100 Fallschirmjäger, ein Ziel: Landung im Edersee

Dienstag, den 20. Juni 2017 um 11:07 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Wasserlandung gilt als eines der schwierigsten Manöver für Fallschirmspringer. Im Juli gibt es eine weitere Übung am Edersee. Die Wasserlandung gilt als eines der schwierigsten Manöver für Fallschirmspringer. Im Juli gibt es eine weitere Übung am Edersee. Foto: pfa/Archiv

EDERSEE. Deutsche, niederländische und US-amerikanische Fallschirmjäger werden Mitte Juli die Wasserlandung im Edersee trainieren. Die etwa 100 eingesetzten Soldaten werden aus einem Transportflugzeug des Typs Transall abspringen. 

Der sogenannte Fallschirmsprungdienst ist für die Zeit von Montag, 17., bis Donnerstag, 20. Juli, geplant. Während der Übung werden Automatik- und Freifallsprünge zur Aus- und Weiterbildung erfolgen. Insbesondere soll die Wasserlandung als Notverfahren trainiert werden. Die Wasserlandung gilt als eines der schwierigsten Manöver für Fallschirmspringer. Nach der Landung im Edersee werden die Soldaten mit Pionier- und Rettungsbooten aus dem Wasser geholt.

Startplatz ist der Flugplatz in Allendorf (Eder) mit dem Sprungziel Edersee für die Automatiksprünge. Dabei werden die Fallschirmjäger aus einer Höhe von etwa 400 Metern abgesetzt, ihre Fallschirme öffnen sich nach dem Absprung automatisch. Die Bundeswehr behält sich je nach Wetterlage vor, nicht alle angesetzten Sprungtage zu nutzen.

Die Division Schnelle Kräfte (DSK) führt die Heeresflieger- und Spezialkräfte sowie deutsche und niederländische Fallschirmjäger. Der DSK untersteht seit Juli 2014 ein niederländischer Großverband (Brigade). Die Division ist unter anderem Träger der Luftbeweglichkeit im Deutschen Heer und zu schnellen Anfangs- sowie militärischen Evakuierungsoperationen befähigt. Die Soldaten des in Stadtallendorf stationierten Divisionsstabes führen regelmäßig Fallschirmsprungdienste zur Weiterbildung und zum Fähigkeitserhalt durch. Übungen wie die nun angesetzte am Edersee gab es in der Vergangenheit bereits mehrfach, zuletzt im vergangenen Juli.

Hinweis für die Bevölkerung
Der Einsatz des Transportflugzeugs Transall kann zu erhöhtem Lärmaufkommen in Allendorf (Eder) und am Edersee führen. Für die Sprünge ist an den genannten Tagen die Zeit zwischen 10.30 und 16 Uhr vorgesehen. Hinweise über Fluglärm sind zu richten an die Telefonnummer 0800/8620730. (r/pfa)

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Zuletzt geändert am Dienstag, den 20. Juni 2017 um 11:32 Uhr