Falsche Telekom-Mitarbeiter blitzen am Diemelsee ab

Montag, den 16. Januar 2017 um 13:18 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Trickdieben keine Chance geben: Bevor man Fremde ins Haus oder in die Wohnung lässt, sollte man sich den Dienstausweis zeigen lassen oder sich auf andere Weise rückversichern. Trickdieben keine Chance geben: Bevor man Fremde ins Haus oder in die Wohnung lässt, sollte man sich den Dienstausweis zeigen lassen oder sich auf andere Weise rückversichern. Foto: pfa/Archiv

DIEMELSEE. Vor falschen Telekom-Mitarbeitern warnt derzeit die Polizei: Zwei angebliche Techniker des Kommunikationsriesen haben in Heringhausen versucht, in ein Haus zu gelangen - laut Polizei vermutlich, um etwas zu stehlen.

Die beiden Unbekannten klingelten am Freitagnachmittag an einer Haustür und gaben vor, als Mitarbeiter der Deutschen Telekom den Router kontrollieren zu müssen. Da die Bewohner des Hauses aber gar keine Telekom-Kunden sind, fiel der Schwindel schon an der Haustür auf. Die beiden Männer verschwanden dann auch sofort.

Einer der Männer war etwa 40 Jahre alt, kräftig und hatte dunkle, kurze Haare. Er sprach akzentfrei Deutsch. Der zweite Mann war etwa 25 Jahre alt, 1,75 Meter groß und schlank. Beide trugen weder Bart noch Brille.

Diese Masche ist nicht neu. Immer wieder versuchen Trickdiebe, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in Wohnungen oder Häuser zu gelangen, um zu stehlen. Sie kommen beispielsweise als Handwerker, im Auftrag von Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerken, von der Hausverwaltung, der Kirche, der Rentenversicherung oder einer Krankenkasse, von der Post oder vom Sozialamt - oder gar von der Polizei. Zuletzt wurden bundesweit Fälle bekannt, in denen falsche Polizisten Geld und Schmuck abholten, um sie zum Schutz vor Einbrechern in "Sicherheit" zu bringen.

Tipps der Polizei

  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung
  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch
  • Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort - legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an
  • Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist
  • Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine Sehhilfe
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus
  • Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt wurden
  • Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder Auftrag entgegen
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe
  • Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen, und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer

Weitere Tipps unter polizei-beratung.de. (ots/pfa)

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Zuletzt geändert am Montag, den 16. Januar 2017 um 14:04 Uhr