Hirsch von Lkw erfasst - Polizist greift zur Waffe

Sonntag, den 24. Februar 2019 um 09:45 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Dieser Hirsch vom 1. Kopf kollidierte am 23. Februar auf der B 251 mit einem Lkw Dieser Hirsch vom 1. Kopf kollidierte am 23. Februar auf der B 251 mit einem Lkw Fotos: 112 Magazin

USSELN/EIMELROD. Fast hätte ein junger Hirsch seinen Einstand im Jagdrevier "Mühlenberg" bei Eimelrod erreicht - doch eben nur fast. Ein im Landkreis Waldeck-Frankenberg zugelassener Lkw erfasste das Tier mit der Front und schleuderte es auf die Fahrbahn. Dort blieb der junge Hirsch schwerverletzt liegen.

Lkw kollidiert mit Hirsch

Samstagabend erreichte die Hiobsbotschaft den Dienstgruppenleiter der Korbacher Polizeistation um 23.53 Uhr mit dem Hinweis auf einen Wildunfall auf der Bundesstraße 251 - etwa 800 Meter hinter dem Ortsausgang von Usseln, in Höhe eines Parkplatzes. Dort war der Fahrer des Lkws aus Richtung Usseln kommend in Fahrtrichtung Neerdar unterwegs gewesen, als plötzlich ein Hirsch auf der Fahrbahn stand.

Obwohl der Fahrer nach eigenen Angaben nicht schneller als 70 km/h gefahren war, reichte die Reaktionszeit nicht aus, um eine vollständige Gefahrenbremsung hinzulegen. Das Tier wurde voll erfasst und zu Boden geschleudert. Mit Knochenbrüchen an den Hinterläufen, Rippenbrüchen und inneren Verletzungen war das Tier nicht mehr zu retten.

Dienstwaffe HuK wird eingesetzt

Diesen Eindruck hatten auch die beiden Beamten der Polizeidienststelle Korbach, sodass sie den Hirsch von seinen Leiden erlösen mussten. Einmal mehr stellten die nordhessischen Beamten ihr Können unter Beweis. Mit vier gezielten Schüssen aus der Dienstpistole P30, die alle im Leben saßen, wurden die Qualen der armen Kreatur in sekundenschnelle beendet. Es folgte die Unfallaufnahme. An dem Lkw entstand Sachschaden von 500 Euro - verletzte Personen waren nicht zu beklagen.

Lebensraum Mühlenberg

Nicht nur Sauen und Rehwild nutzen den Eigenjagdbezirk Mühlenberg zwischen Usseln und Eimelrod als ständigen Einstand, vermehrt wurde in den vergangenen Monaten vom Jagdpächter auch Rotwild gesichtet und gefährtet. Auch dieser Hirsch (1.Kopf) war dem Beständer bekannt und sollte im Herbst gestreckt werden - dazu wird es nun nicht mehr kommen.

Link: Unfallstandort Bundesstraße 251 am 23.02.2019


Zuletzt geändert am Sonntag, den 24. Februar 2019 um 15:45 Uhr