Promillefahrer flüchtet sich in Garage

Dienstag, den 16. April 2013 um 10:42 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Einen betrunkenen 60-Jährigen zog die Frankenberger Polizei in Battenberg aus dem Verkehr. Einen betrunkenen 60-Jährigen zog die Frankenberger Polizei in Battenberg aus dem Verkehr. Foto: pfa/Archiv

BATTENBERG. In eine Hofeinfahrt geflüchtet ist ein ertappter Promillefahrer, den die Polizei in Battenberg anhalten wollte. Der Versuch, sich in einer Garage vor den Ordnungshüter zu verstecken, half nichts: Der Mann musste mit nach Frankenberg kommen, seinen Führerschein und eine Blutprobe abgeben - dabei setzte sich der 60-Jährige auch noch heftig zur Wehr.

Wie der Dienstgruppenleiter der Frankenberger Polizeistation am Dienstag gegenüber 112-magazin.de berichtete, war eine Streife am Sonntag gegen 17.30 Uhr in Battenberg unterwegs. Dort sahen die Beamten einen älteren VW Golf, der "in flottem Tempo" von der Marburger Straße in die Lilienstraße abbog. Die Streife folgte dem Wagen und gab dem Fahrer schließlich ein Anhaltezeichen über den Dachbalken des Funkwagens.

Der Mann stoppte in Tulpenweg, riss die Fahrertür auf und rannte in eine Hofeinfahrt. Die Beamten liefen hinterher und fanden den 60-Jährigen in einer offenen Garage stehend. Als sie den Autofahrer ansprachen, schlug ihnen eine starke Alkoholfahne entgegen. Ein Alcotest ergab einen "mehr als deutlichen Wert", wie es der Dienstgruppenleiter sagte. Im Auto auf dem Beifahrersitz saß übrigens die Ehefrau des 60-Jährigen und Halterin des Wagens, die ebenfalls stark betrunken war.

Die Polizisten brachten den Promillefahrer nach Frankenberg ins Kreiskrankenhaus, wo ein Arzt eine Blutentnahme durchführen sollte. Dabei habe sich der Battenberger erheblich zur Wehr gesetzt, woraufhin die Beamten den Mann auf die Dienststelle - hier nahm schließlich ein hinzu gerufener Arzt in Anwesenheit mehrerer Polizisten die Blutprobe.

Auf den 60-Jährigen kommt nun ein Strafverfahren zu wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss. Der Mann musste seinen Führerschein abgeben.