Scheuenbrand bei Frankenau: Ursache weiterhin unbekannt, THW und DRK im Einsatz

Dienstag, den 30. Juni 2020 um 08:26 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
Das THW Frankenberg war am 29. Juni beim Brand in der Feldgemarkung Frankenau ebenfalls im Einsatz. Das THW Frankenberg war am 29. Juni beim Brand in der Feldgemarkung Frankenau ebenfalls im Einsatz. Fotos: THW Frankenberg, Freiwillige Feuerwehr Frankenau

FRANKENAU. Der Scheuenbrand an der Landesstraße 3332 bei Frankenau hält die Kripo weiterhin in Atem. Bislang konnten die Ermittler der Kripo noch keine konkreten Hinweise zur Brandursache vorlegen, wie Polizeisprecher Dirk Richter gegenüber 112-magazin.de mitteilt.

Auch die genaue Sachschadenshöhe konnte noch nicht verifiziert werden, liegt aber zwischen 100.000 und 150.000 Euro. Die mehrstündigen Löscharbeiten, das Beifügen von Netzmittel ins Löschwasser und der Einsatz von schwerem Gerät an der Brandstelle, macht die Arbeit für die Brandermittler nicht leichter.

Was war geschehen?

Der Scheunenbrand in der Feldgemarkung Frankenau (Landkreis Waldeck-Frankenberg) rief am Montagmorgen, gegen 1.50 Uhr, die Wehren der Stadt Frankenau auf den Plan - außerdem unterstützten die Feuerwehren aus Frankenberg und Bad Wildungen mit ihren Tankern die Löscharbeiten an der Landesstraße 3332 zwischen Frankenau und Frebershausen. Ebenfalls im Einsatz befanden sich die Wehren aus Löhlbach und Frebershausen, die Kameraden aus Altenlotheim, die Gemeinschaftsfeuerwehren aus  Ellershausen/Luisendorf und  Allendorf/Dainrode. Insgesamt waren 72 Feuerwehrleute im Einsatz, die vom Deutschen Roten Kreuz aus Frankenberg unterstützt und verpflegt wurden.

Nach Aussage von Einsatzleiter Manuel Kühn wurde das Feuer gegen 1.45 Uhr entdeckt. Die Scheune, in der das Feuer ausbrach, ist etwa 150 Meter von der Landesstraße entfernt. Schon bei der Anfahrt zur Einsatzstelle wurde die Alarmierungsstufe auf "F3" erhöht - als schwierig erwies sich die Versorgung mit ausreichend Löschwasser. So wurden die Tanker aus Frankenberg und Bad Wildungen angefordert, die im Pendelverkehr Wasser anlieferten. Eine Löschwasserversorgung von fast zwei Kilometer Länge über B-Schläuche zum nächsten Hydranten wurde parallel eingerichtet.

Netzmittel hinzugefügt, THW im Einsatz

Um ein Übergreifen auf das angrenzende Waldstück zu verhindern wurde eine Riegelstellung aufgebaut. Allerdings konnte die in Vollbrand stehende Scheune nicht mehr gerettet werden. Sämtliche Maschinen wurden ein Raub der Flammen. Da Rundballen in und an der Scheune gelagert waren und Feuer gefangen hatten, entstand eine große Hitzewelle, die den Einsatz von Netzmittel erforderte, um die Oberflächenspannung zu verringern. Im Verlauf der Löscharbeiten wurde das Mehrzweckfahrzeg des Frankenauer Bauhofs abgezogen und durch einen Bagger vom THW ersetzt,  sechs Einsatzkräfte vom Frankenberger THW waren im Einsatz und unterstützten mit schwerem Gerät die Löscharbeiten der Freiwilligen Brandschützer. Um 15.30 Uhr konnte  Einsatzleiter Manuel Kühn "Feuer aus" melden. Trotz Einsatz einer Wärmebildkamera rückte die Frankenauer Wehr um 20.28 Uhr erneut zu Nachlöscharbeiten aus: Strohreste hatten erneut Feuer gefangen, konnten aber schnell abgelöscht werden. (112-magazin.de)

Zuletzt geändert am Dienstag, den 30. Juni 2020 um 09:21 Uhr