Wer hat Jagdkanzeln beschossen? - Polizei ermittelt

Donnerstag, den 28. Februar 2019 um 08:14 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
In der Gemarkung Schmillinghausen wurden Jageinrichtungen beschossen - die Polizei ermittelt In der Gemarkung Schmillinghausen wurden Jageinrichtungen beschossen - die Polizei ermittelt Symbolfoto: 112-magazin

SCHMILLINGHAUSEN/HERBSEN. Die Jägerschaft im Raum Bad Arolsen zeigt sich beunruhigt - ein unbekannter Schütze beschießt wahllos Jagdeinrichtungen. Wahrscheinlich ist es dem Zufall zu verdanken, dass bislang niemand verletzt oder gar getötet wurde. Der Jagdpächter aus Gladbeck hat Anzeige bei der Polizei gegen unbekannt gestellt.

An mindestens zwei Hochsitzen in einem Wiesental zwischen Schmillinghausen und Herbsen fanden Jäger in der vergangenen Woche mehrere Einschusslöcher. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden die  Hochsitze mit großkalibriger Munition von außen beschossen und das aus verschiedenen Richtungen. Einige Projektile durchschlugen die Wände mühelos, andere bohrten sich in die Holzkontruktion und werden vom KT (Kriminaltechnisches Institut) derzeit untersucht. Fest steht, dass die Geschossdurchmesser unterhalb von 8 mm liegen. Somit kommen verschiedene Varianten infrage: Gängige Kaliber bei Jagdwaffen sind 30.06, 7x64, 300 WinMag oder auch das alte Nato Kaliber 7,62x51 das aus einem G3 verschossen wird. Das Jäger aus der Nachbarschaft diesen Unsinn verzapft haben, kann sich der zuständige Revierbetreuer Udo Kleine nicht vorstellen: "Wir haben zu unseren Jagdnachbarn ein gutes Verhältnis, daher schließe ich eine Beteiligung dieser Personen aus", so der passionierte Jäger gegenüber 112-magazin.de.

Wer der unheimliche Schütze ist, muss nun ermittelt werden. Auch in diesem Fall setzt die Kripo zusätzlich zu den üblichen Ermittlungen auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Wer hat in der 7. oder 8. Kalenderwoche verdächtige Personen im Bereich der Kreisstraße 5 an der Wande gesehen? Wurden abgestellte Fahrzeuge an der Sägemühle beobachtet und konnten Kennzeichen notiert werden? Sind auch andere Reviere im Raum Bad Arolsen, Diemelstadt oder Volkmarsen betroffen?

Hinweise nimmt die Kripo in Bad Arolsen unter der Rufnummer 05691/97990 entgegen. (112-magazin)

Link: Tatort im Bereich der Wande zwischen Schmillinghausen und Herbsen.

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 28. Februar 2019 um 09:45 Uhr