Gebäudebrand - 300.000 Euro Schaden, zwei Hunde tot

Dienstag, den 25. Dezember 2018 um 01:15 Uhr Verfasst von  Christopher Rohde
In Höringhausen brannte in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember ein Wirtshaus  In Höringhausen brannte in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember ein Wirtshaus Fotos: 112-magazin.de

WALDECK/HÖRINGHAUSEN. Zwei tote Hunde und etwa 300.000 Euro Schaden sind das Ergebnis eines Wohnhausbrandes im Waldecker Stadtteil Höringhausen. Die Brandursache muss noch geklärt werden.

Am späten Abend des 24. Dezember wurden der Rettungsleitstelle gegen 22.45 Uhr offene Flammen in einem Wohnhaus im Oberwarolder Straße  gemeldet. Eine Passantin hatte Feuerschein im Gebäude bemerkt und beim Nachbarn geklingelt. Über die Notrufnummer 112 wurde die Rettungsleitstelle informiert, umgehend schrillten die Alarmmelder bei den Feuerwehrmännern- und Frauen der Waldecker Ortswehren.

Stadtbrandinspektor Andreas Przewdzing ließ sich während der Alarmfahrt von Einsatzkräften der Höringhäuser Wehr über die Lage informieren. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde die Feuerwehr Korbach zur Unterstützung mit der Drehleiter angefordert. Mit Atemschutz ausgerüstete Einsatzkräfte drangen unter gegenseitiger Sicherung in das Gebäude ein und durchsuchten im dichten Qualm in den Mietswohnungen nach Bewohnern. Zwei zunächst aufgefundene Schäferhunde lagen tot in einem Raum, ein 53-jähriger Mieter schlief zu diesem Zeitpunkt in seiner Wohnung im Dachgeschoss und konnte von den Einsatzkräften gerettet und dem Notarzt übergeben werden.

Mit großem Engagement bestiegen derweil zusätzliche Einsatzkräfte über Leitern den Vorbau, um mit  C-Rohren frontal anzugreifen. Unmengen an Löschwasser wurde benötigt, sodass der Wassermeister der Stadt Waldeck den Druck des Leitungssystems erhöhen musste. Sämtliche Hydranten in der Straße waren zu diesem Zeitpunkt an die Löschsysteme angeschlossen - eine weitere  Versorgungsleitung wurde angezapft.

Als schwierig erwies sich das Öffnen des Daches. Mit Feuerhaken wurden die Dachpfannen entfernt um Löschwasser in die Sparren und die Zwischenböden zu pumpen. Die total erschöpften Feuerwehrleute, die unter Atemschutz ihr Bestes gaben, mussten immer wieder ausgetauscht werden. Anwohner besorgten Getränke, um wenigstens den Durst löschen zu können.

Nachdem das Feuer auf einen angrenzenden Wirtschaftstrakt überzugreifen drohte, rückte zusätzlich die Arolser Wehr mit einer zweiten Drehleiter an. Diese Maßnahme brachte dann auch den gewünschten Erfolg. Um 2 Uhr konnte Stadtbrandinspektor Andreas Przewdzing Entwarnung geben und Trupps in das Innere des Gebäudes schicken. Rund 70 Einsatzkräfte waren an den Löscharbeiten bis 4.20 Uhr beteiligt. Verletzt wurde nach Angaben von Andreas Przewdzing niemand. Gegen 8 Uhr übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. 

Die Korbacher Kripo hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (112-magazin)

Zuletzt geändert am Dienstag, den 25. Dezember 2018 um 12:29 Uhr

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