Mutmaßliche Tellermine im Edersee: Kampfmittelräumdienst im Einsatz

Dienstag, den 11. August 2020 um 13:52 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Dieses Objekt rief am Montag den Kampfmittelröumdienst auf den Plan. Dieses Objekt rief am Montag den Kampfmittelröumdienst auf den Plan. Foto: Polizei Nordhessen

EDERSEE. Einen verdächtigen, metallischen Gegenstand fand eine Familie aus dem Ruhrgebiet auf dem Grund des trockenen Edersees - der Fund löste einen Polizeieinsatz aus. Nach Alarmierung des Kampfmittelräumdienstes konnte allerdings Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich nicht um eine Tellermine, sondern um ein Eisenrad. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf einen sorgsamen Umgang mit verdächtigen Metallgegenständen hin.

Am Montag meldete ein Familienvater gegen 13 Uhr über den Notruf 110 bei der Polizei, dass er soeben im trockenen Edersee, zwischen Nieder-Werbe und der Halbinsel Scheid, einen munitionsverdächtigen Gegenstand gefunden habe. Anschließend schilderte er den Beamten der Polizeistation Korbach und der Wasserschutzpolizei Waldeck wie es zu dem Fund kam.

Er war gemeinsam mit seiner Ehefrau und drei Kindern mit einem Metalldetektor auf der Suche nach Münzen im trockenen Edersee. Die Suche blieb erfolglos, lediglich bei wertlosem Metall schlug der Detektor gelegentlich an. Als der Detektor dann aber etwas stärker angeschlagen habe, hob die Familie die Fundstelle mit einem Spaten aus.

In einer Tiefe von etwa 20 Zentimetern fand sie einen runden, metallischen Gegenstand. Da dieser Gegenstand wie eine Tellermine aus dem 2. Weltkrieg aussah, informierte der Familienvater die Polizei. Diese sperrte den Fundort ab und alarmierte den Kampfmittelräumdienst, der bereits um 14.30 am Edersee eintraf.

Die Experten begutachteten die mutmaßliche Tellermine und kamen zu dem Ergebnis, dass es sich nicht um eine Tellermine oder einen anderen kampfmittelverdächtigen Gegenstand handelt. Es könnte sich demnach um ein Eisenrad einer Lore handeln. Der Fundort konnte anschließend wieder freigegeben werden und die Familie aus dem Ruhrgebiet wurde über das Ergebnis informiert.

Da sich aber im Edersee noch Weltkriegsmunition befinden könnte, weist die Polizei in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Umgang mit solchen Gegenständen gefährlich ist. Beim Fund von verdächtigen Gegenständen sollte man diese nicht bewegen oder aufnehmen und auf keinen Fall bei der Polizei oder einer anderen Behörde abgeben. Sofort nach dem Fund sollte man, wie die Familie aus dem Ruhrgebiet, die Polizei verständigen. Diese alarmiert den Kampfmittelräumdienst, der die Gegenstände untersucht und mögliche weitere Maßnahmen veranlasst. (ots/r)

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Zuletzt geändert am Dienstag, den 11. August 2020 um 14:07 Uhr