Erst zu Schwan, dann zu hilflosem Rentner geeilt

Samstag, den 04. Mai 2013 um 19:21 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Ein zwischen Steinen eingeklemmter Schwan hatte sich bis zum Eintreffen der alarmierten Feuerwehr bereits selbst befreit. Ein zwischen Steinen eingeklemmter Schwan hatte sich bis zum Eintreffen der alarmierten Feuerwehr bereits selbst befreit. Foto: ani-bilder.de/Archiv

REINHARDSHAUSEN/BAD WILDUNGEN. Zu einem Schwan in Not sind am Samstag die Feuerwehren aus Reinhardshausen und der Kernstadt ausgerückt. Das beringte Tier hatte sich zwischen Steinen mitten auf einem Teich verfangen.

Als die sechs Einsatzkräfte aus Reinhardshausen und drei Kameraden aus Wildungen an dem Schwanenteich im Kurpark von Reinhardshausen eintrafen, hatte sich der Schwan schon aus eigener Kraft befreit. Nach Angaben des Wildunger Wehrführers Frank Volke hatten Passanten den weißen Großvogel auf der Insel bemerkt und gesehen, dass das Tier "ganz komische Bewegungen macht". Die Passanten glaubten, dass der Schwan verletzt sein muss, und wählten den Notruf.

Die Leitstelle alarmierte daraufhin gegen 11.30 Uhr die beiden Feuerwehren - neben der örtlichen Wehr auch die Wildunger Kameraden, da diese über eine spezielle Ausrüstung zum Einfangen von Tieren verfügt. "Diese Ausrüstung kam aber nicht zum Einsatz", erklärte Volke.

Als der Schwan sich befreit hatte und an Land geschwommen war, stellte die Feuerwehr fest, dass der Vogel nicht verletzt war. Allerdings versuchte das zutrauliche Tier laut Volke ständig, mit dem Schnabel den Ring von seinem Bein zu entfernen. Weil für die Brandschützer kein Einsatz mehr erforderlich war, rückten die Wehren wieder aus dem Kurpark ab.

Verletzter Mann in verschlossener Wohnung
Kurz vor dem Eintreffen am Wildunger Stützpunkt erreichte die Kernstadt-Wehr gegen 12 Uhr ein weiterer Alarm: In einer Wohnung im Stadtgebiet war ein Mann in Not, die Tür ließ sich jedoch von außen nicht öffnen. Mit speziellem Werkzeug öffneten die Feuerwehrleute die Wohnungstür. Weil die Einsatzkräfte noch vor der RTW-Besatzung und der Notärztin eingetroffen war, suchten die Freiwilligen die Wohnung ab - und fanden den am Kopf verletzten und völlig entkräfteten älteren Mann am Boden liegend vor. "Zum Glück hatten wir zwei Feuerwehrsanitäter dabei", sagte der Wehrführer. Diese beiden Kameraden hätten die Erstversorgung des Verletzten übernommen, wenig später seien die Rettungskräfte eingetroffen.

Nicht allein dem Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst, sondern vor allem seinen aufmerksamen Nachbarn hat der Rentner vermutlich sein Leben zu verdanken. Anwohner hatten sich nämlich laut Volke gewundert, dass sie ihrem Nachbarn schon längere Zeit nicht mehr begegnet waren, und wählten am Mittag den Notruf.


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