der mit Sicherheitsglas ausgestatteten Eingangstür hatte die Kriminalpolizei einen Blutstropfen gefunden. Den hatte laut Richter der Täter beim Einschlagen hinterlassen. Und der war dem jungen Mann zum Verhängnis geworden. Denn die DNA-Spur aus diesem Tropfen brachte die Polizei auf die Spur des Nordwaldeckers. Der war polizeibekannt, weil er eine gefährliche Körperverletzung begangen hatte. Wegen dieser Tat, die vor dem früheren Bad Arolser Amtsgericht geahndet worden war, stand der Mann noch unter Bewährung.

Verteidiger wollte Freispruch
Mit den zehn Monaten Haft war Kalhöfer-Köchling dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Auch die sah den Mann anhand der Indizien als den Täter an und hatte sich gegen eine Bewährungsstrafe ausgesprochen. Der Verteidiger plädierte auf Freispruch, weil er die Indizien gegen seinen Mandanten als nicht ausreichend erachtete. Quelle: HNA

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FRANKENBERG. Weil die Berufungskammer am Marburger Landgericht eine Haftstrafe um einen Monat reduziert hat, kann ein Mann aus dem Frankenberger Land seine bereits begonnene Drogentherapie ununterbrochen fortsetzen und muss nicht zwischendurch ins Gefängnis.

Das Amtsgericht Frankenberg hatte den 33-Jährigen wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln zu zwei Jahren und einem Monat verurteilt. Gleichwohl hatte es befürwortet, dass die Strafe zugunsten einer Therapie ausgesetzt wird.

„Das ist absurd“, betonte der Verteidiger des Mannes. Hintergrund: Die Aussetzung ist nur bei einer Höchststrafe von zwei Jahren möglich. Die Staatsanwaltschaft habe in erster Instanz die Auffassung vertreten, dass der Angeklagte einen Monat das Gefängnis kennenlernen sollte und das Gericht sei dem gefolgt, obwohl es die erste Verurteilung seines Mandanten zu einer Freiheitsstrafe gewesen sei.

Da die Berufung auf die Reduzierung des Strafmaßes beschränkt war, ging die Berufungskammer vom erstinstanzlich festgestellten Sachverhalt aus. Der Mann hatte gestanden, seine inzwischen rechtskräftig verurteilte Ehefrau überredet zu haben, mit ihm in die Niederlande zu fahren. Mit 24 Gramm Heroin und vier Gramm Kokain wurden die beiden in Nordhessen bei einer Polizeikontrolle erwischt. Knapp ein Gramm Heroin hatte der Mann bereits unterwegs konsumiert und auch der Rest sei für den Eigenkonsum bestimmt gewesen, so das Urteil vom Juni.

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Vorwurf lautet: Drogenhandel

Donnerstag, den 25. Oktober 2012 um 08:17 Uhr
MARBURG/FRANKENBERG. Vor dem Marburger Amtsgericht muss sich derzeit ein 20-Jähriger aus dem Frankenberger Land wegen Drogenhandels verantworten. Offensichtlich war er Bestandteil eines „Familienunternehmens der nicht wünschenswerten Art“, wie Amtsgerichtsdirektor Cai Adrian Boesken es ausdrückte. Insgesamt…
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Drei Brüder reißen Hochsitz ab - Richterin gnädig

Freitag, den 05. Oktober 2012 um 17:11 Uhr
FRANKENBERG. Drei Brüder – 17, 18 und 20 Jahre alt – haben im Wald einen Hochsitz umgerissen und wollten das Holz mit einem Lkw abtransportieren. Dabei wurden sie vom Jagdaufseher erwischt. Am Donnerstag saßen die…
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Konto im Minus: "Gericht" verlangt Zahlung

Donnerstag, den 09. August 2012 um 09:58 Uhr
REGION. Weil ihr Konto einen Fehlbetrag aufweisen würde, sollte eine 80-Jährige eine "Gebühr" ans Dortmunder Amtsgericht zahlen. Der Trickbetrug flog auf, weil die patente Seniorin nachhakte. Die Frau aus Sundern bekam einen Anruf von einem…

Discoschlägerei landet vor Gericht

Dienstag, den 19. Juni 2012 um 05:18 Uhr

FRANKENBERG. Sie sollen einen 17-Jährigen bewusstlos geschlagen und einen gleichaltrigen, der auf dem Boden lag, getreten haben. Deshalb stehen zwei Männer im Alter von 28 und 23 Jahren in Frankenberg vor Gericht. Um weitere Zeugen zu hören, hat Richterin Andrea Hülshorst in Frankenberg die Verhandlung gestern nach einstündiger Verhandlung vertagt.

Die Männer sind von der Staatsanwaltschaft wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Am 14. Januar sollen sie sich am frühen Morgen vor der Disco Utopia in Geismar eine Schlägerei geliefert haben.

„Ich kann mich nicht an viel erinnern", sagte der 28-jährige Maschinenführer. Er hatte den 23-jährigen Mitangeklagten an dem Abend in einer Kneipe kennengelernt. Gemeinsam zogen sie weiter ins Utopia, wo sie mit einem dritten „Kollegen" weitertranken. Dort kam es zur Schlägerei.

„Ich habe schon viel Scheiße gemacht, aber ich trete keinen, der auf dem Boden liegt", sagte der 23-Jährige. Er hatte bereits Hausverbot in der Disko Utopia. Der Produktionshelfer sagte, er habe draußen an der Bushaltestelle eine Diskussion einer seiner Freunde mit einem anderen gesehen. Die artete in eine Schubserei aus. Er ging dazwischen. „Erst macht der eine einen auf groß, dann kriegt er auf die Fresse, rennt zu seiner Mama und seinem Papa und am Ende sitze ich hier im Gericht", ärgerte sich der Angeklagte. „Jetzt lassen sie mich mal ausreden", maßregelte sein Pflichtverteidiger ihn lautstark, als sein Mandant ihn bei der Befragung mehrmals unterbrochen hatte.

Prügel statt Zigaretten?
„Wir standen an der Bushaltestelle vor der Disco", sagte der Zeuge, der an dem 14. Januar bewusstlos geschlagen wurde. Dann seien die Angeklagten gekommen und hätten sie nach Zigaretten gefragt, erklärte er. Da sie keine gehabt hätten, sei es zu einer Schlägerei gekommen. Folge: Der 17-Jährige musste mit dem Krankenwagen auf die Intensivstation, weil er sich eine Prellung und Schürfwunden zugezogen hatte. Wer ihn zu Boden schlug, wusste der Jugendliche nicht. „Sie wissen, dass sie mit 17 nicht so spät in der Disco sein dürfen", belehrte ihn die Richterin am Rande.

Der zweite 17-jährige Zeuge konnte sich erinnern, dass die Angeklagten auf ihn eingeschlagen hätten. „Mit dem einen lag ich auf dem Boden", sagte er und zeigte auf den 28-Jährigen. Der 23-Jährige habe dann auf ihn eingetreten, entgegen dessen Schilderung.

Der genaue Tathergang blieb aber etwas im Unklaren. Zudem hätte das Security-Personal alles gesehen und dann eingegriffen, sagte der zweite Zeuge. Aus diesem Grund und weil die Türsteher wohl die einzig Nüchternen an diesem Abend gewesen seien, sagte Richterin Hülshorst, sollen sie ebenfalls als Zeugen geladen werden.

Quelle: HNA

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