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Archiv - Sammlung (388)


Schulanfängertag im Maislabyrinth

Samstag, den 11. August 2012 um 09:12 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

BASDORF. Das Maislabyrinth in Basdorf bei Vöhl veranstaltet am Dienstag, dem 14. August einen Schulanfängertag. Jedes Kind, das mit seiner Schultüte zum Maislabyrinth kommt, erhält ein kleines Geschenk. Für Essen und Trinken ist gesorgt. 

2. Schießtraining der Waldeckischen Jägerschaft in Marsberg-Leitmar

Samstag, den 11. August 2012 um 09:05 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

 

LEITMAR.Nachdem die Waldeckische Jägerschaft erstmals im Juni 2012 eine Schießweiterbildung im Schießkino / Schießstand Marsberg-Leitmar durchgeführt hat und dieses Angebot gut angenommen wurde, hat sich der Vorstand entschlossen, diese Veranstaltungen regelmäßig anzubieten.

Aus diesem Grund wird nunmehr ein zweiter Termin angeboten.

Die Schießweiterbildung findet am Freitag, 14.09.2012 auf dem Schießstand in 34431 Marsberg-Leitmar, Zum Trompeter. Beginn ist um 19.00 Uhr; die Bahnen sind bis 21.00 Uhr reserviert. Neben dem Schießkino haben die Mitglieder die Möglichkeit die 100 Meter Langwaffenbahn sowie den Kipphasenstand zu benutzen.
Bei der Veranstaltung erhalten die Teilnehmer eine Bescheinigung über die Teilnahme an einem Schießtraining auf bewegte Drückjagdszenen mit einem hochwildtauglichen Kaliber, welches z.B. Voraussetzung für die Jagdteilnahme an diversen Jagden des Hessen-Forst ist.

Die Teilnahmegebühr beträgt für die Mitglieder 10,00 EUR pro Person und ist vor Ort zu bezahlen. Bei Fragen beantwortet gerne der Schießobmann der Waldeckischen Jägerschaft, Herr Dr. Thomas Schierenberg, Tel.: 0171/3615308. Anmeldungen sind kurzfristig an diesen erbeten. Sie können Ihre Anmeldung auch per Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ,  richten.


Quelle: Tobias Brun Waldeckische Jägerschaft 

Fürstenberg: Auszahlung der Jagdpacht verschoben

Samstag, den 11. August 2012 um 08:56 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

LICHTENFELS/FÜRSTENBERG. Die Aufarbeitung des aktuellen Jagdkatasters ist zeitintensiver als angenommen. Daher verschiebt sich die Auszahlung der Jagdpacht an die Grundeigentümer und Jagdrechtbesitzer in den Monat September. Auskünfte hierzu erteilt Jagdvorsteher Wilfried Heidel. Tel.: 05636 - 1271 

"Charity-Tag" für Familie von Christine Volke

Freitag, den 10. August 2012 um 18:01 Uhr Verfasst von Sascha Pfannstiel

SACHSENHAUSEN. Einen Charity-Tag veranstaltet an diesem Sonntag die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Sachsenhausen. Ziel ist es, möglichst viele Spenden einzuwerben, um die Familie der schwer erkrankten Christine Volke zu unterstützen.

Christine Volke erkrankte Ende Februar im Alter von 45 Jahren schwer. Der Kreislauf brach zusammen, die Durchblutung stimmte nicht und das Herz war so geschwächt, dass Christine an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden musste. Nach einigen Wochen mussten ihre beiden Beine unterhalb des Knies amputiert werden sowie drei Finger der linken Hand. Inzwischen ist die Sachsenhäuserin, verheiratet und Mutter zweier Kinder, wieder bei Bewusstsein. Doch ausgestanden ist die mysteriöse Krankheit noch lange nicht. Keinesfalls vor Jahresende sei mit einer Heimkehr aus der Klinik zu rechnen, hieß es im Juli.

Die Kosten, die der Familie entstanden sind und noch entstehen, sind enorm hoch. Daher soll der Charity-Tag an diesem Sonntag ein wahrer Spenden-Marathon werden für die Sachsenhäuser Familie. Viele Gruppen und Vereine aus Sachsenhausen sowie den Nachbarorten Höringhausen und Waldeck haben sich zusammengetan, um ein Programm auf die Beine zu stellen, das sicherlich bei allen Altersklassen großen Anklang finden wird.

Eröffnet wird der Nachmittag um 14.30 Uhr mit einem Konzert des Musikzuges der Feuerwehr Sachsenhausen, darüber hinaus werden sowohl die Kindertanzgruppen der Sachsenhäuser Karnevalsgesellschaft als auch die Tanzgruppe des TSV Höringhausen auftreten. Ab 17 Uhr wird den Gästen "Zumba-zum-Mitmachen" geboten und im direkten Anschluss daran folgen die Auftritte der Tanzgruppen der Karnevalsgesellschaft MGV-TSV Waldeck sowie der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Sachsenhausen. Beim anschließenden Abendprogramm ab 20 Uhr bietet Coverband "Just Neighbours" Live-Musik. Die über ihre Auftritte beim Altstadt- und Kulturfest in Korbach bekannte Lelbacher Band erklärte sich, wie übrigens alle anderen Teilnehmer und Helfer auch, bereit, unentgeltlich aufzutreten.

Für die jüngeren Besucher gibt es ab 14.30 Uhr ein Kinderschminken. Für das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt. Für die Bewirtung sorgen die Mitglieder des Tennisvereins Sachsenhausen sowie die "himmlischen Jungs". Wer sich der Familie Volke verbunden fühlt, ist herzlich eingeladen - die mit viel Aufwand vorbereitete Veranstaltung zu besuchen und kräftig zu spenden.

Fledermaustag im Basdorfer Maislabyrinth

Freitag, den 10. August 2012 um 08:19 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

BASDORF. Am Sonntag, dem 12. August 2012 veranstaltet die Naturschutzjugend von 11.00 bis 18.00 Uhr einen Fledermaus -  Informationstag im Basdorfer Maislabyrinth. Wissenswertes rund um die Fledermaus wird vermittelt und sogar  Fledermauspräparate werden den Besuchern gezeigt.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg - Vermeidung von Wildunfällen

Freitag, den 10. August 2012 um 07:52 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

DIETRICHSFELD. Diese Grünlandbrücke bei Dietrichsfeld in Niedersachsen ist ein Beispiel dafür, das Politik, Umweltverbände und Jägerschaft  zusammen auch große Projekte zum Wohle des Wildes, der Natur und der Unfallvermeidung zum Schutz von Personen verwirklichen können. Das Bild zeigt eine Grünlandbrücke über eine Autobahn bei Dietrichsfeld in Niedersachsen. Das Wild hat nun die Möglichkeit ungehindert die Autobahn zu überqueren . Wir finden, das ist eine Pressemeldung wert. 

BI - über 700 Unterschriften gegen Windkraftanlagen bei Heringhausen

Donnerstag, den 09. August 2012 um 12:13 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

DIEMELSEE/HERINGHAUSEN. Die Windkraftgegner in Diemelsee gaben gestern im Gasthaus zur Linde in Adorf einen Presseerklärung zur aktuellen Lage ab. Anwesend waren ausser den Pressevertretern u. a.  Wolfgang Lehmann vom Naturschutzbund, Frau Dr. med. Almut Finke-Hain , Dipl. Kaufm. Heinrich Hain  und Jürgen Schöder.

Die Unterzeichner der Erklärung wollen den Naturpark erhalten und fordern deshalb auf die Errichtung neuer Windräder im Naturpark zu verzichten. Die Bürgerinitiative hofft , dass die große Zahl der Unterschrieften, die sich gegen weitere WKA's wenden, zu einer Neubewertung der Sachlage durch das Parlament führen wird. "Wir sind sicher, dass die Parlamentarier die vielfältigen Bedenken der Bürger gegen weitere Windkraftanlagen in Diemelsee ernst nehmen werden" erklärte Heinrich Hain. Die Bürgerinitiative verweist darauf , dasss durch ein eindeutiges Votum der Gemeindevertretung gegen Windräder im Naturpark Diemelsee diese auch verhindert werden könnten. Die Entscheidung und damit die Verantwortung in dieser Sache liegt eindeutig beim Parlament der Gemeinde, dem Gemeindevorstand und dem Bürgermeister. Die Initiatoren erklärten, dass bereits heute 73 Windkraftanlagen in der Gemarkung der Gemeinde Diemelsee stehen. Das sind mehr als 10 % aller Anlagen in Hessen und mehr als 50 % aller Anlagen im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Vor diesem Hintergrund ist das Argument des Überlastungsschutzes zielführend.

Im Rahmen des Pressegesprächs erläuterten die Initiatoren die Argumente der Bürgerinitiative. Jürgen Schröder erläuterte, dass das Thema Windkraft in Diemelsee vollkommen neu von der politischen Seite (Parlament, Gemeindevorstand, Bürgermeister) aufgerollt werden muss. Bei Fassung des Aufstellungsbeschlusses zur Änderung des Flächennutzungsplanes konnten die Entscheider auf der politiuschen Ebene noch nicht mit einem derart großen Bürgerprotest rechnen. Diesen Protest muss man erst nehmen; immerhin haben sich 700 Bürger dagegen ausgesprochen.Es muss klar getrennt werden zwischen Gemeinwohl und Einzelinteressen. Die Entwicklung der Gemeinde Diemelsee ist dabei nich taus den Augen zu verlieren. Deshalb geht es lt. Schröder nicht nur um die Verhinderung des Windparks in Rhenegge, sondern um die Verhinderung weiterer Anlagen in Diemelsee (Sudeck,Stormbruch, Herinhausen).......

Dipl.-Kfm. Heinrich Hain ging auf die wirtschaftlichen Gesichtspunkte des Vorhabens ein. Er erläuterte, dass die bisherigen Windkraftanlagen die von der Gemeinde erhofften Einnahmen nicht erbracht hätten. auch für neue Anlagen sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben, da die Betr3eiber die ihnen möglichen "steuerlichen Gestaltungsspielräume" nutzen werden um die Steuerbelastung so gering wie möglcih zu halten. Herr Hain verwies zudem darauf dass durch die Errichtung der Windkraftanlagen kein einziger neuer Dauerarbeitsplatz in Diemelsee entstehen wird. Im Gegenzug wird das bestehende Potential der Gemeinde im Hinblick auf einen weiteren Ausbau als Tourismus und Fremdenverkehrsregion stark beeinträchtigt. Er verwies dabei auf ein Positionspapier des Deutschen Tourismusverbandes E.V. (DTV). " Die Chanchen , die sich aus dem Kapital einer intakten Natur und Landschaft für einen naturverträglichen Tourismus eröffnen, müssen gewahrt werden......Die Konzentration von Windenergienanlagen beeinträchtigt die touristischen Potenziale und den hohen Erholungswert vieler gewachsener Kulturlandschaften."

Herr Lehmann vom Nabu Waldeck-Frankenberg beurteilte das Projekt aus naturschutzfachlicher Sicht.

Abschließend verwies Frau Dr.med. Almut Finke-Hain auf die gesundheitlichen Risiken einer weiteren Konzentration von Windkraftanlagen in der Gemeinde Diemelsee . Insbesondere verwies sie auf die bisher nicht ausreichend untersuchten Auswirkungen des sog. Infraschalls, der durch die Windkraftanlagen erzeugt wird. Infraschall sind tieffrequente Schallwellen, die unterhalb der menschlichen Hörschwelle liegen und eine hohe Reichweite ( bis zu 25 km messbar) haben. In verschiedenen Studien gibt es Hinweise auf Schlafstörungen, Konzentrationsminderung, Leistungsabfall, SChwindel, Benommenheit sowie Störungen des nächtlichen Cortisolrhytmus als Indikator für chronischen Stress. Als besonders sensibel gelten Kinder, Schwangere und ältere Menschen. Resonanzphänomene im menschlichen Körper , insbesondere unter der durch die Windkraftalnalgen verursachten Dauerbelastung, sind noch nicht geklärt. Die Belastung steigt mit Zunahme der Anlagen.

Die Bürgerinitiative stellte nochmals klar, dass man grundsätzlich die Bedeutung der Windkraft für eine sichere Energieversorgung nich tin Frage stellt. Es gehe allein darum das rechte Maß zu finden. Die Bewohner von Diemelsee hätten mit den 73 Anlagen in Ihrem Gebiet bereit jetzt ein hohes Maß an Belastung auf sich genommen. Der Naturpark sollte aus den genannten Gründen von Windkraftanlagen frei gehalten werden. Man appelliert an Gemeindeparlament, Gemeindevorstand und Bürgermeister entsprechende Beschlüsse zu fassen.

Die Unterschriftenaktion wird fortgesetzt. Die Unterschriftenlisten liegen in der Apotheke, Geschäften und Arztpraxen in Adorf aus.

Windkraftanlagen nördlich Rhenegge

Donnerstag, den 09. August 2012 um 11:29 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

DIEMELSEE/RHENEGGE. Der NABU-Kreisverband Waldeck-Frankenberg und HGON-Arbeitskreis Waldeck-Frankenberg haben am 8. August 2012 eine gemeinsame Presseerklärung zu den geplanten Windkraftanlagen nördlich Diemelsee-Rhenegge herausgegeben. 112-magazin.de publiziert den Wortlaut:

"Der NABU-Kreisverband Waldeck-Frankenberg und der HGON-Arbeitskreis Waldeck-Frankenberg halten die Planungen für Windkraftanlagen im Naturpark Diemelsee nördlich Rhenegge zusätzlich zu den bereits in der Gemeinde Diemelsee errichteten 71 Anlagen aus Gründen des Natur- und Umweltschutzes für nicht genehmigungsfähig.

Zusammen mit den Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien aus Wasserkraft und biologischem Anbau liefern die bereits bestehenden bzw. im Bau befindlichen Windkraftanlagen schon wesentlich mehr Strom, als in der Gemeinde benötigt wird. Bei günstigen Windverhältnissen und Sonnenschein müssen sogar Anlagen stillgelegt werden, da sonst das Leitungsnetz überlastet wird. Weitere Anlagen gehen somit am Bedarf vorbei. Der Verbraucher aber muss sogar den nicht erzeugten Strom per Umlage bezahlen!

Durch den Betrieb der bestehenden Anlagen sind bereits erhebliche Beeinträchtigungen an Lebensqualität für die Einwohner der angrenzenden Ortschaften eingetreten, außerdem verursacht jede Windkraftanlage Verluste an Tieren, insbesondere der Vogelwelt.

In der Vergangenheit haben wir der Bündelung von Anlagen in der Gemeinde unter der Voraussetzung zugestimmt, dass ein Korridor auf der Vasbecker Hochfläche für den Vogelzug, der gleichzeitig als Rastplatz von überregionaler Bedeutung war, freigehalten wurde. Diese Vereinbarung wurde von der Genehmigungsbehörde im Regierungspräsidium Kassel einseitig gebrochen, indem auch dieser zum Bau von Windkraftanlagen freigegeben wurde.

Mit dem Bau weiterer Anlagen würde eine überwiegend landwirtschaftlich genutzte, abwechslungsreiche Kuppenlandschaft, die fast vollständig von Wald umgeben ist, völlig entwertet. Da ebene Flächen für die Fundamente der Windräder fehlen, sind enorme Erdbewegungen erforderlich, kaum ein Stein bleibt auf dem anderen. Zwei gesetzlich geschützte Quellbereiche würden betroffen. Außerdem ist der Bau breiter Zufahrtsstraßen zu dem abgelegenen Gebiet erforderlich, um die bis zu 200 m hohen, riesigen Anlagen nebst Kränen anzuliefern und in der Zukunft zu warten.

Durch das Gebiet führt der zertifizierte Diemelsteig von Heringhausen am Diemelsee zum Besucherbergwerk Grube Christiane. Den Bemühungen des Naturparks Diemelsee, den Wandertourismus zu stärken und neben dem See Ruhe und Erholung in abwechslungsreicher Natur zu bieten, würde ein schwerer Schlag versetzt.

In den benachbarten Waldgebieten brütet eine Reihe von gefährdeten Vogelarten, für deren Erhaltung Deutschland eine besondere Verantwortung hat. Hierzu zählen u.a. Gabelweihe (Roter Milan) und Schwarzstorch sowie Kolkrabe und Uhu. Sie suchen in der abwechslungsreichen freien Landschaft nach Nahrung. Zum Europa weiten Netzwerk zur Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt sowie ihrer Lebensräume (Natura 2000) gehört das Naturschutzgebiet Mühlenberg sowie weitere Gebiete im angrenzenden Westfalen. Zu ihnen ist aus der Sicht der Naturschutzverbände ein Abstand von mindestens einem Kilometer einzuhalten.

Die ehemaligen Bergwerke, z.B. Grube Christiane und der Bismarckstollen, haben sich zu überregional bedeutsamen Winterquartieren für stark gefährdete Fledermausarten entwickelt.

Einige Arten nutzen den Diemelsee als Nahrungsrevier, andere die umliegenden Wälder, wieder andere die betroffene Kuppenlandschaft.

Mit dem Vorhaben, eine weitere Teillandschaft der Gemeinde durch den Bau von Windkraftanlagen schwer zu beeinträchtigen, wird endgültig die Belastungsgrenze für Einwohner und Gäste, für die Tier- und Pflanzenwelt und somit für die gesamte Landschaft überschritten. Dem möglichen Nutzen für Einzelne steht ein schwerer Schaden für das Allgemeinwohl gegenüber. Die Gemeinde Diemelsee würde durch die Zustimmung zu weiteren Anlagen der Akzeptanz für erneuerbare Energien einen Bärendienst erweisen, denn das rechte Maß wäre endgültig überschritten!

Der NABU-Kreisverband Waldeck-Frankenberg unterstützt den Naturpark Diemelsee bei seinen Anstrengungen, den Natur- und Artenschutz länderübergreifend zu fördern und somit eine nachhaltige Regionalentwicklung zu ermöglichen. Er lädt deshalb alle interessierten Bürger für Freitag, 17. August, 19.30 Uhr zu einem Vortrag von Prof. Dr. Jedicke nach Usseln in das Hotel Brügges Loui ein mit dem Thema: „Den Naturschutz im Naturpark Diemelsee fördern – eine Chance für die Region". Bereits um 17.00 Uhr führt Wolfgang Lehmann eine Exkursion von der Katholischen Kirche zum Osterkopf auf die Hochheide."

Im Auftrag der beiden Naturschutzverbände

Wolfgang Lehmann

Am Fischerweg 6

34497 Korbach

Tel. 05631/61172

E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Die " Dornensau "

Mittwoch, den 08. August 2012 um 17:23 Uhr Verfasst von Klaus Rohde


Sonntag 26. November 2006. 21 Uhr klingelt mein Handy. Der Jagdpächter, selbst im Dauerstress und noch in der Firma ruft mich an: "Kurt, eine Sau wurde am Ostkamp angefahren. Kannst du helfen, ich komme auch, die Sau muss nachgesucht werden". "Was, eine Sau in Immendorf? Hier im Niederwildrevier?!". Antworte ich. Diese Sau ist dann die dritte in Immendorf innerhalb von X Jahren.
Wir treffen uns, Gustav kam direkt aus der Firma. Wir umkreisen den ganzen Ostkamp doch leider ohne Erfolg. Abbruch! Es ist dunkel und wir finden keine Fährte, zu ungenau die Angaben der Polizei und des Fahrers des PKW. Der Schaden am Auto ist immens, wenigstens ist dem Fahrzeugfahrer nichts passiert.
Gustav fragt mich ob ich am nächsten Morgen mit zur Nachsuche kommen könne. Ich sage voller Vorfreude zu. An dieser Stelle, wo die Sau angefahren wurde, ist schon viel Rehwild dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen. Aber eine Sau?
Am nächsten Morgen also Treffen am "Rüttelbus". Es ist eine, von vielen Stelle an den Landstraßen wo man(n) etwas "entspannter" einem Wohnmobil entsteigt. Also, wie verabredet treffen wir uns um 8 Uhr, Gustav, Bernd, Henning, Hubi, Wolfgang und ich. Bernd hat seine Elli, eine Hannoversche Schweißhündin mitgebracht.
Wir fährten die Unfallstelle ab. Nach kurzer Suche steht fest, die Sau ist wieder dahin gezogen von wo sie kam: Vom Flugplatz. Nach eingehender Beratung kam Elli zum Einsatz. Nun ging es bis zur Bahn die parallel zum Flugplatz verläuft. Gleich neben den Bahnschienen hatte sie im Wundbett gelegen. Sie ist höchstwahrscheinlich durch den ersten Zug der an diesem Morgen fuhr hochgemacht worden. Also sind wir die Böschung rauf und weitersuchen. Aber alle Bemühungen waren umsonst. Die Fährte wurde nicht mehr gefunden. Was war los?
Kurze Beratung dann war klar: "Herr Dönitz musste herkommen!" Er steht dem Landkreis Wolfenbüttel neben Herrn Reuper mit seinem Schweißhund zur Verfügung. Aber ein solch passionierter Nachsucher mit seinem Vierläufer freut sich auch über Suchen außerhalb seines Einzugsbereiches.
11:00 Uhr. Wir alle und Herr Dönitz treffen uns wieder am "Rüttelbus". Wieder kurze Besprechung und los ging es.
Gustav und Bernd gehen mit Herrn Dönitz er führt seinen Hannoveraner Schweißhund. Hubi, Henning und ich stellen uns hinter dem Flugplatz auf, ich am "Schafstall". Kurz darauf ein rascheln im hohen Gras, jetzt aufgepasst es geht los. Nein ich mache nur einen Hasen hoch, sonst ist alles ruhig. Wäre auch zu schön gewesen eine Sau schiessen zu können. Bald taucht Gustav am Rand der alten Landebahn auf. Wir sollen weitergehen gibt er mir durch Zeichen zu verstehen. Unsere Richtung soll zur neuen Landebahn führen. Morgens ist noch kein Flugbetrieb. Ganz langsam geht es weiter, es ist immer noch alles ruhig.
Nach einer Stunde Treffen am Rückwechsel, nahe der neuen Landebahn. Wir beraten uns kurz, dann umstellen wir mit fünf Mann das kaum zu durchdringende Dickicht nahe der Landebahn.
Herr Dönitz kriecht auf allen Vieren das mit Hundsrosen und anderen dornigen Sträuchern bewachsene Revierteil. Er hat schon mit den Dornen Kontakt aufgenommen. Seine Schmarren im Gesicht zeugen davon. Es ist nicht leicht mit vierläufigen Jagdhelfer am Riemen, Gewehr und sonstige Ausrüstung durch Unterholz und Gestrüpp zu kriechen. Dabei immer mit der Gefahr konfrontiert von einer Sau angenommen zu werden. Nach kurzer Zeit erklingt Hundegebell. Wurde die Sau gestellt? Es vergingen nur Augenblicke da knackte es links vor mir im Dickicht. Gewehr in Voranschlag gebracht und entsichert ist eine Bewegung von mir. Nun gespanntes Warten. Der Puls ist im Kragen zu spüren. - Ich kann es nicht glauben: Vor mir links, vielleicht 8 Meter entfernt zeigt sich das Haupt des Keilers. Deutlich konnte ich seine Waffen sehen. Er nimmt Wind auf, sichert ein paar Sekunden. Schießen unmöglich. Dichtes Dornengestrüpp schützt den Keiler. Am Krachen im Unterholz vernehme ich, dass der Keiler Richtung Landebahn zum Henning oder Gustav wechselt. Nach ca. 3 Minuten kommt das Stück zurück. Herr Dönitz ist immer noch im Dornenabschnitt. Etwa 10 Meter links neben mir überspringt der Keiler den schmalen Fahrweg. Jetzt steht er vor einem Gatterzaun. Er weiß wohl nicht genau wohin er sich drücken soll. Jetzt zeigt er mir seine Breitseite, ich kniete schon im trockenem Gras. Das Gestrüpp hing sehr weit am Boden, trotzdem sah ich wie er sich langsam in meine Richtung voranschob. Die Gelegenheit war günstig, konnte nicht besser werden, also drückte ich. Der Schuss bricht aber der Keiler geht einige Meter am Zaun weiter, biegt links ab und ist nicht mehr zu sehen oder zu hören. Herr Dönitz kommt mit seinem Hund angestürmt. Dann eine ganze Weile Standlaut. Herr Dönitz geht jetzt langsam zur Richtung seines Hundes. Kurz darauf ein Schuss und der Ruf "Sau tot!"
Erst jetzt merke ich meine Aufgeregtheit und Erleichterung. Bernd und Hubi zerren die Sau aus dem dichten Gestrüpp zu dem Platz wo sie aufgebrochen werden soll. Ich fange mit der "Roten Arbeit" an. Toll, mein Messer ist stumpf. Das Gelächter ist groß und ich muss mir einiges anhören. Gustav macht mit der Roten Arbeit weiter.
Mir als Erleger steht das Jägerrecht zu. Zur Erklärung für Nichtjäger: Dem Schützen überlassene Teil des erlegten Schalenwildes. Es besteht aus Kopf (incl. Trophäe), dem Hals bis zur 3. Rippe, Decke, Feist und dem Aufbruch. Das Jägerrecht stand damals als Entgelt dem Berufsjäger zu.
Wir stellen am aufgebrochenem Stück fest: Eine Niere zerfetzt, Filet durchgerissen, Rippenverletzung.

Es hat sich wieder herausgestellt: Nachsuche tut Not", und ist nicht nur nach dem Gesetz vorgeschrieben, und ist ein Muss. Auch wenn sie fast den ganzen Tag dauert. Durch die Erlösung ist dem Tier noch viel Leid erspart worden.
Es wurden noch einige Fotos gemacht und alle waren zufrieden, dass es uns gelungen ist das sehr kranke Stück zur Strecke zu bringen. Wie lange hätte es gedauert bis es elendig verludert wäre!?

Erlebt und geschrieben von Kurt Langner

Foto: Gustav Kirchberg

 

















Landrat: Wir lassen uns nicht erpressen

Mittwoch, den 08. August 2012 um 13:28 Uhr Verfasst von Klaus Rohde

 WALDECK-FRANKENBERG. Nachdem der Vorstand der Waldeckischen Jägerschaft öffentlich erklärt hat, kein verendetes Wild auf den Straßen mehr zu entsorgen, bis der Landkreis die Erhöhung der Jagdsteuer zurückgenommen habe, ist das Thema Gegenstand öffentlicher Diskussionen geworden. Auch Landrat Dr. Reinhard Kubat hat dazu jetzt Stellung bezogen. Der Kreishauschef stellte klar, dass der Kreis überall dort, wo es geboten sei, seinen Pflichten nachkommen werde. Im Bezug auf verendetes Wild müsse der Kreis aber nur dann handeln, wenn unmittelbar Gefahr in Verzug sei, etwa durch akute Seuchengefahr. Grundsätzlich aber bestehe für den Landkreis keinerlei Verpflichtung oder gar eine gesetzliche Vorgabe zur Entsorgung des verendeten Wildes.

Für die Position der Waldeckischen Jägerschaft bzw. deren Vorstand hat der Landrat kein Verständnis. „Wenn der Vorsitzende der Waldeckischen Jägerschaft, Herr Heinz Langerzik, behauptet, er habe trotz mehrfachen Bemühens keinen Termin bei mir erhalten, dann entspricht das nicht den Tatsaschen“. Bislang sei keine entsprechende Anfrage bei seinem Büro eingegangen. Stattdessen habe Langerzik aber im Frühjahr und für jeden nachlesbar in der Zeitschrift „Hessenjäger“ erklärt, es werde keine Gespräche mehr mit dem Landkreis geben, bis dieser die Erhöhung der Jagdsteuer zurückgenommen oder diese ganz abgeschafft hätte. „Zu konstruktiven Gesprächen sind wir immer bereit, unser Angebot steht“, sagte der Landrat. „Erpressen lassen wir uns jedoch nicht“.

Er forderte den Vorstand der Waldeckischen Jägerschaft auf, seiner öffentlichen Verantwortung gerecht zu werden und endlich konstruktiv an einer Lösung des Problems mitzuarbeiten. Eine Verbindung der Jagdsteuer mit der Entsorgung des verendeten Wildes sei auch aus juristischer Sicht nicht zulässig. Die Abgabenordnung regele klar, dass es das Wesen einer jeden Steuer ist, den allgemeinen Finanzbedarf eines öffentlich-rechtlichen Gemeinwesens zu decken, ohne dass das Aufkommen unmittelbar oder mittelbar den Steuerpflichtigen wieder zugutekommen müsse. Daher könne man auch keine Verknüpfung zwischen Steuererhebungen und tatsächlichen oder angeblichen Dienstleistungen der Steuerpflichtigen herstellen.

 Quelle: Dr. Hartmut Wecker Pressestelle des Landkreises Waldeck - Frankenberg

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