Edersee: Ausgebüxtes Pferd von Steilufer gerettet

Mittwoch, den 13. Mai 2015 um 13:35 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Dieses ausgebüxte Pferd gelangte auf nicht geklärte Weise an ein Steilufer des Edersees. Das Tier wurde nahezu unverletzt gerettet. Dieses ausgebüxte Pferd gelangte auf nicht geklärte Weise an ein Steilufer des Edersees. Das Tier wurde nahezu unverletzt gerettet. Foto: Wasserschutzpolizei

WALDECK-WEST. Ein in Nieder-Werbe ausgebüxtes Pferd ist am Edersee-Steilufer unweit der Taucherzone 1 zwischen Nieder-Werbe und Waldeck-West entdeckt worden. Weil die Rettung aus diesem unwegsamen Gelände von Land her nicht möglich war, retteten die Helfer das Pferd auf dem Wasserweg.

Wie die Wasserschutzpolizei am Mittwoch berichtete, hatte ein Autofahrer das Pferd am Dienstagmorgen beim Befahren der Ederseerandstraße entdeckt: in der Nähe der Taucherzone 1 zwischen Waldeck-West und Nieder-Werbe stand ein Pferd am Steilufer des Edersees. Wie das Tier an diese unwegsame Stelle, die von oben durch das Radweg-Geländer abgesperrt ist, gelangen konnte, steht nicht fest. Der Autofahrer verständigte die Polizei in Korbach.

Die Pferdehalterin hatte bereits am Vortag die Polizei über das von einer Koppel in Nieder-Werbe entlaufene Tier informiert. Sie kam mit weiteren Helfern und einer Tierärztin zu der genannten Stelle. Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes entfernten Sträucher und Büsche, um besser an das Tier heranzukommen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, das Pferd auf dem Landweg zu retten, blieb letztlich nur noch der Wasserweg. Eine Rettung per Kran schied aus, da damit eine Verletzungsgefahr für das Pferd verbunden gewesen wäre.

"Tun alles für unsere Gäste"
Daher wurde das Tier mit einer langen Leine vom Boot der Wasserschutzpolizei aus ins Wasser gezogen und etwa 80 Meter weit schwimmend an eine andere Uferstelle geführt. Hier nahmen es Helfer und die Tierärztin in Empfang. Bis auf leichte Verletzungen durch das Dornengestrüpp am Steilufer blieb das Tier unverletzt und kam mit dem Schrecken davon. "Wir tun alles für unsere Gäste, auch für die vierbeinigen", sagte Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei gegenüber 112-magazin.de über diesen ungewöhnlichen Fall. Die Tierhalterin wird es ihm und den anderen Helfern danken...

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 13. Mai 2015 um 13:46 Uhr