Gegen Laterne und Tor: Führerschein nach Unfallflucht weg

Montag, den 11. Juli 2016 um 16:20 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Nach dem Unfall in Berndorf flüchtete der Fahrer dieses Wagens in der Nacht zu Fuß. Er stellte sich am Montagmittag der Korbacher Polizei. Nach dem Unfall in Berndorf flüchtete der Fahrer dieses Wagens in der Nacht zu Fuß. Er stellte sich am Montagmittag der Korbacher Polizei.

BERNDORF. Rund zwölf Stunden nach einem Verkehrsunfall mit anschließender Flucht hat sich ein 34 Jahre alter Autofahrer der Korbacher Polizei gestellt. Er sei eingeschlafen und habe unter Schock gestanden, gab der leicht verletzte Mann an. Seinen Führerschein musste er abgeben.

Ein Mercedes war am späten Sonntagabend aus zunächst unbekannten Gründen am Ortseingang von Korbach her kommend von der Bundesstraße 252 abgekommen: Der Daimler geriet nach rechts in den Graben, überfuhr einen Leuchtpfosten und einen Kilometerstein, fuhr dann noch etwa 80 Meter weiter, geriet bei der Firma "Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren" auf den Grünstreifen, rammte eine Laterne, die abknickte, und das Tor zum umzäunten Gelände. Als die Polizei gegen 23.30 Uhr an der Unfallstelle eintraf, stand der stark beschädigte Mercedes verlassen vor dem Metallzaun - vom Fahrer fehlte jede Spur.

An dem Wagen, der auf einen 58 Jahre alten Mann aus Eichenzell im Kreis Fulda zugelassen ist, war bei dem Unfall Totalschaden entstanden. Der Schaden an Laterne und Zaun beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere tausend Euro. Die Polizei ließ das Fahrzeug in der Nacht abschleppen und stellte es sicher.

Nachdem die Ermittlungen zum Fahrer im Sande verlaufen waren, meldete sich am Montagmittag der 34 Jahre alte Sohn des Fahrzeughalters bei der Korbacher Polizei und räumte den Unfall und die Flucht ein - letztere führte er auf den erlittenen Schock zurück. Er sei am Berndorfer Ortseingang am Steuer eingeschlafen, erklärte der Mann zur Unfallursache, und sei dadurch in der langgezogenen leichten Linkskurve nach rechts von der Bundesstraße abgekommen. Ob eventuell Alkohol im Spiel war, ließ sich am Mittag nicht mehr überprüfen oder nachweisen. Dennoch musste der 34-Jährige aus Eichenzell seinen Führerschein abgeben - dies ist bei Unfallfluchten dann der Fall, wenn der Schaden eine gewisse Höhe übersteigt.

Zuletzt geändert am Montag, den 11. Juli 2016 um 16:38 Uhr