Neerdar: Widerrechtlich Zuckerrüben in die Gemarkung gekippt

Donnerstag, den 19. November 2015 um 16:16 Uhr Verfasst von  Klaus Rohde
Jagdpächter haben Zuckerrüben für das Wild in das Revier gekippt Jagdpächter haben Zuckerrüben für das Wild in das Revier gekippt Foto: Klaro/112-magazin

WILLINGEN-NEERDAR. Ein Jäger aus Neerdar hat mehrere Tonnen Zuckerrüben im Jagdrevier abgeladen und somit den Unmut der Landwirte auf sich gezogen. Wie der Leiter der unteren Jagdbehörde Helmut Möller auf Nachfrage von 112-magazin.de mitteilte, wird der Sache nachgegangen und die Tat zur Anzeige gebracht. Rund 16 Tonnen Zuckerrüben sollen sich an verschiedenen Stellen im Revier in Neerdar befinden. Wieso der Jäger sich über geltendes Recht hinweggesetzt hat, wird noch zu klären sein. Fakt ist aber, dass die Notzeitverordnung nach Angaben von Helmut Möller bei Temperaturen von 15 Grad plus nicht greifen und dass diese Ordnungswidrigkeit geahndet werden muss.

Seit Jahren wird immer wieder gegen das Fütterungsverbot in Jagdrevieren außerhalb der Notzeiten verstoßen. Als Folge übertriebener Fütterungen von Wildtieren steigt zum Beispiel die Population von Schwarzwild erheblich an. Die Folgen daraus sind vermehrt auftretende Wildunfälle mit Kraftfahrzeugen und Wildschäden an landwirtschaftlichen Kulturen.

Link: 112-magazin.de berichtete bereits am 3.11.2015 über steigende Wildunfälle im Kreisgebiet.

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Zuletzt geändert am Donnerstag, den 19. November 2015 um 17:03 Uhr