Promillesünder mit Brummi geht Polizei ins Netz

Montag, den 04. Februar 2019 um 11:03 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Beamte der Polizeistationen Waldeck-Frankenberg richteten am 3. Februar einen Kontrollpunkt auf der B 252 ein - das THW leuchtete die Einsatzstelle aus  Beamte der Polizeistationen Waldeck-Frankenberg richteten am 3. Februar einen Kontrollpunkt auf der B 252 ein - das THW leuchtete die Einsatzstelle aus Foto: 112-magazin.de

KORBACH/BAD AROLSEN. Die präventiven, hessenweit angelegten Abfahrtskontrollen des gewerblichen Güterverkehrs am Sonntag, den 27. Januar 2019 stießen auf sehr großes Interesse. Von hessenweit rund 1200 kontrollierten Fahrern standen 190 unter Alkoholeinfluss, bei 79 von ihnen zeigte der Atemalkoholtest einen Wert von über 0,5 Promille und machte damit eine Untersagung der Abfahrt erforderlich.

Polizei wird durch THW unterstützt

Dieses erschreckende Ergebnis macht hessenweit weitere Kontrollmaßnahmen erforderlich. Daran beteiligte sich am Sonntag auch die Polizei in Waldeck-Frankenberg mit einer Kontrollstelle auf dem Parkplatz am Mühlhäuser Hammer zwischen den Ortschaften Twiste und Berndorf. Zwölf Polizisten aus den Dienststellen Korbach, Bad Arolsen, Bad Wildungen und Frankenberg waren am Einsatzgeschehen beteiligt. Unterstützt vom THW aus Korbach, das mit großen Strahlern die Einsatzstelle ausreichend mit Licht versorgte, wurden sämtliche Lkws, die die B 252 befuhren auf den Parkplatz gelenkt. Auch hochwertige LED-Handleuchten stellte das THW zur Verfügung. Die Einsatzleitung beim THW hatte Dirk Gernand übernommen.

Repressive Polizeitätigkeit

Den Startschuss für die Kontrollen gab der Leiter der Verkehrsdienste Volker König um 21.30 Uhr am Sonntagabend. Hier lag das Augenmerk auf Drogen und Alkohol. Aber auch Dokumente wie Führerscheine, Fahrerkarten und Ladepapiere, sowie die Ladungssicherung wurden kontrolliert. Bis 22.40 Uhr konnten nach gut 15 Kontrollen keine Auffälligkeiten beim Alkohol- oder Drogenkonsum registriert werden, es blieb bei Verwarngeldern, weil ein Trucker seine Fahrerkarte nicht eingelegt hatte oder weil die Ladungssicherung mangelhaft war. Danach stellte die Polizei bei einem Fahrer eines Unternehmens aus dem Landkreis einen Promillewert von 1,63 fest. Der Alkoholsünder wurde sogleich mit einem Streifenwagen und zwei Beamten in das Korbacher Krankenhaus zur Blutentnahme gebracht, sein Führerschein wurde sichergestellt, der Truck musste vorerst stehen bleiben.

Polizei macht Straßen sicherer

Bereits gegen 19 Uhr wurden auf den Rasthöfen in Korbach und Diemelstadt präventive Kontrollen durchgeführt. Dazu klopften die Beamten an den Fahrerkabinen der Trucks und ließen die Fahrer freiwillig "pusten". Das Ergebnis war ernüchternd: 47 Fahrer wurden überprüft, davon hatten fünf Kraftfahrer mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut, ein Bulgare fiel um 20.15 Uhr sogar mit 2,8 Promille auf dem SVG-Hof in Diemelstadt auf. Vier Personen hatten Alkoholwerte, die sich im Ordnungswidrigkeitsbereich befanden. 

Wie der Leiter "Regionale Verkehrsdienste" Volker König mitteilte, wurden den Fahrern, die zu tief ins Glas geschaut hatten und bei denen die Vermutung nahelag, dass zum Fahrtbeginn der Restalkohol nicht vollständig abgebaut werden konnte, die Führerscheine und die Ladungspapiere abgenommen. "Erst nachdem die Fahrer am nächsten Tag bei der zuständigen Polizeidienststelle vorstellig werden und Atemalkoholkontrollen die Fahrtüchtigkeit unter Beweis stellen, können die Dokumente wieder ausgehändigt und die Weiterfahrt genehmigt werden", sagte Volker König am Sonntagabend.

Weitere Kontrollen geplant

Auch in den nächsten Monaten werden Kontrollen auf den Bundesstraßen im Landkreis fortgesetzt. Ziel ist es, durch präventive Kontrollen die Fahrer zu sensibilisieren. Auch muss weiterhin mit Kontrollstellen auf den Hauptverbindungsstraßen gerechnet werden. (112-magazin)

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Zuletzt geändert am Montag, den 04. Februar 2019 um 13:43 Uhr