Nach Messerattacke: THW hilft bei Suche nach Tatwaffe / VIDEO

Donnerstag, den 15. Mai 2014 um 16:38 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Das THW unterstützte die Polizei am Donnerstag bei der Suche nach der Tatwaffe. Das THW unterstützte die Polizei am Donnerstag bei der Suche nach der Tatwaffe. Fotos: Ralf Altenhein/Sascha Pfannstiel/HNA (1)

DORFITTER. Auch Stunden nach der Messerattacke auf einen 23 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia sind zwei von der Polizei gesuchte Männer noch immer flüchtig. Auch von der Tatwaffe fehlt noch jede Spur. Das THW unterstützte die Polizei am Nachmittag bei der Suche nach dem Messer.

Die Messerattacke ereignete sich am Donnerstagmorgen gegen 8.20 Uhr. Die Hintergründe der Tat liegen nach wie vor im Dunkeln. Ein 44-Jähriger wurde wie berichtet noch am Tatort von der Polizei festgenommen. Bei ihm handelt es sich um einen Landsmann des schwer verletzten Opfers.

Der mit einem Messer attackierte 23-jährige Asylbewerber aus Somalia wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Korbacher Krankenhaus eingeliefert. Durch eine Notoperation gelang es Ärzten, seinen Zustand zu stabilisieren.

Zwei Männer sind nach wie vor flüchtig. Ihre Identität steht noch nicht fest. Ob sie an der Tatausführung beteiligt waren, muss noch ermittelt werden. Der Polizeihubschrauber hat seine Suchmaßnahmen am Mittag beendet und ist zurück nach Koblenz geflogen. Die Fahndung dauert weiter an, wie Polizeisprecher Volker König berichtete.

Personenbeschreibung der Flüchtigen
Einer der flüchtigen Personen ist 1,60 bis 1,65 Meter groß, sehr schlank und etwa 30 Jahre alt. Er hat einen südländischen Teint und glatte, dunkle Haare. Nach einem Unfall ist er leicht gehbehindert. Der zweite Mann ist etwa 1,70 Meter groß und von kräftiger bis dicklicher Gestalt. Er soll etwa 25 Jahre alt sein. Dieser Afrikaner hat eine hellere Hautfarbe und glatte kurze schwarz-braune Haare. Die beiden Männer könnten zu Fuß unterwegs sein.

Metalldetektoren bei Suche nach Messer im Einsatz
Bei der - immer noch vergeblichen - Suche nach der Tatwaffe forderte die Kripo am frühen Nachmittag das Korbacher THW zur Unterstützung an: Die Helfer um Ortsverbandschef Hans-Joachim Kegel suchten in Zusammenarbeit mit Polizisten das Gelände um die Unterkunft herum nach dem Messer ab. Dabei setzte das THW zwei Metalldetektoren ein. Bei der rund zweieinhalbstündigen Suche fanden aber weder die drei THW-Kräfte noch die Polizeibeamten etwas.

Hintergründe weiter unklar
Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Die Vernehmungen gestalten sich König zufolge schwierig, da erst Dolmetscher hinzugezogen werden müssen. Die Korbacher Kriminalpolizei ist auf der Suche nach möglichen Zeugen oder Personen, die die beiden Flüchtigen gesehen haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 05631/971-0 entgegen.

Zuletzt geändert am Donnerstag, den 15. Mai 2014 um 19:40 Uhr

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