Hund im Auto gelassen - Hitze kann zur Todesfalle werden

Donnerstag, den 06. August 2020 um 11:15 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Hunde und Kinder gehören bei hohen Außentemperaturen nicht ins Auto. Hunde und Kinder gehören bei hohen Außentemperaturen nicht ins Auto. Symbolfoto: 112-magazin

WALDECK-FRANKENERG. Nur kurz in den See zum Abkühlen, wollte ein junges Pärchen aus dem Kreis Paderborn am Mittwochabend zwischen Heringhausen und Helminghausen an der Diemelseerandstraße - ihren erst sechs Monate alten Mischlingsrüden ließen sie im Auto zurück.

Gegen 18.30 Uhr bemerkte ein Mountainbikefahrer, das im Innenraum eines in einem Waldweg abgestellten Audi A3 ein Hund am Winseln war. Obwohl die Seitenscheiben etwas heruntergedreht waren, kämpfte der Hund mit der Hitze. Kurz entschlossen öffnete der Sportler eine der Türen und holte den sichtlich nach Luft ringenden Hund aus dem Wagen.  

Nachdem ihm aus der mitgeführten Flasche elektrolythaltiges Wasser gegeben worden war, erholte sich der junge Rüde wieder. Bis zum Eintreffen der Besitzer vergingen aber noch etwa 15 Minuten. Sichtlich schockiert über den Zustand des Tieres zeigten sich die beiden Paderborner, sie bedankten sich bei dem Biker und gaben zu, dass Risiko unterschätzt zu haben. "Wir wollten uns in der Taucherbucht nur etwas Abkühlung verschaffen, das Auto hatten wir in den Schatten gestellt" gaben die Hundebesitzer an.  

Mit Blick auf die aktuelle Hitzewelle raten Tierschützer und Polizei, niemals Kinder oder Hunde im Auto zu lassen. Trügerisch ist auch, das Fahrzeug im Schlagschatten eines Baumes zu parken, die Sonne wandert und innerhalb kürzester Zeit wird das Fahrzeug zum Backofen. Auch spielt die Farbe des Autos keine Rolle.

Wenn Sie bei dieser Hitze ein Kind oder Tier in einem geschlossenen Fahrzeug ohne geöffnete Fenster entdecken, wählen Sie bitte sofort den Notruf 110 oder 112.

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 06. August 2020 um 12:07 Uhr