Großtanker verunglückt: Wehrleute verletzt

Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 07:41 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Der verunglückte Großtanker bei der Bergung. Der verunglückte Großtanker bei der Bergung. Fotos: pfa

FLECHTDORF. Auf der Einsatzfahrt zu einem Brand an der Mülldeponie ist ein Großtanklöschfahrzeug einen Abhang hinabgestürzt. Die zwei Kameraden der Korbacher Stützpunktwehr, die in dem Großtanker gesessen hatten, erlitten leichte Verletzungen und wurden nach der Erstversorgung durch den Korbacher Notarzt zur weiteren Behandlung ins Korbacher Krankenhaus eingeliefert. Der Korbacher Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt zeigte sich von dem Unfall betroffen, vor allem aber erleichtert darüber, dass seine Einsatzkräfte nicht schwer verletzt oder gar getötet wurden.

Der Großtanker war in einer scharfen Linkskurve einige hundert Meter vor dem Haupttor der Mülldeponie aus bislang noch nicht geklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Das schwere Einsatzfahrzeug durchbrach in Höhe einer Halle für Biomüll die Leitplanke und stürzte einen etwa acht Meter tiefen Abhang hinunter. Auf der Beifahrerseite blieb das Großtanklöschfahrzeug liegen. Über die Schadenshöhe lagen zunächst keine Angaben vor. Das verunglückte Fahrzeug sollte nach Tagesanbruch von einem Kran geborgen werden, hieß es an der Einsatzstelle.

Die Korbacher Feuerwehr war ebenso wie die Wehren aus mehreren Ortsteilen der Großgemeinde Diemelsee zur Mülldeponie bei Flechtdorf gerufen worden, weil dort ein Feuer in einer Lagerhalle für Wertstoffsäcke ausgebrochen war - mehrere Kubikmeter Kunststoffabfälle standen in Flammen, wie der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Torsten Behle gegenüber 112-magazin.de sagte.

Gegen 5.45 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst. Zahlreiche Kräfte bauten eine Wasserversorgung auf, im Wechsel gingen zwölf Trupps unter Atemschutz zum Löschangriff in die Halle vor, aus der starker Rauch drang. Was das Feuer ausgelöst hatte, stand zunächst nicht fest. An der Halle selbst entstand leichter Schaden. Keiner der etwa 60 Feuerwehrleute wurde bei dem Brandeinsatz verletzt.

Zuletzt geändert am Mittwoch, den 26. Oktober 2011 um 18:36 Uhr

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