Urlaubszeit, Einbruchszeit: Keine Ferienfotos bei Facebook

Mittwoch, den 05. Juli 2017 um 08:35 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Wir müssen draußen bleiben: Sicherungseinrichtungen können helfen, Einbrüche zu vereiteln. Man kann aber noch weit mehr tun... Wir müssen draußen bleiben: Sicherungseinrichtungen können helfen, Einbrüche zu vereiteln. Man kann aber noch weit mehr tun... Foto: ots/Archiv

WALDECK-FRANKENBERG. Endlich Sommerferien! Viele Familien reisen in den Urlaub und kehren damit ihrem Heim den Rücken. Damit die Wiederkehr aus den Ferien nicht zum Albtraum wird und die Erholung schlagartig auf den Nullpunkt sinkt, gibt die Polizei Tipps, um sich zu schützen. Aber auch Daheimgebliebene können mit ihrem Verhalten Einbrüche verhindern.

"Leider nutzen Einbrecher auch die Urlaubssaison und suchen nach Häusern, die unbewohnt scheinen", sagte ein Polizeisprecher. Dabei achten die Täter zum Beispiel darauf, an welchem Haus der Briefkasten überquillt, die Rollläden permanent geschlossen sind oder ein Auto unverändert vor der Tür steht. Im vergangenen Jahr gab es in den Landkreisen des Polizeipräsidiums Nordhessen 1599 Einbrüche in Wohnungen und Häuser.

Es gibt gute Tipps, wie man sich vor ungebetenen "Gästen" während der Abwesenheit schützen kann. Interessant zu wissen: Mehr als jeder dritte Einbruch scheitert mittlerweile und wird im Versuchsstadium abgebrochen, weil Haus- und Wohnungsbesitzer es den Einbrechern schwer gemacht haben. Im Jahr 2016 endeten im Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen 743 Einbrüche bereits im Versuchsstadium.

Einbrecher geben ihr Vorhaben schnell auf, wenn sie merken, dass sie Zeit aufwenden müssen, um in ein Haus hinein zu kommen. Aus diesem Grund ist jede Vorkehrung sinnvoll, die dem Einbrecher sein Vorhaben erschwert. Leicht erreichbare Fenster können zusätzlich durch mechanische Sicherungen geschützt werden. Mehrfachverriegelungen an Haus- und Wohnungstüren bieten zusätzlichen Schutz.

In der Urlaubszeit sollte man folgende Tipps beachten:

  • Täuschen Sie Anwesenheit vor - z. B. Beleuchtung von Innenräumen durch den Einsatz von Zeitschaltuhren, Fernsehsimulator
  • Bitten Sie Freunde oder Nachbarn, den Briefkasten zu leeren. Sie können auch den Lagerservice der Post nutzen
  • Stellen Sie ihre Klingel ab, viele Einbrecher testen, ob jemand zu Hause ist. Bei abgestellter Klingel bekommt der Einbrecher keine Information
  • Falls Sie eine Alarmanlage besitzen, informieren Sie Nachbarn, wenn Sie längere Zeit abwesend sind und geben Sie eine Erreichbarkeit an
  • Sprechen Sie auf Ihren Anrufbeantworter keinesfalls eine Nachricht, dass Sie sich im Urlaub befinden. Auch in sozialen Netzwerken sollten Sie dies nicht preisgeben
  • Wertsachen wie Schmuck oder auch Sparbücher und Dokumente sollten Sie in einem Tresor aufbewahren oder bei Ihrer Bank einschließen lassen
  • An den Flughäfen lauern Einbrecher und schauen auf Kofferanhängern nach Adressen, wo sich ein Einbruch wegen Abwesenheit der Bewohner lohnen könnte. Verwenden Sie deshalb zusammenklappbare Anhänger, damit Ihre Wohnanschrift nicht für jeden sichtbar ist

Die Polizei appelliert, nicht nur die eigenen vier Wände zu sichern, sondern auch auf die Nachbarschaft zu achten. Bei verdächtigen Wahrnehmungen sollte man unverzüglich die Polizei unter dem Notruf 110 informieren. "Nur mit Hilfe der Bevölkerung gelingt es, den Wohnungseinbruchdiebstahl weiter einzudämmen", sagte der Polizeisprecher.

Weitere wertvolle Tipps bekommt man auch auf der Internetseite polizei-beratung.de. (ots/pfa) 

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 05. Juli 2017 um 08:43 Uhr