Kaminbrand: Über 1000 Grad im Schornstein

Dienstag, den 27. November 2012 um 17:06 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Feuerwehrleute aus Nieder-Waroldern, Elleringhausen und Bad Arolsen sowie ein Schornsteinfeger waren nach dem Kaminbrand im Einsatz. Feuerwehrleute aus Nieder-Waroldern, Elleringhausen und Bad Arolsen sowie ein Schornsteinfeger waren nach dem Kaminbrand im Einsatz. Foto: pfa/Archiv

NIEDER-WAROLDERN. Frühzeitiges Entdecken hat nach Einschätzung des Twistetaler Gemeindebrandinspektors Volker Bangert einen möglichen Wohnhausbrand in Nieder-Waroldern verhindert. Dort waren am Montagabend Flammen aus dem Schornstein eines Hauses geschlagen (wir berichteten).

Der Hauseigentümer war es laut Bangert, der gegen 18 Uhr selbst auf den Brand aufmerksam wurde und die Feuerwehr verständigte. Die Leitstelle alarmierte die Wehren aus Nieder-Waroldern und Elleringhausen, außerdem rückte ein Fahrzeug der Arolser Stützpunktwehr mit der Wärmebildkamera in den Twistetaler Ortsteil aus. In einem Wohnhaus in der Dehringhäuser Straße brannte das Schornsteininnere mit Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius, wie der hinzugerufene Schornsteinfeger der Feuerwehr berichtete.

Die Brandschützer kontrollierten das Gebäude, stellten Kübelspritzen in den einzelnen Etagen bereit und bauten vorsorglich eine Wasserversorgung auf - auch rund um das Haus war Vorsicht geboten, wie der Gemeindebrandinspektor erklärte: "An der Einsatzstelle war eine enge Bebauung vorhanden, außerdem waren angrenzende Holzschuppen durch den Funkenflug in Gefahr", sagte Bangert. Glücklicherweise hatte es am Montagabend geregnet, so dass die Gebäude feucht waren. Zur Kontrolle im Gebäude kam die Arolser Wärmebildkamera zum Einsatz.

Gemeindebrandinspektor empfiehlt Rauchmelder
Noch während der Kamin ausbrannte, schlug der Schornsteinfeger mit einer Eisenkugel den Schlot immer wieder frei. Feuerwehrkameraden nahmen im Keller, wo auch die Holzheizung des Hauses steht, die glühenden und brennenden Stücke aus dem Zug und löschten sie umgehend ab. Nach etwa zwei Stunden war die Gefahr gebannt. Der Gemeindebrandinspektor sprach bei dem Kaminbrand von Glück im Unglück. Wäre das Feuer später entdeckt worden, so hätte sich leicht ein Gebäudebrand daraus entwickeln können. "In einem Zimmer hatte sich bereits Rauch gebildet", sagte Bangert. Vor diesem Hintergrund empfahl der oberste Twistetaler Feuerwehrmann einmal mehr die Installation von Rauchmeldern.

Zuletzt geändert am Dienstag, den 27. November 2012 um 17:59 Uhr