Irrfahrt im BMW endet in Korbach - Polizei im Einsatz

Dienstag, den 04. Februar 2020 um 08:28 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Am 3. Februar musste die Polizei in Korbach eingreifen und den Fahrer eines BMW X5 anhalten. Am 3. Februar musste die Polizei in Korbach eingreifen und den Fahrer eines BMW X5 anhalten. Symbolfoto: 112-magazin

KORBACH. Schlimmeres konnten am Montagabend Einsatzkräfte der Korbacher Polizei und aufmerksame Zeugen verhindern, die einen BMW gemeldet haben, der in Schlangenlinien und teilweise auf der linken Spur in Richtung Korbach unterwegs war.

Gegen 18.50 Uhr erreichte die Polizei der erste Anruf mit dem Hinweis, dass ein dunkler SUV von Flechtdorf in Richtung Korbach unterwegs sei und durch eine unkonventionelle Fahrweise auffällt. Umgehend schickte der Dienstgruppenleiter eine Streife los, um den Sachverhalt zu prüfen. Ein weiterer Anruf einer Fahrerin nur Sekunden später bestätigte das vorherige Telefonat. Schlussendlich rief ein 61-jähriger Mann aus Diemelsee bei der Polizei an und sagte, das ihm ein BMW mit ausländischem Kennzeichen in Schlangenlinien entgegenkam und seinen grauen Ford an der linken Seite eingedellt hat. Ohne sich um den Schaden zu kümmern sei der Fahrer des schwarzen BMW X5 in Richtung Korbach davon gefahren.

Zeuge hält Kontakt zur Polizei 

Mittlerweile wurden weitere Dienstfahrzeuge eingesetzt, um die Straßen zu sichern. Ein Zeuge, der den X5 verfolgte, hielt über sein Handy Kontakt zur Polizei. Als der BMW über die Flechtdorfer Straße an den Teegut-Kreisel gelangte, führte die Fahrt nicht rechtsherum, sondern der Fahrer bog einfach links in die Arolser Landstraße ab. Kurzerhand wurde das Fahrzeug auf der Arolser Landstraße durch eine Streife gestellt. Bei der Überprüfung des Fahrers (69) stellte sich schnell heraus, dass er der deutschen Sprache nicht mächtig war, seine Ehefrau (69) die auf dem Beifahrersitz saß, gab sich ebenfalls ahnungslos. Mithilfe eines Dolmetschers konnte das Drama aber aufgeklärt werden.

Aus der Schweiz angereist

Allem Anschein nach war das Ehepaar im BMW bereits in der Schweiz auffällig geworden. Die Schweizer Behörden hatten dem Fahrer in der Nacht vom 2. auf 3. Februar 2020 die Fahrerlaubnis entzogen. Über die A5 und A7 gelangte das Paar dann in den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Hier suchten die geistig verwirrten Eheleute ihr Domizil in Belgien. Dass sie sich in Deutschland aufhalten, glaubten die Eheleute den Beamten aber nicht. Erst der Bruder des 69-Jährigen konnte in einem Telefonat den Sachverhalt aufklären. 

Die beiden Belgier mussten anschließend die Fahrt in ein Krankenhaus antreten. Insgesamt entstand an den beschädigten Fahrzeugen Sachschäden von 4200 Euro.  (112-magazin)

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Zuletzt geändert am Dienstag, den 04. Februar 2020 um 14:37 Uhr