Raubüberfall: Verdächtiger wieder frei

Dienstag, den 16. August 2011 um 00:01 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Die Polizei musste einen Verdächtigen wieder auf freien Fuß setzen. Die Polizei musste einen Verdächtigen wieder auf freien Fuß setzen. Foto: Polizei

GEMÜNDEN. Nach dem Überfall auf die Postbank hat die Polizei einen festgenommenen Verdächtigen wieder freigelassen. Die Polizei berichtigte am Abend erste Angaben, wonach der unbekannte Räuber eine Angestellte bedroht hatte. Vielmehr habe der Täter einen 54-jährigen Postangestellten überfallen, der zum Zeitpunkt des Überfalls allein in der Postfiliale war. Nachdem der Räuber unter Vorhalt eines Messers Bargeld erbeutet hatte, flüchtete er. Dabei traf er im Eingangesbereich auf eine Kundin. Diese bedrohte aber nicht. Der Täter flüchtete wie berichtet zu Fuß. Der Bankangestellte und die Kundin kamen mit dem Schrecken davon, beide blieben unverletzt.

Im Rahmen der Fahndung nahm die Polizei vor dem Asylantenheim in Gemünden einen 23-jähriger dunkelhäutiger Asylbewerber vorläufig fest. Auf ihn traf die zunächst abgegebene Beschreibung zu. Er wurde zur Polizeistation nach Frankenberg gebracht und von der Kriminalpolizei (K 10) vernommen.

"Nach einer ersten Spurenauswertung und Vernehmung des Verdächtigen konnte der Verdacht gegen ihn jedoch nicht aufrecht erhalten werden", sagte am Abend ein Polizeisprecher. Der zunächst Verdächtige wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Fahndung der Polizei geht weiter. Es liegt nun auch eine genauere Beschreibung vor. Der Bankräuber wird wie folgt beschrieben: 1,85 bis 1,90 Meter groß, dunkelhäutig (Schwarzafrikaner), schlanke bis schlaksige Gestalt. Der Täter, der recht gut deutsch sprach, war mit einer hellgrauen Jogginghose und einem schwarzen langärmeligen Kapuzenshirt bekleidet, er trug weiße Schuhe (Slipper), eine schwarze Wollmütze mit kurzem Schild und eine schwarze Sonnenbrille. Auffällig waren die geringelten Fingerhandschuhe des Täters.

Die Kriminalpolizei in Korbach (K 10) hat die Ermittlungen übernommen. Hinweise auf den Täter erbittet die Kripo unter Telefon 05631/971-0.