Kaminbrand in Rhenegge - 40 Feuerwehrleute im Einsatz

Mittwoch, den 03. Juli 2019 um 16:20 Uhr Verfasst von  Klaus Rohde
Glanzruß hatte sich am 3. Juli in einem Schornstein entzündet - Feuerwehrkräfte mussten das Haus in der Knappstraße schützen. Glanzruß hatte sich am 3. Juli in einem Schornstein entzündet - Feuerwehrkräfte mussten das Haus in der Knappstraße schützen. Foto: 112-magazin

DIEMELSEE-RHENEGGE. Ein Schornsteinbrand in der Knappstraße rief am heutigen Mittwoch die Wehren aus Rhenegge und Adorf auf dem Plan - später wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Schweinsbühl, Flechtdorf und Bad Arolsen nachalarmiert um ein Übergreifen der Flammen auf die Dachkonstruktion des Einfamilienhauses zu verhindern.

Wie Einsatzleiter Torsten Behle auf Nachfrage mitteilte, wurde die Wehren aus Adorf und Rhenegge gegen 7.45 Uhr mit dem Stichwort  "F2, Schornsteinbrand in Rhenegge" alarmiert. Was zunächst nach einem routinemäßigen Einsatz aussah, entpuppte sich im Laufe der nächsten Stunden zu einer brenzligen Situation.

Nach ersten Erkenntnissen hatte sich Glanzruß im unteren Teil des Schornsteins entzündet und eine enorme Rauchentwicklung ausgelöst. Besorgt über die Qualmentwicklung wurde vom Hauseigentümer die Notrufnummer 112 gewählt und die Holzheizung inaktiv gestellt. Bei Eintreffen der Wehren entschied Torsten Behle, den Kamin kontrolliert ausbrennen zu lassen. Dazu sollte es aber zunächst nicht kommen, da der Glanzruß im unteren Bereich aufgequollen war und somit kein Durchzug mehr möglich war. 

Bezirksschornsteinfeger Volker Nawroth brachte Kaminkehrerwerkzeug mit, um mittels Schlagkugel den Schornstein zu öffnen. Als dies gelungen war, trat unvermittelt eine so starke Hitzeentwicklung auf, dass am oberen Rand des Daches die Holzkonstruktion zu qualmen anfing. Torsten Behle entschied sich daher, die Drehleiter aus Bad Arolsen anzufordern und die Dachziegeln abzudecken, um eventuell mit einem Löschangriff austretende Flammen bekämpfen zu können. Während der gesamten Einsatzdauer wurde mit einem Lüfter das Haus vom Qualm befreit.

Um 14.15 Uhr konnte der Einsatzleiter Entwarnung geben. Ein Trupp wird bis zum Abend die Einsatzstelle bewachen - die Messungen mit der Wärmebildkamera dauern an. Über die Schadenshöhe liegen noch keine Zahlen vor. Einsatzleiter Torsten Behle bedankt sich bei den Anwohnern, die mit Getränken und Verpflegung den Einsatz der Feuerwehrleute unterstützt haben.  (112-magazin)

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Zuletzt geändert am Mittwoch, den 03. Juli 2019 um 17:34 Uhr