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Mondansitz - Vier auf einen Streich

Montag, den 01. Oktober 2012 um 06:23 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

 

DIEMELSEE/ESCHENSEITE. Es ist immer wieder ein ergreifender Augenblick im Leben eines Jägers, insbesondere des passionierten Schwarzwildjägers wenn er - einmal im Monat - die Büchse schultert und im Mondlicht den Sauen nachstellen kann.

Am 30. September bespreche ich mich mit Karl Brocke, welche Ansitzeinrichtungen  für die Sauenjagd bei Vollmond besonders interessant sind. Karl entscheidet sich für den neuen Drückjagdbock in den Buchenrauschen, ich werde am Holzplatz die neue Leiter besetzen. Wärend Karl bereits um 18:00 Uhr sitzt, besteige ich meine Leiter um 19:15 Uhr. Um 19.30 erblicke ich bereits einen starken Waschbären, den ich mit der M03 auf 40 Meter strecke. Das fängt gut an denke ich mir und erlege 2 weitere Bären bei gutem Mondlicht. Meine Wachtelhündin Emma apportiert die drei Bären und mir ist klar, das ich auf Sauen nicht mehr passen muss. Ich will gerade meine letzte Patrone aus der Waffe nehmen, da höre ich, dass aus Richtung Bontkirchen Sauen anwechseln. 2 Bachen mit 15 Frischlingen suchen in den Mastbäumen nach runtergefallenen Eicheln. Ich nehme den schwächsten in´s Visier und strecke den 25 Kilo Frischling mit der 9,3 x 62. Das Keilerchen wird an Ort und Stelle aufgebrochen, die Hunde erhalten das ( zerschossene ) Herz und die Leber. Karl Brocke hilft mir den Frischling an seinem Hause aufzuhängen und schon bin ich auf dem Weg nach Heringhausen um am  lodernden Kamin die Geschichte mit meiner Frau zu besprechen.

Traditionelles Kartoffelbraten in Rhena

Montag, den 01. Oktober 2012 um 06:09 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

KORBACH-RHENA. Die Freiwillige Feuerwehr Rhena feiert am Mittwoch, dem 03. Oktober 2012 ab 10:30 Uhr ihr traditionelles Kartoffelbraten. Um 13:00 Uhr erfolgt die offizielle Übergabe des Transportfahrzeuges an die  Feuerwehr.

Bontkirchen - Erfolgreiche Maisdrückjagd

Sonntag, den 30. September 2012 um 16:06 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

 

MESSINGHAUSEN/HOPPECKE.  Die Einladung zur Maisdrückjagd wurde mir von Erich Glück per E-Mail gesendet. Kurz und bündig: Maisjagd bei Rufolf Kräling, Treffpunkt Parkplatz Bontkirchen, 10:00 Uhr. Bring deine Hunde mit.  Und so kam es, das ich pünktlich um  10:00 Uhr am Treffpunkt war. Jagdscheinkontrolle durch den Beständer und Jagdleiter Rudolf Kräling, kurze aber präzise Ansage mit  Sicherheitsbestimmungen  und schon sind wir auf dem Weg in´s Hoppeketal. Hier gehen die Sauen trotz Einzäunung extrem zu Schaden. Erich hat seinen Wachtel Fin und ich meine beiden Wachtelhündinnen Kira und Emma dabei, dazu kommt der DD Rüde von Stefan Völlmecke aus Recklinghausen. Die Terrier der Hundemeute gehen direkt durch das Maisfeld während wir eine Fichtendickung durchstöbern. Meine beiden Wachtelhündinnen haben direkten Kontakt mit der ersten Sau, ein 30 Kilo Frischling, der nach hinten durch die eigenen Reihen entweicht und - unbeschossen - sein Heil in der Flucht sucht. Zwei weitere  Sauen werden nach ca. 200 Metern hochgemacht - auch hier weiss kein Mensch wo die sich gedrückt haben - und verschwinden im Bachlauf der Hoppeke. Im Maisfeld, das die Terrier durchstöbern, ist keine Sau zu finden. Also, Hunde an den Riemen, kurze Erfrischung an den Autos und dann zum nächsten Maisschlag. Hier vereinigen sich die Terrier mit den Wachteln und nun geht die Post ab. Das kollektive Jagen der Hunde und das disziplinierte Verhalten der Treiber lassen die erste Sau schon nach wenigen Minuten das schützende Maisfeld verlassen. Ein Schuss, Treffer, Sau tot. Nun geht es weiter, ein Keiler rauscht an mir vorbei, ca. 60 Kilo schwer, die Hunde hinterher. Kreuz und quer geht die wilde Hatz durch den Maisschlag, Hunde Treiber und Sau zeigen nach ca. 1 Stunde die ersten Ermüdungserscheinungen. Immer wieder werden die Hunde geschlagen, Fin der Wachtelrüde von  Erich Glück schweisst  erheblich, die Wachtelhündin Emma erhält ebenfalls Schmisse, auch die tapferen Terrier leiden unter dem Druck des Keilers. Nun denke ich mir eine Strategie aus...Ich positioniere mich in einer Reihe des Maisschlages, die restlichen Treiber stehen links von mir, die Hunde stellen die Sau rechts von mir. Ich lege mich auf den Bauch, gehe mit der Mauser 8 x 68 S so in Stellung, dass ich durch die Reihe schießen kann ohne dahinter irgend jemanden zu verletzen.  Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Wechselt die Sau hinter mir durch, habe ich Pech gehabt. Kommt der Keiler vor mir durch ereilt ihn das Schicksal der Mauser 66 . Ich steche die Waffe ein und gehe in der ungefähren Höhe der Sau  in Schussposition. Ich habe nur eine Millisekunde um die Sau zu treffen. Und schon höre ich die Sau anwechseln, sehe das Gebräch in der 1,5 -fachen Vergrößerung und drücke ab. Schuss..Sau tot.  Die heraneilenden Hunde beuteln die tote Sau und nehmen diese so in Besitz. Der Treiberführer der Terrier kommt herbei und sagt dankbar:" Endlich ist der Keiler gestreckt, der hat unsere Hunde ganz schön geschlagen. Noch ein paar Minuten und es wäre noch schlimmer für die Hunde geworden ". Voller entsetzen sehen wir, das Fin der Wachtelrüde zusammen sinkt, er ist stark am Bluten, Erich nimmt ihn auf seine Arme und trägt den treuen Jagdgefährten zum Verarzten  aus dem Maisfeld. Die Terrier werden ebenfalls im Anschluss verarztet.

Fazit: Mit zwei Schuss wurden zwei Sauen gestreckt, die Hunde haben gelitten aber keine tödlichen Verletzungen erhalten . Diszipliniert waren vor allem Karl Brocke, Stefan Völlmeke und Elmar Grüther, die den Keiler des öftern in der zweiten Maisreihe gesichtet aber nicht beschossen haben. Allerdings zeigt sich auch an diesem Beispiel wie bei Wildmeister Hilpich im Maisjagdseminar angesprochen: Wenige gute Schützen und eine gut aufeinander abgestimmte Hundemeute entscheiden über den Erfolg einer Maisjagd. Und zwar in den ersten 15 Minten...alles andere kostet Hunde ! Wir haben gestern gesehen, Hilpich hat Recht !!

Text: Klaus Rohde

 

 

Tierattacke endete tödlich

Freitag, den 28. September 2012 um 08:44 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

ALTWILDUNGEN.  Ein Rehbock wurde in Altwildungen Opfer einer Hundeattacke. Zwei nicht angeleinte Französiche Schäferhunde entdeckten das Wildtier am Mittwoch morgen gegenüber der Biogasanlage. Nachdem sie den Wiederkäuer aufgespürt und gehetzt hatten, verletzen sie den Rehbock schwer. Der Jagdpächter hatte den Vorfall beobachtet . Er musste den Rehbock mit einem Messer von seinem Leid erlösen berichtete ein ermittelnder Sprecher der Polizeistation Bad Wildungen. Der Waidmann habe inzwischen Anzeige wegen Jagdwilderei erstattet. Unmittelbar nach der tödlichen endenden Attacke habe der Jäger den Hundehalter auf den Vorfall angesprochen, der mit den Tieren in der Feldgemarkung am Giflitzer Berg zu Fuß unterwegs gewesen war. "Der Mann bedauerte ihm gegenüber den Angriff seiner Hund. Sie hätten sich außerhalb seines Einflussbereichs befunden, erzählte er dem Pächter." berichtete der Polizeisprecher. Hunde müssen immer im unmittelbaren Wirkbereich ihrer Halter sein, eine generelle Anleinpflicht schreibt der Gesetzgeber aber nicht vor. sagte Martin Segeler, Ordnungsamtleiter der Stadt Bad Wildungen, auf Anfrage. Nach der Attacke in Altwildungen würden die beiden Schäferhunde nun als gefährlich im Sinne der Hundeverordnung gelten, erläuterte Segeler. " Das ist ein immer wiederkehrendes Problem. Jeder Hundehalter behauptet von seinem Tier, dass es niemals wildern würde " , berichtete Dieter Gockel, Vorsitzender der Hegegemeinschaft Edertal.Dieses traurige Beispiel zeige aber erneut, dass sich Hunde nicht immer im Einflussbereich ihrer menschlichen Begleiter befinden würden. " Darum appelieren wir immer wieder, Hunde gehören an die Leine. Dabei ist völlig egal, ob es sich dabei um große oder kleine Tiere handelt ", sagte Dieter Gockel.

Quelle. HNA

Ein Wochenende auf Schloss Berlepsch zu gewinnen

Donnerstag, den 27. September 2012 um 07:03 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

 

Liebe Leserinnen und Leser von 112-magazin.de,

auch in diesem Monat haben wir einige interessante Preise in der Verlosung. Schauen Sie rein und gewinnen Sie zum Beispiel ein romantisches Wochenende mit 5-Gang Menü auf Schloss Berlepsch. Wie immer sind unsere Gewinnspiele kostenlos. Einfach den Button "Gewinnspiele " auf der Startseite anklicken und mitmachen. Viel Spass und Glück wünscht das Team von 112-magazin.de

Jagd in Schweden - Teil 8

Mittwoch, den 26. September 2012 um 17:40 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

SCNWEDEN/DEUTSCHLAND. Ich wache nach ca. 20 Minuten auf, kleide mich an und lege Holz im Kamin nach, schaue mir zum ertsen Mal die Hütte genauer an und erkenne, dass dieses Domizil sehr alt sein muss. An den Wänden hängen Trophäen von Elchbullen, auf denen sehr undeutlich aber noch lesbar  die Jahreszahlen von 1917 und  1921 aufgetragen wurden. Die Hütte ist auch nicht mit Nägeln sondern ausschließlich durch  Keile und Verzapfungen verbunden. Wer weiss schon, welche Persönlichkeiten die Jagdhütte in der Vergangenheit benutzt haben. 

Die blonde Sestrid tritt mit einem riesigen Rucksack ein. "Allerhand Dinge von den Bengtssons "  murmelt sie und packt neben dem starken Falcon Bier auch einen Bärenschnaps und einen Elchrücken aus. " Heute Abend wird dein Elch gefeiert " sagt sie und auf einmal ist von ihrer herben Art nicht mehr ganz so viel übrig, sie lacht und scherzt und zerlegt den Elchrücken mit fachkundigen Messerschnitten. Die gusseiserne Pfanne wird mit Dachsschmalz eingerieben, danach werden die saftigen Fleischstücke gwürzt und gebraten, dazu gibt es Kartoffeln und Rotkohl. Ein Festschmaus wie ich meine und mir läuft schon jetzt das Wasser im Mund zusammen.

Seestrid nimmt Ihren Waschbeutel, das Stück Kernseife und geht zum Bergsee um zu baden und um sich frisch zu machen. Nur mit einem knappen Oberteil und mit Lederhose bekleidet kommt sie nach ca. 15 Minuten zurück, das kalte Wasser hat auf ihrer Haut deutliche Spuren hinterlassen und ich bin mir nicht sicher, ob sie das extra macht. Nein, nach einem Blick in ihre Augen bin ich mir sicher, sie macht das extra und sie ist sich ihrer Wirkung auf Männer sehr bewusst. Aber, lieber Klaus, du bist zum Jagen hier und zwar vierbeiniges Wild, du wirst dich nicht dazu verleiten lassen der Wikingerin den Hof zu machen. Nein, Nein und nochmals Nein.

Das Essen ist vorzüglich, das blonde Gift kann wirklich gut kochen. Nach dem Essen werden die Waffen zerlegt und gereinigt. Seestrid führt eine Sauer im Kaliber 8 x 57 IS, eine kurzläufige Waffe mit einem Swarowski Glas zum flüchtig Schiessen. Ich frage sie ob sie damit auch umgehen kann ? " Es geht " sagt sie und nun wird ihre Stimme ernst.  " Morgen gehen wir auf Bärenjagd. Dazu musst du folgendes Wissen: Es gibt ca. 3500 Bären in Schweden, 300 davon dürfen erlegt werden. Die Zahl wird täglich im Internet aktualisiert. Nicht erlegt werden dürfen Bärinnen, die selbst junge Bären führen. Bei einem Fehlabschuss wird sofort die Polizei verständigt, eine Strafe von 3000,- € muss hinterlegt werden und die Waffe wird automatich eingezogen. Zur Jagd auf den Bären: Wir schießen nur auf männliche Bären, aus Sicherheitsgründen muss die Distanz zum Bären mindestens 80 Meter betragen, besser wären allerdings Hundert Meter. Nach dem ersten Schuss darf nicht repetiert werden, der Bär sucht sich sofort den Schützen und greift an. Keine rote Bekleidung anziehen, das Glas mit einem Tarnschal abdecken. Nach dem Schuss nicht bewegen . "   Mir wird etwas mulmig bei dem Gedanken morgen auf den Bären zu waidwerken. Inhaltlich habe ich mich mit dem Gedanken noch gar nicht befasst. Ich dachte auch, das wir von enem Hochstand aus jagen.  Ich frage Sestrid, warum die Schweden mit der Gefahr der Bärenjagd so leichtsinnig umgehen?  Sie antwortet mir " Die, die damit leichtsinnig umgegangen sind jagen jetzt keine Bären mehr . Wir ( Schweden ) selbst jagen mit Schalldämpfern auf Bären um die Gefahren zu minimieren " An diesem Abend sind wir fröhlich und trinken Falcoon Bier und aus kleinen Zinnbechern  den Bärenschnaps. Wir tauschen uns über die Jagd in Deutschland aus, ich zeige ihr ein Bild von meiner Frau, schauen uns die Galerien  auf dem i-Phone und dem i-Pad an und sind lustig. Zu später Stunde und etlichen Bier  fange ich an zu lallen, ein Zeichen, dass ich genug habe, lege mich auf mein Bett und schaue zu, wie Sestrid sich auszieht. Ihr makelloser Körper lässt nun doch die Begierde in mir aufsteigen, allerdings lässt die Müdigkeit keine weiteren Gedanken zu und ich schlafe ein.

Punkt 4:00 Uhr ist Wecken, ich habe also doch drei ganze Stunden geschlafen !! Es gibt ein ordentliches Frühstück incl.  Aspirin für meinen Kopf. Seestrid scheint das blühende Lebe zu sein, die Wikingerin lässt sich nichts anmerken, dabei hat sie genau das Gleiche getrunken. Der Marsch zum Luderplatz an dem ich gestern den Elch gestreckt habe  ist eine Tortur. Der Schädel platzt mit fast. Scheiss Alkohol denke ich mir. Sestrid ist fast sicher, dass der Bär zum Aufbruch des Elches wechselt um zu fressen. Allerdings kommt heute der Wind aus der entgegengesetzten Richtung und wir müssen das Plateau umgehen. Sestrid deutet mir an, zwischen zwei Birken in Stellung zu gehen, leuchtet mir mit der Taschenlampe den Weg und ich bin froh, endlich in einer Mulde liegen zu dürfen. Ich verstaue den Rucksack, lege das Glas links neben mich und den Tarnschal über meine Waffe und das ZF, damit sich kein Licht in der Linse spiegelt.  Die hübsche Schwedin sagt mir, dass sie sich etwa 50 Meter links von mir positionieren wird. Auch geht sie mit mir noch einmal die gestern besprochenen Punkte durch.

Gegen 06:00 wird es heller, Nebelschwaden  ziehen wie Leichentücher über das Plateau, mir wird unheimlich zumute. Ich glase mit dem Zeiss das Vorfeld ab aber bei dem Nebel und der Dunkelheit ist nichts zu erkennen.  Nach 30 Minuten wird es nun doch etwas heller als ein großer Schatten rechts von mir auftaucht. Ich kann nicht genau erkennen um was es sich handelt, da er von Krüppelkiefern verdeckt wird. Nun schiebt sich eine braune Masse an den Kiefern vorbei und betritt die Bühne. Ein riesiger Bär steht ungefähr 70 meter rechts von mir. Irgend etwas scheint ihn zu stören. Immer wieder windet er in alle Himmelsrichtungen. Den Luder hat er in der Nase.  Er schreitet im Passgang auf mich zu. Verdammt, denke ich mir, warum geht er denn nicht zum Luder um sich voll zu fressen. Was will der Bär bei mir ?Nein, er schreitet ca. 50 Meter an mir vorbei. Nun wird  es Zeit, Waffe hoch, daran denken, was Sestrid mir gestern gesagt hat. Der Bär muss etwa in der Mitte getroffen werden. Einstechen nicht vergessen, ich fange an zu Zittern. Denke mir aber auch dass ich den Bären ja nicht schießen muss, er hat ein Recht auf Leben... nenne mich selbst einen Feigling und backe die Waffe an. Noch 5 Passgänge, dann kann ich den Bären aus dem spitzen Winkel nicht mehr erlegen. Ich steche die Waffe nicht ein, bilde mir ein, das der Bär das hören könnte. Gehe mit dem Passgänger mit...Druckpunkt suchen....zuviel Druckpunkt gesucht.....der Schuss ist raus und der Bär schreit fürchterlich auf und versucht den Schmerz hinter den Rippen zu deuten. Automatisch repetiere ich die Mauser, die leere Patronenhülse verlässt die Kammerund fliegt in Bogen in´s Gebüsch, die Neue ist im Patronenlager. Der Bär hat mich spitz, nun fegen fast 500 Kilo auf vier Tazten in meine Richtung. Mit ca. 50 Kilometern in der Stunde, ich wusste gar nicht das Bären so schnell laufen können. Ich knie mich hin, lege neu an... Schuss, vorbei....Repetieren....Schuss, zu kurz....repetieren, Schuss ? Nein klick...Patronenlager leer.....der Bär ist noch 20 Meter von mir entfernt, ich schau in ein riesiges Maul mit 4 großen Reisszähnen, unbeweglich und unter Schock. Nun läuft alles im Zeitraffer ab. Höre wie aus weiter Ferne zwei Schüsse und sehe, wie der Bär von unsichtbaren Fäusten die Richtung ändert unf 5 Meter halb links von mir zu Boden geht.

Unmittelbar danach steht Sestrid neben mir, zischt mir etwas zu, was ich nicht verstehe und schaut mich an. In meinen Ohren rauscht es unaufhörlich. Sie ist ausser sich vor Wut. Ich reagiere nicht, sie schlägt mir mit der flachen Hand ins Gesicht und ich wache aus der Körperstarre auf. Meine Wange brennt , ich setze mich auf meinen Bundeswehrrucksack und schaue auf den toten Bären. In mir ist kein Gefühl des Triumphes, vielmehr die Tasache, das ich ohne Sestrid Tod oder schwer verletzt wäre lässt mich in Demut verweilen. Seestrid untersucht den alten Bären und sagt mit, das mein Schuss gar nicht so schlecht gesesen hätte, allein das Repetieren hat ihn auf mich aufmerksam gemacht. Ihre beiden Schüsse auf den laufenden Bären sind  beide in Herzkammer und  Lunge eingedrungen. Ich drehe mich um, gehe 10 Meter auf wackeligen Beinen zu einem Steinklotz und übergebe mich.

Der obligatorische Anruf über das Funkgerät lässt 2 Stunden später den " Entsorger " eintreffen. Mit einer Winde wird der Bär aufgeladen, runter zum Fluss gebracht und von dort verschifft. Seestrid tritt mit mir den Heimweg zu Hütte an. Wir sprechen auf dem Weg zur Hütte kein Wort miteinander. Als wir dort ankommen,wird Per Anders Bengtsson von Sestrid  über Handy von meinem Erfolg informiert.  Zugleich wird über i-Pad der Bär im Internet eingetragen.

Ich nehme mein Waschzeug und gehe zum Bergsee um mich zu baden. Heute erscheint mir das Wasser gar nicht mehr so kalt.  Sestrid tut es mir gleich. Als ich in die Hütte komme, brennt bereits das Feuer im Kamin, ich lege noch einmal auf und sehe Sestrid an, die nackt auf mich zukommt. Ich möchte ihr etwas sagen, mich entschuldigen,  mich bedanken ...sie legt den Zeigefinger der rechten Hand auf meinen Mund und zieht mich auf das Bärenfell...

Den 9 und letzten  Teil lesen Sie morgen Wie gewohnt auf diesem Portal. 

 

  

  

 

Das offene Wort - Windkraftanlagen in Diemelsee erregen die Gemüter

Dienstag, den 25. September 2012 um 08:09 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

Offenes Wort

zur Windkraft in der Gemeinde Diemelsee 

Die Entwicklungen um die Nutzung der Windenergie in der Gemeinde Diemelsee nehmen immer groteskere Züge an. Die Kommune fürchtet offenbar, als einsamer Spitzenreiter bei der Nutzung der Windkraft eingeholt zu werden. In keiner anderen Gemeinde in Hessen drehen sich inzwischen mehr als 70 Windräder. Da aber eine verstärkte Suche nach weiteren Windkraftstandorten in Hessen ausgebrochen ist, will Diemelsee noch zulegen. Da bisher erst knapp 9 % der Kommune mit Windkraftanlagen bestückt und viele Anlagen zu klein sind, heißt es, weiter aufzurüsten. Zwei zusätzliche Standorte sollen die Flächenbilanz auf 11,5 % steigern, außerdem will man im Ballungsgebiet östlich von Adorf aus dem Zwergwuchs ins Riesenzeitalter wechseln, Repowering ist angesagt! Da die Landesregierung nur zwei Prozent der Landesfläche für die Windkraft vorsieht, scheint die Spitzenstellung somit ungefährdet. Schon jetzt könnte nach Aussage von Staatssekretär Weinmeister ganz Europa mit grünem Strom versorgt werden, wenn alle Kommunen sich so ins Zeug legen wie Diemelsee.

Die Landbesitzer im Nordfeld von Rhenegge haben offenbar die Kampagne des Bauernverbandes umgedeutet, wertvolles Ackerland für die Ernährung der Bevölkerung zu bewahren, sie wollen stattdessen ihr Land für diesen guten Zweck zur Verfügung stellen. Man hofft, dass dann die Touristen scharenweise vom Naturpark am blauen See zum grünen Naturstrom der Windparke strömen Die Gemeinde lässt sich nicht lumpen und stellt außerdem ein Waldstück westlich Vasbeck zur Verfügung.

Da die Kommune mit der Änderung ihres Flächennutzungsplans nicht schnell genug hinterherkommt, hat der Betreiber Lenpower schon einmal 10 Riesen nordöstlich von Adorf mit Genehmigung des Regierungspräsidiums aufgestellt. Nachdem diese in Betrieb sind, werden jetzt die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange, ja sogar die Einwohner, „frühzeitig“ davon unterrichtet und aufgefordert, detaillierte Vorschläge über den Umfang einer vor dem Bau erforderlichen Umweltprüfung vorzulegen, um damit so schnell wie möglich die Änderung des Flächennutzungsplans abschließen zu können.

Dem Betreiber ist offenbar furchtbar peinlich, dass die Anlagen zu Spitzenzeiten wegen Überlastung des Leitungsnetzes weithin sichtbar stillgelegt werden müssen, er aber trotzdem die Einspeisevergütung erhält. Die Flurbezeichnung „Im Meer“ dicht an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen inspirierte ihn, zur Wiedergutmachung in der Nähe eine Informationsplattform über die Windkraft in Form eines Badesteges mit Umkleidekabinen als Infopavillons zu errichten. Man spricht von Baukosten über 200.000 €, zusätzlich Betreuung und Unterhaltung für dieses touristische Highlight. Die Gemeinde darf selbstverständlich bei der Gestaltung der Infotafeln mitwirken. Der Bürgermeister hat sogar dem NABU angeboten, Vorschläge zur Namensgebung zu machen!

Trotzdem gibt es in der Gemeinde immer mehr Bürger, die den Bau zusätzlicher Anlagen im Naturpark Diemelsee verhindern wollen. Um auch deren Akzeptanz zu gewinnen, werden weitere Vorschläge gesucht. Die Landbesitzer von Rhenegge haben bereits zugesagt, bei Genehmigung ihres Antrags ihrem Dorf jedes Jahr 10.000 € zu spenden, ihnen geht es ja schließlich primär um die Energiewende und erst dann ums Geld.

Was halten Sie von dem Vorschlag, nur in solchen Gemeinden, die nicht einmal 2 % ihrer Fläche für Erneuerbare Energien zur Verfügung stellen, alle Stromverbraucher zur Umlage heranzuziehen, der Gemeinde Diemelsee und ihren überlasteten Bürgern aber einen Bonus einzuräumen?

Korbach, den 23.09.12               gez. Wolfgang Lehmann

Jagd in Schweden - Teil 7

Montag, den 24. September 2012 um 11:09 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

ÖSTERSUND.  Die Begegnung mit Sestrid, die nun meine neue Jagdführerin für die nächsten Tage sein wird, ist herzlich.  Ich stelle mir aber beim Anblick der 23-jährigen blonden Frau die Frage, ob die Bengtssons mich quälen wollen oder die Dame wirklich das jagdliche Handwerk versteht, die Gegend kennt und sie mir deshalb zur Seite gestellt wird. Die junge Sestrid hat die Rundungen an den richtigen Stellen und ist trotz allem schlank und durchtrainiert.  Sie fragt mich, ob wir sofort zur Jagdhütte in die Berge aufbrechen wollen oder erst morgen Früh. Ich entschließe mich, die Jagdhütte gleich aufzusuchen. Mein Gepäck wird auf ein komisches Vehikel verfrachtet, das vorne Räder und hinten Ketten hat. Schon sind wir unterwegs zur Berghütte, im Licht der Scheinwerfer erkenne ich die Gefahren der Nachtfahrt nicht, erst am nächsten Tag sehe ich welche Wege wir hinauf zur Hütte gemeistert haben. Nun, wir halten an einem Hochplateau  dem ein kleiner See angegliedert ist und laden unsere Waffen und das Gepäck ab. Nun geht es auf schusters Rappen 30 Minuten über Trampelpfade Bergauf und Bergab. In der Nähe eines Flusses liegt zwischen Haushohen Felsquadern ein altes mit Grassoden auf dem Dach belegtes Holzhaus. Wir treten ein und Sestrid wirft eine große Petroleumlampe an, weist mir ein Bettgestell mit Bären und Elchfellen zu und beginnt sofort mit dem Entfachen eines Feuers im gemauerten Kamin und dem Herd. Auch ich habe einiges an Proviant dabei, so zum Beispiel eine Rote Stracke aus Hirsch und Rehfleich und geräucherten Wildschweinrücken aus dem Waldecker Land. Auch deutsches Brot, das nicht so süsslich wie das Schwedische schmeckt, wird von mir auf den Tisch gebracht. Das Wasser im Gußeisernen Kessel auf dem Herd wird schnell heiss und schon ist der Kaffee mit Wodka aufgebrüht. Die Nächte sind bereits sehr kalt sagt Sestrid und morgen Früh wird es den ersten Frost geben. Wir pirschen morgen zu einem Fernwechsel von Elch und Bären, wir müssen um 05:00 Uhr raus, um 04:30 Uhr ist Wecken,  ich soll jetzt schlafen meint die blonde Schwedin. Nach dem guten Abendbrot und drei Tassen Kaffee mit Wodka fällt mir das nicht schwer und nachdem die Wikingerin ( so nenne ich sie jetzt in Gedanken ) den Kamin und die Patromaxlampe gelöscht hat falle ich in einen tiefen Schlaf aus dem ich um 04:45 Uhr unsanft geweckt werde. Ich habe das Gefühl, gerade erst einige Minuten geschlafen zu haben. Die Petromaxlampe ist an und ein nicht definierbarer süsser Tee steht auf dem Tisch. Das Frühstück besteht aus Kellogsflocken  ( Ich hasse Kellogsflocken ) die in Milch getungt sind. Ich bekomme die Portion gerade so runter und frage nach der Toilette, Sestrid nimmt eine Taschenlampe und führt mich nach draussen zu einem Häuschen mit Plumpsklo. Habe ich hier einen Abenteuerurlaub alla Y-Reisen gebucht nach dem Motto " Wir buchen Sie fluchen"  frage ich mich? Ausserdem ist es kalt wie im Kühlhaus. Die Notdurft ist schnell erledigt, das Wasserfass zum Händewaschen ignoriere ich, da sich bereits durch den Nachtfrost eine dünne Eisschicht auf der Oberfläche gebildet hat. Beim Eintreten in die warme Hütte fragt mich die Wikingerin sofort ob ich mir die Hände gewaschen habe. Wortlos drehe ich mich um, gehe zum Trog  und tauche die Flossen in das kalte Nass. Die kann aber auch nerven... Der Rucksack, den jeder mitnimmt,  wird  nach ihren Anweisungen gepackt . Munition, Wasserflache, Verbandspäckchen, Messer, Wechselwäsche, Essensration und Schlafsack sind Hauptbestand des Packplanes. Im Morgengrauen treten wir unseren Marsch zum Jagdplatz am besagten Wildwechsel an. Rucksack geschultert und  Waffe in Vorhalte gehen wir los und ich nehme mir vor, der kleinen  Wikingerin heute eine Lektion in Sachen Ausdauer zu erteilen. Schließlich habe ich jahrelang Triathlon und Marathonläufe absolviert. Das teile ich ihr auch genau so mit und mit einem Achselzucken nimmt sie das kommentarlos zu Kenntnis.

Nach 2 Kilometern weiss ich, dass ich besser den Mund gehalten hätte. Ich  bin absolut durchgeschwitzt und ausser Atem als wir an einem Höhenpass rast machen. Das mit dem Marathon muss aber schon etwas länger her sein bemerkt das blonde Gift emotionslos . Warum sind hübsche Weiber eigentlich immer so grausam ? Noch ca. 2 Kilometer, dann sind wir am Ziel  sagt sie, nimmt ihren Rucksack und die Waffe auf und schreitet mit kurzen schnellen Schritte durch die Gegend. In weiter Ferne kann ich ein Bergmassiv mit weissen Gipfeln erkennen als wir an einem Steilhang am Rande einer Krüppelkiefer - Ansammlung halten. Vor uns ist in ca. 100 Meter Entfernung ist ein ausgetretener Wildwechsel zu erkennen. Hier sind Bär, Elch, Luchs und Wolf zu Hause. Die Freifläche ist mit Heidelbeer und Preiselbeergewächsen durchzogen, dazwischen  befinden sich Birkenanflug und Fichten, sowie Krüppelkiefer auf einer Breite von 400 Metern. Moose und Flechten halten den Boden immer Nass. Hier, so die Wikingerin, schlagen wir den Platz auf und warten auf die Elche. Sestrid  zieht sich vor meinen Augen aus und schlüpft in  neue und trockene Jagdkleidung. Ich versuche weg zu schauen, das misslingt mir aber völlig und ich kann ihr Lächeln nur zu genau deuten.  Ich soll mich ebenfalls umziehen sagt sie, damit ich keine Erkältung bekomme.  In mein Erdloch lege ich meinen Poncho aus Bw-Zeiten, baue mir eine Gwehrauflage und gehe so in Stellung, dass ich herannahendes Wild gut ansprechen -und gegebenfalls einen sicheren Schuss antragen kann. Ja, nun kommt mir die Bundeswehrzeit zu Gute. Der Grenadier und Hauptfeldwebel in Aktion...Die Nebel werden von der Sonne aufgesogen und uns bietet sich ein herrliches Landschaftspanorama. Nach ca. 1 Stunde kommt eine Elchkuh mit einem Kalb angewechselt, Sestrid deutet mir an diese vorbei ziehen zu lassen, und nach weiteren 15 Minuten schiebt sich auf ca. 100 Metern ein riesiger Elchbulle durch das Geäst. Nun kommt meine Person ins Spiel. Ich lege die M 03 auf meine Brüstung, schalte den Leuchtpunkt des Zeiss an und ändere die Einstellung auf 8-fache  Vergrößerung. Der Bulle steht aber nicht quer zu mir und so warte ich mit dem Einstechen der Waffe. Nun endlich setzt er sich in Bewegung, der Wind steht günstig und nach ca. 10 Metern steche ich die Waffe ein und schicke dem Bullen die 9,3 entgegen. Der Elch  reagiert darauf aber gar nicht, schreitet mit weiten Schritten Richtung Waldrand um kurz davor schwankend umzufallen. Zufrieden mit dem Ergebnis gratuliert mir Sestrid. Über Funk telefoniert sie in schwedischer Sprache mit irgend jemanden, wir begeben uns zu dem Elch und  ich bin überglücklich, so einen kapitalen Bullen gestreckt zu haben. Erschöpft setze ich mich auf den Rucksack und lasse alles noch einmal Revue passieren. Das Anwechseln des Elches, die Drehung und der Schuss¨¨, bis mich die Wikingerin mit dem Satz " Soll ich die Arbeit allein machen ? " in die Wirklichkeit zurück holt. Natürlich nicht, sage ich und beginne den Elch aufzubrechen.  Nach ca. 2 Stunden kommt ein Quad und zieht den Elch Richtung Fluss. Wir machen uns auf den Rückweg zur Hütte und erreichen diese am frühen Nachmittag. Die Wikingerin macht den Kamin und den Herd wieder an, auch die Petromaxlampe sorgt für Helligkeit und Wärme. Sestrid  sagt mir, dass sie noch einmal zum Transportfahrzeug zurück geht um Proviant zu holen, sie wirft mir ein Stück Kernseife zu uns sagt " Wasch dich im Bergsee, du stinkst " . So, nun habe ich mein Fett aber weg. Ich habe eh vor mich zu waschen und brauche ihre Ratschläge nicht sage ich ihr. Der Bergsee ist kalt und nach dem ich mich abgeseift habe tauche ich unter, springe aus dem Wasser  um in langen Sätzen die wärmende Hütte zu erreichen. Hier schlage ich mir vor dem Kamin die Felle um den Körper und schlafe ein. 

Teil 8 lesen Sie morgen - Schauen Sie rein

Fallenjagdlehrgang bei der Waldeckischen Jägerschaft

Montag, den 24. September 2012 um 10:05 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

WALDECK-FRANKENBERG. Der Gesetzgeber schreibt für die Ausübung der Fallenjagd die Teilnahme an einem entsprechenden Lehrgang vor. Aus diesem Grunde bietet die Waldeckische Jägerschaft und der Ausbildungsleiter Heinrich Wilhelmi aus Twiste einen Fallenjagdlehrgang an, welcher am Donnerstag, 04.10.2012, Freitag, 05.10.2012 von 19.00 – 22.00 Uhr im Landgasthof „Kiepe“ in Mühlhausen, sowie am Sonntag, 07.10.2012 von 10.00 – 13.00 Uhr in Twistetal-Twiste stattfindet.

Von Heinrich Wilhelmi werden alle erforderlichen Kenntnisse im Umgang mit gesetzlich erlaubten Fanggeräten theoretisch und anschließend praktisch im Lehrrevier in Twiste vermittelt. Hierbei wird jedem Teilnehmer Gelegenheit gegeben, sich selber im Umgang mit den Fanggeräten ausreichend zu üben, welche sich selbstverständlich an den aktuellen Gesetzesvorgaben orientieren.

Zur entsprechenden Planung ist es erforderlich, das Interessierte bitte direkt Kontakt mit Herrn Wilhelmi in Twiste aufnehmen. Die Telefonnummer lautet: 05695 / 1636

Überdies können sich Interessenten auch unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , per eMail anmelden. Der Kostenbeitrag beträgt 10,00 EUR pro Person und ist direkt vor Ort zu entrichten.

Alle weiteren Informationen erhalten die Teilnehmer dann direkt vom Ausbildungsleiter. Die Waldeckische Jägerschaft freut sich über zahlreiche Anmeldungen.

Quelle: Waldeckische Jägerschaft  (Tobias Brun)

Jagd in Schweden - Teil 6

Samstag, den 22. September 2012 um 08:42 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

ORE/ÖSTERSUND/HAMMARSTRAND. Am nächsten Tag verlegen  wir von Ore aus Richtung Östersund, tanken die PKw´s noch einmal voll und fahren die letzten 120 Km nach Hammarstrand, einem Wintersportgebiet mit reichlich Elchen und Bären. In der " Jägarvillar " treffen wir auf  Helmut Anspach mit seiner Tochter und zwei weiteren Jagdbegleitern. Alle vom Wunsch beseelt, einen Elch zu strecken. Ich verheimliche meinen Elchabschuss vom gestrigen Tag um unnötige Spannungen zu vermeiden. Allerdings stellen sich die Vier aus dem Ort Ochtendung im Kreis MYK ( nun weiss ich auch was das Kennzeichen bedeutet )  als taffe Leute heraus, wir freunden uns in den kommenden Tagen recht gut an. Die deutschen haben die Jagdreise auf der " Jagd  und Hund " bei einem Jagdreisevermittler gebucht . Die Lagebesprechung findet direkt um 18:00 Uhr in der Kantine statt, uns wird mitgeteilt, was wir schießen dürfen. Frei sind nichtführende Bären, Elchbulle, Kuh und Kalb . Das Kalb muss unbedingt vor der Kuh erlegt werden, also, so wie in Deutschland bei Reh und Rotwild  auch. Am nächsten Morgen ist um 4:30 wecken, ich schlafe mit Tobjörene und " Diesel " in einem Zimmer und wir schälen uns  aus den Decken um pünktlich das Früstück in der Kantine einzunehmen. Um 06:00 Uhr ist Treffen und Abfahrt in das rund 7000 Ha große private Forstrevier. Dort werden wir angestellt, Luftlinie sind die Stände oder Plätze ca. 500- 800 Meter auseinander. Helmut Anspach kommt eine Elchkuh, die er nicht beschiesst, weil er nicht sicher ist ob das Kalb noch folgt. Ein finnischer Hundeführer nimmt ihm die Arbeit ab und erlegt das kalblose Muttertier. Um 12:00 ist Halbzeit, wir finden uns in einem Jagdcamp zusammen, ich zähle mit Hundeführern 17 Personen. Hmmm... denke ich mir, für 7000 ha, das ist nicht viel, auch die vier  Hunde scheinen mir für die Größe des Reviers nicht genug. Aber, so denke ich mir, die Schweden werden wissen, was sie tun...

In den folgenden Tagen ist einfach der Wurm drin, keine Elche, zu heißes Wetter für Hund und Hundeführer, die sich anstrengen aber so gut wie nichts auf die Läufe bekommen. Die Fährten der Elche sind deutlich zu erkennen, allerdings wissen wir nicht, wo sie stehen. Auch Bären werden gefährtet, sogar Birkwild ist zu beobachten. Der Erfolg  stellt sich aber nicht ein und so kommt der Befehl von den Brüdern Bengtsson, mich in ein benachbartes Revier zu schieben um einen starken Bären zu strecken. Auf dem Rückweg von Hammarstrand rufe ich Helmut noch einmal an um nach dem Jagdverlauf des heutigen Tages zu fragen, die Antwort setzt der erfolglosen Elchjagd noch eins drauf: " Bei der Fahrt in das Revier ist ein Elchbulle angefahren worden, der letzte seiner Art,  wir suchen nach " Oh Gott denke ich, schlimmer kann`s eigentlich nicht kommen. Ich wünsche den vieren aber Waidmannsheil und hoffe, dass zumindest einer meiner Landsmänner zum Schuss kommt. Wie sich später herausstellt, ist das nicht der Fall.

Am Abend halten wir in einem kleinen Bergdorf, dessen Name ich nicht kenne, hier verabschiedet sich Tobjoerne und  " Diesel "  von mir. Die beiden müssen zu PerAnders um an eineranderen Elchjagd teil zu nehmen. Ich bedanke mich bei den beiden und lasse mir von Tobjoerne noch die Telefonnummer geben, wir bleiben in Kontakt, so verschpricht er mir. Ich werde einem neuen Jagdführer anvertraut. Allerdings ist der neue Jagdführer eine Frau...

Aber davon berichte ich im 7 Teil der Jagdreise nach Schweden.

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