Mit Gefahrgut beladener Lkw gerät in Schräglage

Mittwoch, den 23. März 2016 um 12:46 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Mit einer Seilwinde wurde der festgefahrene Gefahrgut-Lkw wieder freigezogen. Mit einer Seilwinde wurde der festgefahrene Gefahrgut-Lkw wieder freigezogen. Fotos: pfa

KORBACH/LENGEFELD. Ein mit sieben Tonnen Gefahrgut beladener Lastwagen ist am Mittwochmorgen bei einem Ausweichmanöver zwischen Korbach und Lengefeld von der Fahrbahn abgekommen und in der weichen Bankette eingesunken. Das Fahrzeug kippte aber glücklicherweise nicht um. Während der Bergung sperrte die Polizei die L 3083 zeitweise komplett.

Der 41 Jahre alte Fahrer aus Guxhagen war am Morgen gegen 9.30 Uhr mit seinem Lastwagen von Korbach kommend unterwegs nach Bromskirchen. Zu Beginn einer langen Geraden wenige hundert Meter hinter dem Ortsausgang von Korbach in Richtung Lengefeld kam dem Lkw-Fahrer nach eigenen Angaben ein orangefarbener Sattelzug mit kippbarer Ladefläche - vermutlich ein Baustellenfahrzeug - entgegen. Diesem Sattelzug wich der 41-Jährige auf der relativ engen Fahrbahn aus.

Mit den rechten Rädern geriet der Mercedes Actros auf die vom Regen stark aufgeweichte Bankette. Das Erdreich gab unter dem Gewicht des Lastwagens nach, die Räder sanken ein - so tief, dass der "Brummi" sogar aufsetzte. "Aus eigener Kraft war es dem Lkw-Fahrer nicht mehr möglich, sein Fahrzeug wieder auf die Fahrbahn zu bekommen", sagte Ralf Werner, Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes der Polizei, an der Unfallstelle gegenüber 112-magazin.de. Daher forderten die Beamten ein Bergungsunternehmen an, das den Actros zurück auf den Asphalt zog. Dazu wurde für die Seilwinde eine sogenannte Umlenkrolle an einem Baum angebracht.

Nach wenigen Minuten war der Lastwagen aus der misslichen Lage befreit. Anschließend warfen die Polizisten einen genauen Blick auf die Ladung des Lasters. Die verschiedenen Behälter mit Gefahrgut waren weder verrutscht noch beschädigt worden bei dem Zwischenfall. Wäre der Lkw umgekippt, so hätten einige Gebinde durchaus beschädigt werden können. "Dann wäre möglicherweise Gefahrgut ausgetreten", sagte Werner.

Die Landesstraße blieb etwa eine halbe Stunde voll gesperrt, Streifenwagenbesatzungen leiteten den Verkehr über Lelbach um. Obwohl der Lkw aufgesetzt hatte, entstand kein nennenswerter Schaden. Mitarbeiter von Hessen Mobil kamen zur Unfallstelle, um die tiefen Reifenspuren des Lastwagens in der Bankette mit einem Gemsich aus Split und Erde aufzufüllen.

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 23. März 2016 um 13:59 Uhr