Vorsicht vor Schnäppchen: Statt iPad gibt's Mehl

Freitag, den 03. Februar 2017 um 06:40 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Vorsicht vor Schnäppchen: Derzeit bieten Betrüger in der Region präparierte Laptoptaschen an, in denen statt der Geräte Kartons mit Mehl oder Seife stecken. Vorsicht vor Schnäppchen: Derzeit bieten Betrüger in der Region präparierte Laptoptaschen an, in denen statt der Geräte Kartons mit Mehl oder Seife stecken. Foto: pfa/Archiv

WALDECK-FRANKENBERG. Betrüger, die auf der Straße vermeintlich günstige Apple-Geräte anbieten und die Käufer dann mit präparierten Kartons übers Ohr hauen, sind derzeit in der Region aktiv. Nachdem Fälle aus Kassel und Marburg bekannt wurden, kann es durchaus möglich sein, dass die Täter auch in Waldeck-Frankenberg ihr Glück versuchen.

Die Masche ist einfach: Die Täter sprechen ihre Opfer aus einem Auto heraus an und bieten Apple-Geräte wie iPad oder iPhone zu Preisen an, die unter dem regulären Verkaufspreis liegen. In einem Fall in Kassel wurde in dieser Woche ein iPad für 500 Euro angeboten, in Marburg war es ein iPhone für 400 Euro.

Die Täter zeigen den Kaufinteressenten eine Laptoptasche, in der sich der Originalkarton mit Gerät darin befindet. In der Zeit, in der der Käufer den Preis bei dem einen Verkäufer bezahlt, vertauscht der Komplize die Laptoptaschen und händigt eine präparierte Tasche aus - darin befindet sich zwar der Originalkarton, nicht aber das Apple-Gerät. Um jedoch das entsprechende Gewicht zu simulieren, legen die Täter in die präparierten Kartons zumeist Mehltüten oder Seifestücke. Fällt der Betrug auf, sind die Täter meist über alle Berge. 

In einem Fall in Kassel waren die Täter in einem blauen Audi mit italienischen Kennzeichen unterwegs, in Marburg nutzten die Betrüger einen grauen Skoda, ebenfalls mit italienischer Zulassung.

Die Polizei warnt vor der Masche und gibt folgende Tipps:

  • Lassen Sie sich niemals auf Geschäfte auf der Straße ein. Schon das Bauchgefühl sollte potentiellen Käufern sagen, dass hier etwas nicht stimmt
  • Seriöse Verkäufer sprechen Kunden niemals spontan auf der Straße an. Auch der relativ günstige Preis sollte zu denken geben
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie dubiose Angebote auf der Straße erhalten

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Zuletzt geändert am Freitag, den 03. Februar 2017 um 13:19 Uhr