Eingeklemmt: Feuerwehr und Tierarzt retten verletzte Dohle / VIDEO

Sonntag, den 18. März 2012 um 14:15 Uhr Verfasst von  Sascha Pfannstiel
Gerettet! Feuerwehrleute und ein Tierarzt retteten am Sonntag eine verletzte Dohle, die ein Spaziergänger in ihrer misslichen Lage entdeckt hatte. Gerettet! Feuerwehrleute und ein Tierarzt retteten am Sonntag eine verletzte Dohle, die ein Spaziergänger in ihrer misslichen Lage entdeckt hatte. Fotos: pfa

KORBACH. Vogel des Jahres in Not: Feuerwehrleute und ein Tierarzt haben am frühen Sonntagnachmittag eine Dohle gerettet, die sich an einer Lagerhalle an einer Dachrinne verfangen hatte. Ein aufmerksamer Spaziergänger hatte den verletzten Vogel gegen 13.40 Uhr entdeckt und die Polizei verständigt.

Die Ordnungshüter ließen über die Leitstelle sofort die Korbacher Feuerwehr alarmieren und riefen den Tierarzt Dr. Martin Kolberg hinzu. Als die Feuerwehrleute wenig später an der Einsatzstelle Im alten Felde im Korbacher Industriegebiet eintrafen, flatterte die Dohle zwar, konnte sich aber aus eigener Kraft nicht aus ihrer misslichen Lage befreien. Die Brandschützer unter Leitung von Wehrführer Jörn Häußler brachten umgehend die Drehleiter in Stellung, fuhren zum Dachüberstand der Lagerhalle hinauf und retteten den an einem Bein verletzten Vogel.

Am Boden wartete der Veterinär bereits mit einer Transportbox und übernahm die verschreckte Dohle von den Feuerwehrleute. Nach einer ersten Untersuchung sagte Dr. Kolberg von der Tierärztlichen Gemeinschaftspraxis Liedtke und Kolberg, der Vogel habe sich vermutlich den Unterschenkel einmal um 360 Grad verdreht und gebrochen. Er versuche nun, das Bein zu schienen. Doch selbst wenn das Bein nicht zu retten sei, bedeute dies nicht das Todesurteil für den jungen Vogel: "Der kann mit einem Bein gut weiterleben".

Die Rettungsaktion der Feuerwehr verfolgte neben zahlreichen Passanten auch der Spaziergänger, der die Rettungsaktion durch seine aufmerksame Beobachtung erst ermöglicht hatte: Björn Bacher hatte eigenen Angaben zufolge zunächst gedacht, der Vogel würde unter dem Dachüberstand sitzen und fressen. Die Dohle habe jedoch geschrieen und geflattert, da sei ihm klar geworden, dass der Vogel in Not sei. Er sei zwar erstaunt gewesen über die große Anzahl an Feuerwehrleute, sagte Bacher, doch er zeigte sich sehr erleichtert über die rasche und professionelle Rettung.


Links:
Feuerwehr Korbach
Tierarztpraxis Liedtke und Kolberg

Zuletzt geändert am Dienstag, den 20. März 2012 um 09:03 Uhr

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