Tote Wildschweine in Waldeck-Frankenberg: Fake News verbreiten sich rasant

Montag, den 04. November 2019 um 09:52 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Über soziale Netzwerke werden zunehmend Falschinformationen verbreitet. Über soziale Netzwerke werden zunehmend Falschinformationen verbreitet. Symbolfoto: 112-magazin

LANDKREIS WALDECK-FRANKENBERG. Über die sozialen Netzwerke wird vermehrt über Wildschweine berichtet, die anlässlich von Drückjagden in verschiedenen Waldgebieten im Landkreis Waldeck-Frankenberg tot aufgefunden wurden - äußerlich unverletzt, wie es heißt.

So sollen am 26. Oktober sechs Wildschweine tot in einem Waldgebiet bei Freienhagen während einer Drückjagd aufgefunden worden sein - ohne Einschusslöcher in der Schwarte. Eine weitere Meldung erreichte die Redaktion von 112- magazin.de, dass am selben Tag fünf Wildschweine bei Mengeringhausen das gleiche Schicksal erreicht hat. Angeblich sollen die Tiere an Rattengift verendet sein. Die anschließende Untersuchung beim Veterinäruntersuchungsamt habe das bestätigt, hieß es in einer weiteren Mitteilung. Das hingegen bestätigt der Landkreis Waldeck-Frankenberg und das Kreisveterinäramt nicht. Auch bei der Polizei sind keine Anzeigen diesbezüglich erstattet worden, sagte Hauptkommissar Jörg Dämmer. Wer aber konkrete Hinweise auf vergiftete Wildtiere liefern kann, der möchte sich bitte bei der Polizei melden.

Im Landkreis Soest (NRW) haben Falschmeldungen dieser Art ebenfalls ihren Weg in die Jägerschaften gefunden. Dort sollen bei einer Drückjagd bei Anröchte vier tote Wildschweine aufgefunden worden sein. Auch äußerlich unverletzt, wie es heißt. Aus Sicherheitsgründen wurden die Jäger desinfiziert, die toten Wildschweine umgehend ins chemische Veterinäruntersuchungsamt Westfalen eingeschickt. Doch auch hier konnte das staatliche Veterinäramt Entwarnung geben. "Gerade in dieser Jahreszeit werden vermehrt Wildtiere, darunter auch Wildschweine angeliefert und untersucht, meistens nach Wildunfällen im Straßenverkehr", so eine Mitarbeiterin der Pathologie in Arnsberg, von mystriösen Todesfällen bei Wildschweinen kann aber keine Rede sein.

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Zuletzt geändert am Montag, den 04. November 2019 um 10:49 Uhr