Wildunfälle im Landkreis nehmen zu

Dienstag, den 01. Oktober 2019 um 15:33 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Wildunfälle im Landkreis Waldeck-Frankenberg haben zugenommen. Wildunfälle im Landkreis Waldeck-Frankenberg haben zugenommen. Symbolfoto: 112-magazin

WALDECK-FRANKENBERG. Wildunfälle im Landkreis Waldeck-Frankenberg nehmen zu. Das teilte Polizeisprecher Dirk Richter auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Wurden vom 1. Januar bis 31. Juli 2018 insgesamt  828 Wildunfälle bei den vier Polizeistationen registriert, so wuchs die Zahl der aufgenommenen Verkehrsunfälle, an denen Wild beteiligt war, im Vergleichszeitraum 2019 um 3,4 % auf 855 Unfälle an.

Wildschweine wechseln während und nach der Maisernte auch verstärkt über stark befahrene Straßen, um zu ihren Einständen zu gelangen. Das Futterangebot wird knapper, die Sauen legen während der Nahrungssuche im Herbst längere Wege zurück. Davon besonders betroffen sind die B 252, die B 253 und die B 251, sowie die Landes- und Kreisstraßen im Raum Lichtenfels. In vielen Lichtenfelser Jagdrevieren sind die Saubestände besonders hoch. Ein Jagdpächter berichtete, er haben bei einem Ansitz 70 Sauen in ein Maisfeld wechseln sehen. Besonders erschreckend ist, so der Jagdpächter, dass viele Bachen im Spätsommer nachgefrischt hätten und deshalb eine gezielte Bejagung nicht möglich sei. 

Wildschwein wird von Audi erfasst

So musste am Montagabend (30. September 2019) ein Mann aus Bergfreiheit seinen Audi stark beschädigt stehen lassen, weil er mit der Front seines Pkw ein Wildschwein auf der Bundesstraße 253 erfasst hatte. Der 19-Jährige war um 21.50 Uhr aus Richtung Kassel kommend auf der Bundesstraße unterwegs und wollte auf die B 485 in Richtung Bad Zwesten abbiegen. Trotz Vollbremsung konnte der junge Mann seinen Wagen nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen. An seinem Pkw entstand ein geschätzter Sachschaden von 5000 Euro. 

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Zuletzt geändert am Dienstag, den 01. Oktober 2019 um 18:17 Uhr